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Wenig Risiko, dafür enormes Potenzial: Mit der Verpflichtung von Georginio Rutter scheint Hoffenheim ein Coup gelungen zu sein. Doch bringt der 18-Jährige auch kurzfristig schon Comunio-Punkte?

Position

Georginio Rutter ist ein klassischer MIttelstürmer, der 1,82 hoch gewachsen ist. „Georginio ist ein sehr athletischer und dynamischer Stürmer, der darüber hinaus durch seine Zielstrebigkeit und Abschlussstärke besticht“, sagt TSG-Sportdirektor Alexander Rosen.

Bisherige Karriere

Allzu viel ist noch nicht passiert beim 18-Jährigen, der bei Stades Rennes ausgebildet wurde und in dieser Saison erst sein Profi-Debüt in der Lique 1 feierte. Ein Stammspieler war Rutter jedoch nicht, kam bei vier Einsätzen gerade einmal auf 40 Nettominuten und pendelte auch oft zwischen Bank und Tribüne. Sein erstes Pflichtspieltor bei den Senioren erzielte er Anfang Dezember bei seinem Champions-League-Debüt gegen Sevilla.

In seinem Jahrgang 2002 ist er ohne Zweifel das größte Sturmtalents Frankreich. Weit über 50 U-Länderspieler hat er für Frankreich gemacht, dabei auch immer eine ordentliche Trefferausbeute gehabt. An der Seite von Bayerns Tanguy Nianzou hat Rutter etwa 2018 an der U17-Europameisterschaft und U17-Weltmeisterschaft teilgenommen. 

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Einstiegsmarktwert

Mit 1 Mio. ist Rutter für einen Neuzugang äußerst günstig bei Comunio eingestiegen. Trotzdem bewegt er sich nach einer schnellen Steigerung um 75 Prozent aktuell schon auf einer Höhe mit seinen Sturmkollegen Ishak Belfodil, Sargis Adamyan oder Munas Dabbur. 

Situation

Und genau mit jenem Trio muss sich Rutter auch messen. Neben dem gesetzten Kramaric kann derzeit eigentlich keiner der vielen Hoffenheimer Stürmer überzeugen. Die besten Karten hat noch Ihlas Bebou. Aber die anderen: Ishak Belfodil steht noch bei null Saisontoren nach immerhin 13 Einsätzen, Munas Dabbur hat zuletzt Anfang November getroffen und Sargis Adamyan schmorte in den letzten beiden Spielen 90 Minuten auf der Bank. 

Es dürfte also klar sein, dass man bei Hoffenheim mit der Entwicklung seiner Stürmer nicht zufrieden ist. Der ein- oder andere könnte im Sommer wohl abgegeben werden. Und da sind wir dann auch schon bei Rutter, denn dieser Transfer ist klar für die Zukunft (Vertrag bis 2025) ausgelegt. Hoffenheim wollte ihn im Sommer ablösefrei verpflichten, schnappte aber jetzt schon für kleines Geld (Ablöse rund 0,5 Mio.) zu. 


Das bedeutet aber nicht, dass Rutter bei Stades Rennes aussortiert worden wäre – ganz im Gegenteil: Die Franzosen wollten mit ihrem Tafelsilber zwingend verlängern. Der Stürmer hingegen sieht in Deutschland bessere Entwicklungschancen und soll sich Hoffenheim gezielt ausgesucht haben. Spielpraxis gäbe es aber nur bei den Profis, die Reserve spielt in der Regionalliga, die ja bekanntlich aufgrund Corona pausiert. Es dürfte also eher unwahrscheinlich sein, wenn wir Rutter allzu oft 2020/21 in der Bundesliga sehen. 

Marktwertentwicklung

Natürlich sind Joker-Einsätze nicht ausgeschlossen, dennoch dürfte die Anpassung ein wenig dauern. Rutter konnte sich ja selbst in Frankreich noch nicht durchsetzen. Mittelfristig, bei Ligen mit weichem Saisonübergang ist Rutter aber ein hoch interessanter Mann, bei dem es wenig zu verlieren und viel zu gewinnen gibt. Auch jetzt versteht es der Franzose, ordentlich Marktwert draufzupacken. Ein ersten Peak sollte aber spätestens bei 3 Mio. erreicht sein. Es sei denn, Rutter tritt bereits sehr zeitnah in Erscheinung, was wir nicht glauben.

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Autor: Karol Herrmann

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