Luca Waldschmidt (r.) kam von Eintracht Frankfurt

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Mit lediglich 40 Treffern in der vergangenen Saison brannte der Hamburger SV in der Offensive nicht zwingend ein Feuerwerk ab. Pierre-Michel Lasogga und Co. sind nun gefordert, doch mit der Verpflichtung von zwei Youngstern könnte der Sturmflaute Abhilfe geschaffen werden.

Zu Zeiten von Uwe Seeler oder Horst Hrubesch gab es beim Hamburger Sportverein das Wort Sturmflaute womöglich noch gar nicht. Zumindest nicht im Zusammenhang mit der Offensive des HSV.

In der vergangenen Saison aber bewiesen Seelers Erben, dass in Hamburgs vorderster Reihe nicht gut zu segeln ist. Lediglich 40 Treffer erzielten Pierre-Michel Lasogga, Michael Gregoritsch, Artjom Rudnevs, Josip Drmic, Sven Schipplock, Nabil Bahoui und Ivica Olic. Ein eher mauer Wert, bedenkt man, dass dem Absteiger VfB Stuttgart 50 Treffer gelangen.

Von den 40 Buden fielen letztlich nur 16 auf die Stürmer zurück. Lasogga traf insgesamt acht Mal ins Schwarze, in der Rückrunde allerdings nur zwei Mal. Gregoritsch, der eigentlich kein klassischer Torjäger ist, erzielte immerhin fünf Treffer. Drmic als Leihgabe aus Leverkusen, hatte arges Verletzungspech, kam so nur zu einem Saisontor. Der eigentlich bereits aussortierte Rudnevs wurde zwischenzeitlich zum Heilsbringer und kam immerhin auf stolze zwei Treffer.

Schipplock, Bahoui und Olic blieben gänzlich ohne Erfolgserlebnis. Während Schipplock in der Rückrunde immerhin ab und mal das Vertrauen des Trainers bekam, war Olic komplett außen vor. Sein Vertrag wurde daher ebenso wenig verlängert, wie der von Rudnevs. Bei Bahoui erhofft man sich nach halbjährige Integrationszeit, dass der Schweden dem HSV nun helfen kann.

Wer kann die Sturmflaute beheben?

Dennoch stellt sich die Frage, wie der HSV sein Offensivproblem lösen kann. Quantitativ ist Hamburg im Sturm für die kommende Spielzeit bestens aufgestellt, da man im Sommer durchaus kluge Transfers tätigte.

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Luca Waldschmidt kam für 1,5 Millionen von Eintracht Frankfurt, Bobby Wood für stolze 3,5 Millionen von Union Berlin. Während der 20-jährige Waldschmidt in der Offensive variabel einsetzbar ist und sowohl auf den offensiven Außenbahnen als auch im Sturmzentrum agieren kann, wird US-Boy Wood wohl eher einer für die Mittelstürmerposition oder die zweite Spitze sein, falls Coach Bruno Labbadia in dieser Formation agieren möchte.

Waldschmidt, der nicht ohne Nebengeräusche die Eintracht verließ, hat bislang 15 Bundesligaspiele bestritten. Ein Treffer im Oberhaus fehlt ihm allerdings noch. In den bisherigen Testspielen konnte er aber durchaus überzeugen. „Luca ist ein richtig guter Fußballer, das hat er auch gezeigt“, sagte Labbadia im kicker.

Waldschmidt: Fit zum Erfolg? 

Der Ex-Frankfurter hatte sich in der Sommerpause extra einen eigenen Fitnesscoach geholt, um sich „bestmöglich auf das neue Projekt vorzubereiten“, so Waldschmidt. Sein großer Vorteil ist zudem, dass er auf fast allen Offensivpositionen zu Hause ist. „Luca kann vorne verschiedene Positionen spielen. Er ist variabel. Und variabel soll auch unser Spiel sein. Es liegt an ihm selbst“, so Labbadia.

Auch Wood hat bislang noch kein einziges Tor in der Bundesliga erzielt, was aber eher daran liegt, dass der 23-Jährige bislang noch kein einziges Spiel in Deutschlands Eliteliga absolviert hat. Dennoch hat Wood bei 1860 München und zuletzt bei Union Berlin seine Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt.  17 Treffer gelangen dem 1,80-Meter-Mann aus Hawaii vergangene Saison.

Schipplock als Heilsbringer?

Mit seiner Agilität, seiner wuseligen Art und seinem Zug zum Tor könnte er die perfekte Ergänzung zum bulligen Lasogga sein. Oder vielleicht zu Schipplock?

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Der Ex-Hoffenheim war eigentlich schon aussortiert, zeigte aber in den Tests bislang starke Leistungen. Elf Tore in drei Spielen gegen zwar unterklassige Gegner bringen Schipplock dennoch Selbstvertrauen. Etwas, was ihm im vergangenen Jahr völlig gefehlt hat.

„Mir tut jedes Tor gut“, sagt Schipplock im kicker. „Die Tore helfen mir, dadurch steigt der Spaßfaktor in der Vorbereitung.“ Vielleicht könnte er so den Platz von Lasogga einnehmen, sollte dieser sich nach einer schwachen Rückrunde nicht wieder steigern.

Letztlich muss man in Hamburg abwarten, wie die Vorbereitung verläuft. Denn eins ist klar, irgendeiner der Stürmer sollte zuverlässig treffen, sonst bleibt die Flaute bestehen und der HSV schipperte weiter durch unliebsame Regionen.

Dazu müssen aber Tore her. „Für einen Stürmer“, weiß der frühere Torjäger Labbadia, „sind Tore immer wichtig, in jedem Training, in jedem Test, egal gegen wen. Tore sind das Elixier.“

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Autor: Florian Schimak

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