Jeffrey Bruma steht im Zentrum der neuen Mainzer Abwehrformation.

Foto: © imago images / Kessler-Sportfotografie 
Mainz 05 spielt sich gerade in einem neuen System ein, das für altes Personal neue Chancen bringt. Der große Gewinner der neuen Stabilität ist aber einer, der sie selbst erst ermöglicht.

„Wenn eine Dreierkette so gut spielt wie momentan, hat es kein Gegner leicht, weil immer irgendeiner da ist. Das ist einfach hilfreich, wenn man sagt, wir möchten die Defensive stabilisieren – und das mussten wir ja“, freute sich 05-Trainer Achim Beierlorzer nach dem 0:0 gegen den FC Schalke, mit dem die Mainzer den Titel „Schießbude der Liga“ an den SV Werder Bremen abgab. Dass Mainz wieder sicherer steht, hängt auch mit der taktischen Umstellung zusammen: Zum wiederholten Male ließ Beierlorzer seine Mannschaft im 3-4-2-1 auflaufen, das bei Bedarf schnell zur Fünferkette führen durfte. Die neue Sicherheit hat aber auch personelle Gründe, vor allem in der Person von

Jeffrey Bruma (Abwehr, 2.420.000)

Der Niederländer tut der lange immer wieder von individuellen Fehlern und mangelnder Konzentration und Konsequenz übermannten Mainzer Abwehr sicht- und spürbar gut. Die Leihgabe vom VfL Wolfsburg etablierte sich rasant im Abwehrzentrum. „Das war sehr stabil, was er in seinen beiden Spielen gezeigt hat. Dabei hat er noch gar nicht so viel Zeit mit uns verbracht. Da sieht man aber auch die Qualität des Spielers, dass er so schnell adaptiert, was wir haben wollen“, schwärmt Beierlorzer gegenüber dem SWR von dem 28-Jährigen. Kleiner Makel: Das einzige Gegentor in den beiden Spielen mit Bruma war ausgerechnet ein Eigentor des Niederländers. Mit rund 2,5 Millionen fällt der neue Maizer Abwehrchef noch locker in die Kategorie „Schnapper“.

Jean-Philippe Mateta (Sturm, 4.750.000):

Zugegeben, 0,0 und 1 aus den letzten drei Partien, in denen er eingesetzt wurde, sind nun nicht eben eine flammende EMpfehlung, so viel Geld für ihn auszugeben. Aber: Jean-Philippe Mateta kommt aus einer langen Verletzung und tastet sich weiterhin noch an sein Topniveau heran. Die Trainingseindrücke legen nahe, dass er dem immer näher und näher kommt. Der Franzose drängt mit Macht und Qualität in die Startelf zurück. Da gibt im Moment Adam Szalai den Platzhalter. Der Ungar rackert zwar viel und bindet die Verteidiger, die dann andernorts fehlen, einem Mateta in Topform wird er im Kampf um den Stammplatz aber nicht Paroli bieten können.

Tendenz: Der Franzose rutscht wieder rein und wird bald wieder seine Torgefahr unter Beweis stellen. Das Gute: Es herrscht ein absoluter Einstiegskurs. Nachdem Mateta am 18. Spieltag gegen Freiburg getroffen hatte, eskalierte sein Marktwert direkt auf knapp 8 Millionen. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Daniel Brosinski (Abwehr, 3.120.000):

Heimlich, still und leise hat sich auch Daniel Brosinski wieder in den Fokus gespielt. Der Kapitän war unter Beierlorzer zunächst weitestgehend außen vor, sechsmal wurde Brosinski nur eingewechselt, zweimal blieb er gleich ganz draußen. Nun aber läuft es für den Verteidiger wieder besser, dreimal hintereinander durfte Brosinski von Beginn an ran und sammelte mehr als solide elf Punkte. Und dann ist da ja noch der Faktor Standards: Brosinski tritt – sofern auf dem Platz – in Mainz die Elfmeter und wer die Statistik kennt: Wenn ein Spieler mit dem 05-Wappen auf der Brust anläuft, ist er immer drin. Es winken also Bonuspunkte.

Achtung, es droht eine teure Sperrenflut!
Auch ein Robert Lewandowski schießt nicht nur Tore.

Nicht weniger als 32 Spieler zittern derzeit vor der fünften Gelben Karte - darunter vier Schalker und ein Superstar. Ein Blick in die Liste lohnt sich, um nächste Woche keine böse Überraschung zu erleben.

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Jeremiah St. Juste (Abwehr, 3.900.000):

Läuft bei „Jerry“: Der Holländer, vor der Saison von Feyenoord Rotterdam an den Bruchweg gewechselt, hat sich nach einer eher schwächeren Phase in der zweiten Hälfte der Hinrunde längst wieder stabilisiert – und ist so etwas wie der Mann der Stunde in Mainz, zumindest wenn man Überflieger Robin Quaison mal außen vor lässt: In seinen vier Rückrundeneinsätzen traf der 23-Jährige einmal und sammelte 21 Zähler. Für unter vier Millionen ist das eine schöne, verlässliche Größe.

Apropos „Überflieger“: Wer das Geld – aktuell rund acht Millionen – übrig hat, sichert sich natürlich die Dienste von Robin Quaison. Der Schwede traf in der Rückrunde schon viermal – öfter netzte nur ein gewisser Erling Haaland. Dass es eine Sünde ist, Leandro Barreiro Martins nicht zu verpflichten, wenn sich die Gelegenheit ergibt, haben wir ja schon klar gemacht!

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Autor: ComunioMagazin

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