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Mit Toni Leistner holt sich Köln einen erfahrenen Mann für die Abwehr, der allerdings noch nie seine Erstligatauglichkeit beweisen konnte. Welches Comunio-Potenzial hat der 29-Jährige?

Position: Innenverteidiger. Zwar hat Toni Leistner in jüngeren Jahren auf öfter als Sechser oder Rechtsverteidiger agiert, seit Jahren ist er aber ausschließlich in der Zentrale zu finden. „Er ist ein schneller und robuster Spieler, extrem kopfball- und zweikampfstark“, lobt FC-Geschäftsführer Horst Heldt.

Bisherige Karriere: Der ein- oder andere mag den Namen vielleicht kennen. Vor allem aufmerksame Beobachter der 2. Bundesliga der letzten Dekade. So spielte Leistner insgesamt sieben Spielzeiten im Unterhaus, kam dort insgesamt für Dynamo Dresden und dem 1. FC Union Berlin auf 135 Zweitligaspiele. In jungen Jahren spielte der gebürtige Dresdner auch noch ein Jahr leihweise in der 3. Liga für den Halleschen FC.

 

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Tor: Philipp Pentke (TSG Hoffenheim) - 12 Punkte | Bildquelle: imago images / Pressefoto Baumann

2018 ging es dann ablösefrei auf die Insel zu den Queens Park Rangers in die zweite englische Spielklasse. In der Championship konnte sich Leistner auf Anhieb durchsetzen und, wurde Stammspieler (65 Spiele und zwei Tore in zwei Jahren) und agierte bisweilen sogar als Kapitän.

Nun hat sich der erfahrene Mann, der aber noch nie Erstliga-Fußball gespielt hat, den Traum von der Bundesliga in späten Jahren erfüllt. Leistner kommt leihweise von der Insel. Die Kölner haben jedoch eine Kaufoption.

Einstiegsmarktwert: Mit 2,5 Mio ist Leistner gleich mal etwas teurer als Nebenmann Rafael Czichos, mit dem er sich um einen Platz streiten muss. Für Spieler wie den Mainzer Moussa Niakhate oder Frankfurts Evan Ndicka muss man aktuell ähnlich viel investieren.

Situation: Leistner dürfte in erster Linie ein Transfer für die Breite sein. Aktuell wird Markus Gisdol am recht erfolgreichen Duo in der Innnenverteidigung um Rafael Czichos und Sebastiaan Bornauw festhalten. Das Duo macht seinen Job weit besser, als viele ihm zugetraut hätten. Leistner dürfte den Platz als Innenverteidiger Nummer 3 einnehmen. Dem eigentlich recht talentierten Jorge Mere traut man in der Domstadt offenbar gar nichts mehr zu.

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Leistner muss also auf Verletzungen oder Sperren seiner Vorderleute hoffen. Immerhin: Bornauw steht aktuell bei vier Gelben Karten. Das dürfte Leistner schon bald zu seinem Bundeslig-Debüt verhelfen.

Marktwertpotenzial: Die knapp drei Mio. kann Leistner nur mit regelmäßigen Einsätzen als Stammkraft halten. Ansonsten geht es hier ab dem nächsten Spieltag wohl recht schnell nach unten. Lange halten lohnt sich unserer Meinung also nicht mehr.

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Autor: Karol Herrmann

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