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Nach den äußerst bescheidenen Auftritten vor der Bundesliga-Pause kam die Entlassung von Alexander Nouri in der Hauptstadt nicht mehr besonders überraschend. Mit Bruno Labbadia ist nun ein Trainer bei der Hertha verantwortlich, der zwar immer noch den Ruf eines Feuerwehrmannes hat, der aber zuletzt in Wolfsburg bewiesen hat, dass er durchaus auch langfristig etwas aufbauen kann. Wir verraten euch, wessen Aktien nun steigen dürften.

In seiner letzten Bundesliga-Saison 2018/19 führte Bruno Labbadia den VfL Wolfsburg mit 55 Punkten auf Rang sechs. Dabei setzte er insgesamt auf vier verschiedene Grundformationen, die aber alle eines gemeinsam hatten: In der Abwehr ließ er immer mit Viererkette agieren. Am liebsten stellte er sein Team dabei in einem 4-3-3- oder einem 4-3-1-2-System auf. Das lässt zumindest einige solide Rückschlüsse auf seine Pläne bei der Hertha zu.

Plattenhardt mit Vorteilen in der Defensive

Während Nouri zwischen Dreier- und Viererkette wechselte, dürfte Labbadia in der Defensive fix auf die klassische Viererformation zurückgreifen. Einer der größten Profiteure könnte Marvin Plattenhardt sein. Der ehemalige Nationalspieler hat im Defensivverhalten noch Vorteile gegenüber Maximilian Mittelstädt. Als Standardschütze bringt er auch immer enormes Punktepotenzial mit. Mit einem Marktwert von 920.000 ist er zudem ein echtes Schnäppchen.

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Im Mittelfeld gab es zu Wolfsburger Zeiten immer einen klaren Sechser vor der Abwehr. Davor agierten zwei Achter mit mehr Drang nach vorne. Diese Aufgabenverteilung bietet sich bei der Hertha auch an. Ascacibar sollte als Sechser gesetzt sein, aber davor gibt es personell einige Möglichkeiten. Darida, Grujic und Maier sind sicherlich die aussichtsreichen Kandidaten. Auch Skjelbred kann dort spielen, aber der Abschied des Norwegers im Sommer steht bereits fest – das ist sicher kein Vorteil im Rennen um die Stammplätze.

Im ersten Spiel nach der Pause wird Vladimir Darida zudem gelbgesperrt fehlen. So könnten Grujic und Maier das Pärchen vor Ascacibar bilden. Gerade Maier ist derzeit spottbillig zu haben (Martwert 690.000), aber auch für den zuletzt äußerst formschwachen Grujic (1.730.000) könnte es wieder nach oben gehen. Allerdings endet die Leihe des Serben ebenfalls im Sommer. Will Labbadia die Perspektiven im Kader testen, kommt er an Arne Maier eigentlich nicht vorbei.

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Wer stürmt neben Piatek und Cunha?

In der Offensive dürften auch unter Labbadia Piatek und Cunha gesetzt sein. Das führt aber auch zu einem Problem für Labbadia, denn beide sind im Sturmzentrum am besten aufgehoben. Wenn er in Wolfsburg mit Doppelspitze stürmen ließ, agierte dahinter aber ein klassischer Spielmacher. Der fehlt seit dem Winterwechsel von Ondrej Duda aber im Berliner Kader. Bei der Umstellung auf ein 4-3-3 müsste Cunha vermutlich auf den Flügel ausweichen. Im 4-3-1-2 könnte der Brasilianer auf die Zehn rücken, was die Chance von Lukebakio (3.290.000) auf einen Platz in der Startelf erhöhen würde.

Für den ehemaligen Düsseldorfer müsst ihr aber noch vergleichsweise viel hinblättern, während der völlig abgetauchte Javairo Dilrosun (1.630.000) für die Hälfte zu haben ist. Der Niederländer ist praktisch schon qua Herkunft wie geschaffen für die offensive Flügelposition im 4-3-3. Neben den lohnenswerten Cunha (5,56) und Piatek (5,05) ist der 21-Jährige eine interessante Option mit ganz viel Luft nach oben.

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Autor: Florian Reinecke

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