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Der Saisonstart gelang dem HSV überraschend gut, nach zwei Bundesligapartien hatten die Norddeutschen sechs Punkte auf dem Konto. Das Problem: An den folgenden vier Spieltagen kam kein einziger Punkt dazu. In der Bundesligatabelle steht der Dino auf Platz 15 – bei Comunio sieht es noch düsterer aus: Vor dem siebten Spieltag steht der Hamburger SV auf dem 18. Platz.
Insgesamt haben die Hamburger in sechs Spielen ganze elf Comunio-Punkte gesammelt und mit 305 die drittmeisten Gegenpunkte aller Bundesligaclubs zugelassen. Vor dem HSV stehen in der Comunio-Tabelle der 1. FC Köln (35 Punkte), der SC Freiburg (41 Punkte) und der SV Werder Bremen (66 Punkte) – in der Bundesliga reihen sich alle drei Teams hinter den Hamburgern ein. Inzwischen sprechen selbst die ersten Spieler von einer handfesten Krise.
„Wir stecken in einer Krise, da können wir nicht mehr drumherum reden“, äußerte sich HSV-Keeper Christian Mathenia. Um von einer ausgewachsenen Krise zu sprechen, ist es vielleicht noch etwas früh. Fakt ist aber, dass vier Niederlagen in Folge nicht im Sinne des Teams und der Verantwortlichen des Hamburger SV sein dürften.
Neun Hamburger mit Minuspunkten
Die extrem niedrige Comunio-Punktzahl kommt nicht ausschließlich dadurch zustande, dass die Hamburger einfach nur wenig punkten – hinzu kommt, dass sie sich überdurchschnittlich häufig Minuspunkte einhandeln und die wenigen Pluspunkte gleich wieder zunichte machen. Insgesamt neun Hamburger stehen nach sechs Spieltagen mit Minuspunkten unter dem Strich dar: van Drongelen (-2), Sakai (-4), Schipplock (-4), Jatta (-6), Walace (-6), Mavraj (-7) und Wood (-7) sind im einstelligen Minusbereich. HSV-Urgestein und Torlos-Rekordhalter Diekmeier (-10) sowie Neuzugang Hahn (-13) hat es besonders heftig erwischt.
Andre Hahn läuft seit seinem Wechsel zu den Norddeutschen seiner Form hinterher und durfte dennoch in fast allen Spielen über die vollen 90 Minuten ran – im Sinne von Comunio-Managern muss man sagen: Leider durfte er ran. Schon am ersten Spieltag beim 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg gab es die ersten vier Minuspunkte, die er am zweiten Spieltag jedoch mit seinem Tor gegen den 1. FC Köln zunächst ausgleichen konnte. In den nachfolgenden Begegnungen setzte es für den Ex-Gladbacher -6, 0, -4 und -4 Punkte. Es bleibt Andre Hahn einfach nur zu wünschen, dass er bald wieder zu alter Stärke findet. Solange dies aber nicht der Fall ist, sollten Comunio-Manager darauf verzichten, den Stürmer aufzustellen.
Ähnlich schaut es bei Dennis Diekmeier aus: Der 27-jährige hat bisher keine Spielminute verpasst und stand nach zwei Spieltagen noch bei vier Comunio-Punkten. Anschließend folgten jedoch -6, -2, -2 und -4 Punkte – inzwischen ist er mit -10 Punkten der zweitschlechteste Hamburger bei Comunio. Bei einem Marktwert von 480.000 lohnt ein Verkauf aktuell aber auch nicht mehr – also: Wer Diekmeier in seinem Team hat, setzt ihn am besten auf die Bank und hofft auf Besserung.
Die Lichtblicke: Mathenia, Jung und Ekdal
Der Blick auf die Punkte der Hamburger verrät: Neben den vielen Minuspunkten gibt es immerhin vier Spieler, die zum jetzigen Zeitpunkt im zweistelligen Plusbereich sind. Unter den gegebenen Umständen könnten exakt jene Spieler als Lichtblicke bezeichnet werden, doch es wäre nicht der HSV, wenn es an dieser Stelle nicht noch einen Haken gäbe.
Nicolai Müller zählt etwa zu den Spielern mit zehn Punkten oder mehr – einen Lichtblick gibt es bei ihm aber leider noch nicht. Bei seinem Torjubel am ersten Spieltag riss sich der Offensivmann sein Kreuzband und fällt Medienberichten zufolge sieben Monate lang aus. Zehn Punkte am ersten Spieltag waren ein Segen für alle Comunio-Manager – weitere werden so schnell jedoch leider nicht dazukommen.































