Ilkay Gündogan

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In zwei Wochen stehen die letzten beiden Länderspiele vor der WM-Kader-Nominierung an. Das Aufgebot für die Tests gegen Spanien und Brasilien dürfte mehr als ein Fingerzeig für den WM-Kader sein. Die Auswahl, die Bundestrainer Joachim Löw hat, umfasst rund 50 Spieler! Eine Qual der Wahl. Comunioblog schätzt wieder einmal die Chancen der Spieler ein. 

Dabei wurden alle Nationalspieler berücksichtigt, die in den letzten 24 Monaten für die DFB-Auswahl nominiert wurden und in die vier Kategorien „Sicher dabei“, „Gute Chancen“, „Wackelkandidaten“, „Kaum Chancen“ eingeteilt. Dazu kommen mögliche Überraschungskandidaten. In Klammern vor dem Namen lässt sich die Veränderung zur letzten Einschätzung im Oktober ablesen. 

Defensives Mittelfeld

Sicher dabei

(0) Toni Kroos: Der Madrilene ist sicher aktuell der beste deutsche Spieler. Entsprechend hoch ist auch die Wertschätzung im Nationalteam. Kroos ist einer der Fixpunkte in der Mannschaft und sowas von gesetzt.

(0) Sami Khedira: Khedira ist in Turin unumstrittener Stammspieler und allein aufgrund seiner Erfahrung auch in der Nationalmannschaft ein wichtiger Eckpfeiler. Auch ihn kann nur eine Verletzung stoppen, ansonsten ist er in jedem Fall dabei. 

(+) Ilkay Gündogan: Gündogan hat sich eindrucksvoll nach seinem Kreuzbandriss zurückgekämpft und hat inzwischen eine wichtige Rolle bei Manchester City eingenommen. Die letzten sieben Spiele bestritt er allesamt über 90 Minuten. Er wird sich mit Khedira um die Rolle neben Kroos streiten. 

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Wackelkandidaten

(-) Sebastian Rudy: Auch wenn er zuletzt bei den Bayern nicht mehr so ganz zum Zuge kam, ist seine Premierensaison in München durchaus zufriedenstellend. Bei der brutalen Qualität, die Jogi Löw zur Verfügung hat, könnte es am Ende trotzdem eng werden.

(-) Emre Can: Das gilt wohl auch für Can. Der unermüdliche Antreiber im Liverpooler Mittelfeld wird sich mit Rudy um einen Platz im Kader duellieren. Für beide dürfte sicher kein Platz sein. 

(-) Leon Goretzka: Zumal auch Goretzka weiter in der Verlosung ist. In Topform dürfte er vor Rudy und Can stehen, allerdings plagt sich der Noch-Schalker seit Monaten mit verschiedenen Verletzungen herum, so dass eine Teilnahme längst nicht gesichert ist. 

Kaum Chancen

(-) Julian Weigl: Sein Aufstieg unter Thomas Tuchel in Dortmund war kometenhaft, dann folgte ein Knöchelbruch, der Trainerwechsel und die durchschnittliche Saison der Borussen. Weigl ist immer noch dabei, seine Form aus dem Vorjahr zu finden. Für die WM wird es daher richtig eng. 

(0) Christoph Kramer: Anders als Weigl hat Kramer die Bestform bereits. Er ist wohl die wichtigste Säule im Gladbacher Spiel und doch relativ chancenlos, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Das liegt mehr an der Konkurrenz als an ihm. Ändert aber nichts an der Tatsache.

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Überraschungskandidat

Max Meyer: Seitdem Trainer Domenico Tedesco ihn auf Schalke zum Sechser umfunktioniert hat, spielt Meyer endlich auf einem konstant gutem Niveau. Dass Meyer die Klasse hat, Nationalspieler zu sein, ist unbestritten. Ob das noch vor dem Turnier etwas wird, bleibt abzuwarten.  

*nicht mehr aufgeführt: Diego Demme

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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