RB Leipzig

Foto: © imago / Andreas Pranter
RB Leipzig gehört auch in dieser Saison wieder zur Spitzengruppe in der Bundesliga. Die Sachsen verkraften die Doppelbelastung zumindest physisch auf nationaler Ebene ausgezeichnet. Dabei setzt Trainer Ralph Hasenhüttl auf konsequente Rotation. 

Am 19. September ergriff Hasenhüttl eine ungewöhnliche Maßnahme. Er verordnete Stammtorwart Peter Gulacsi eine Pause und setzte im Spiel gegen Augsburg auf Neuzugang Yvon Mvogo. Viele vermuteten nun, dass Leipzig auch auf der neuralgischen Position zwischen den Pfosten die Rotation ausrufen werde.

Doch es blieb beim einmaligen Wechsel. Gulacsi bestritt alle anderen Spiele und es deutet aktuell nichts darauf hin, dass Mvogo in naher Zukunft weitere Einsätze erhalten wird. Zumal Gulacsi, ohnehin einer der am meisten unterschätzen Keeper der Liga, tadellose Leistungen abliefert.

Die Youngster-Abwehr

Nicht ganz so klar ist die Sache auf der rechten Abwehrseite. Grundsätzlich ist es so, dass Lukas Klostermann sich seinen Platz zurückgekämpft hat. Der Ex-Bochumer fiel fast die komplette Vorsaison aufgrund eines Kreuzbandrisses aus. Jetzt kam er in elf von 17 möglichen Pflichtspielen zum Einsatz. 

Benötigt der U21-Nationalspieler eine Pause übernimmt in der Regel der vielseitige Bernardo, aber auch Benno Schmitz und Stefan Ilsanker machten schon ein Spiel auf der rechten Abwehrseite. Doch gerade Schmitz geriet zuletzt stark ins Hintertreffen. 

Auf links geht kein Weg an Marcel Halstenberg vorbei. Das führte den ehemaligen Paulianer sogar bis ins Nationalteam. Am Freitag soll er sein Debüt im Wembleystadion gegen England geben. Bei RB machte er 15 von 17 möglichen Spielen. Zweimal vertrat ihn Bernardo, der dafür gar nicht mehr als Innenverteidiger zur Debatte steht.

Die Top 10 nach Punkten pro Spiel

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Platz 8: Mats Hummels (Bayern München), 6,27 Punkte pro Spiel, Bildquelle: Imago

 

Das liegt in erster Linie daran, dass sich Dayot Upamecano (30 Punkte) neben Willi Orban etabliert hat. Der französische Youngster wird bereits als potenzieller 100-Millionen-Transfer gehandelt. Upamecano (15) absolvierte bisher sogar noch zwei Spiele mehr als Kapitän Orban (13). Als dritte Kraft kristallisiert sich mittlerweile Ibrahima Konate heraus. 

Neuzugänge machen Druck

Hasenhüttl scheut es dabei nicht, den 18 Jahre alten Neuzugang an die Seite von Upamecano zu stellen. Auch Ilsanker ist hier eine Option. Marvin Compper spielt dagegen keine Rolle mehr und ist nur noch Innenverteidiger Nummer fünf. 

Etwas mehr Bewegung ist dagegen im defensiven Mittelfeld. Diego Demme und Naby Keita, die Platzhirsche der Vorsaison, haben zwar die meisten Einsätze zu verzeichnen, aber mit Kevin Kampl, Konrad Laimer und Ilsanker gibt es genügend Alternativen. Zudem befindet sich Keita in einem Formtief und war zuletzt häufiger ein Sicherheitsrisiko. Auch bei Comunio hat er erst zwölf Punkte gesammelt.

Auf dem Flügel macht Neuzugang Bruma (33 Punkte) den etablierten Kräften Emil Forsberg (28 Punkte) und Marcel Sabitzer (50 Punkte) Konkurrenz. Kampl wäre theoretisch auch hier eine Alternative, durfte es praktisch aber erst einmal sein. 

Auch im Sturm hat ein Neuzugang ein Ausrufezeichen gesetzt. Jean-Kevin Augustin ist mit 45 Punkten aktuell sogar drittbester Leipziger bei Comunio. Dabei kommt er nur auf sieben benotete Einsätze, denn Timo Werner (52 Punkte) und Yussuf Poulsen (13 Punkte) sind weiterhin die Platzhirsche im Angriff. 

Leipzig wechselt zwischen den Spielen punktuell durch. Das sorgt – trotz aller Probleme auf internationalem Parkett – dafür, dass sie in der Bundesliga wieder zur Spitzengruppe zählen. Häufig nicht so spektakulär und Comunio-Punkte-sprudelnd wie im Vorjahr, dafür aber effektiv. Die Rotation macht es für Comunio nicht immer leicht, für die Offensive und die Platzhirsche gilt aber weiterhin eine uneingeschränkte Kaufoption. 

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