Im Aufwind: Alario und Bailey von Bayer Leverkusen

Foto: © imago/DeFodi

Die Werkself erlebte unter Coach Heiko Herrlich keinen guten Saisonstart und steht nach inzwischen 23 Spieltagen dennoch auf einem Champions League-Platz. Wie die Leverkusener sich bislang bei Comunio geschlagen haben, zeigen wir in dieser ausführlichen Comunioblog-Kaderanalyse.

38 Punkte reichen nach 23 Spieltagen für den vierten Platz in diesem Jahr. 10 Siege, 5 Niederlagen – das klingt erstmal nicht schlecht. Wie sich die einzelnen Spieler schlagen, beleuchten wir im Folgenden etwas näher.

Die Abwehr: Bender und Tah überragen den Rest

Vor allem in der Hinrunde funktionierte das deutsche Innenverteidger-Duo Sven Bender/Jonathan Tah hervorragend. Dies belegen auch die Comunio-Punkte: Bender (88) und Tah (76) haben mit Abstand die meisten Punkte in der B04-Verteidigung gesammelt. Retsos (36), Wendell (32) und Henrichs (14) kommen an die Leistung nicht heran. Besonders bei Henrichs kann man von einer Enttäuschung reden – nach seiner starken Debütsaison haben viele erwartet, dass der Youngster nun richtig durchstartet.

Dies war leider nicht der Fall. Im November warfen ihn ein grippaler Infekt und eine rote Karte gegen Leipzig zurück. Auch für die Rückrunde stehen lediglich magere zwei Punkte auf seinem Konto: Zwei Mal gab’s Minus, zwei Mal Plus und einmal wurde er für eine Benotung zu spät eingewechselt. Hoffnung macht jedoch der letzte Spieltag: Der 21-jährige kam gegen Hamburg für den verletzten Wendell und spielte überwiegend souverän und bereitete das 2:0 von Kai Havertz vor. Am jenem Spieltag durfte auch Tin Jedvaj endlich erstmalis in dieser Saison ran und startete gleich mit zwei Pluspunkten. Vielleicht baut der junge Kroate ja darauf auf?

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Das Mittelfeld: Drei Sechser gleichauf – Havertz überzeugt im offensiven Mittelfeld

Die meisten Punkte im Mittelfeld der Werkself verteilen sich fast gleichmäßig auf drei Sechser: L. Bender (58), Baumgartlinger (56) und Aranguiz (54) haben fast identisch viele Punkte und nehmen sich von ihrer Leistung auf dem Platz fast nichts. Die größte Überraschung unter diesen drei Namen ist sicherlich Julian Baumgartlinger, der eine durchaus solide Saison spielt. In der Hinrunde war das Sechser-Trio eigentlich noch ein Quartett – Dominik Kohr musste punktemäßig jedoch etwas abreißen lassen (32).

Hinter den drei eher defensiv ausgerichteten Akteuren kommt der offensivere Havertz (40), der ganz frisch vom International Center for Sport Studies (CIES) auf Platz 9 der vielversprechendsten Fußball-Talente der Welt gewählt wurde und sowohl im zentralen Mittelfeld als auch als Stürmer zu überzeugen weiß.

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Der Sturm: Bayers Aushängeschild sammelt fleißig Punkte

Der Trumpf der Werkself ist sicherlich die unfassbar gute und breit besetzte Offensive. Wie heißt es so schön? Angriff ist die beste Verteidigung. Leverkusen hat in 23 Spielen 43 Tore erzielt – nur Bayern (55) und der BVB (48) haben in dieser Saison mehr Tore erzielt. Der Offensiv-Mann der Stunde ist Leon Bailey, der in dieser Saison voll durchstartet und bei 9 Treffern und 5 Vorlagen steht. Bei Comunio reicht diese Ausbeute für bärenstarke 133 Punkte – das bedeutet Gesamtplatz 3.

Ebenfalls sehr stark präsentieren sich Kevin Volland (92), der sogar schon 10 Treffer erzielt hat, und Julian Brandt (74), der 4 Tore selbst erzielte, weitere 4 vorbereitete und auch sonst auf dem Platz super mit Bailey harmoniert. Kein Wunder, dass Bayer in dieser Saison oft gerne über links kommt – ein spielstarkes Dreieck Bailey – Wendell – Brandt macht dies möglich. Und dann wäre da noch ein gewisser Alario (45), der streckenweise ebenfalls zu überzeugen wusste. Leider fehlt es dem Argentinier im Bayer-Trikot bislang noch an Konstanz, sodass er bei der harten Konkurrenz im Sturm des Öfteren auf der Bank Platz nehmen muss. Die Qualitäten eines guten Stürmers (bislang 5 Tore, 3 Vorlagen) kann man ihm jedoch keinesfalls absprechen.

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Autor: Markus Teschner

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