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Selbst die größten Experten dürften bei der Personalie des 23-jährigen Belgiers wohl noch etwas im Dunkeln stehen. Welchen Defensiv-Spezialisten haben sich die 05er da an Land gezogen?

Position: Dimitri Lavalee kommt ganz klar als Innenverteidiger nach Mainz. Der 1,87 Meter große Linksfuß wurde in jüngerer Vergangenheit aber auch schon auf der Sechs oder als Linksverteidiger eingesetzt. Dynamik, Lernwilligkeit, eine starke Mentalität und ein gutes Kopfballspiel werden ihm nachgesagt.

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Platz 10: Sven Bender | Bayer 04 Leverkusen | 124 Punkte in 33 Spielen | Bildquelle: imago images / Kirchner-Media

Bisherige Karriere: Um es schon einmal vorweg zu nehmen: Viel ist nicht über den Belgier bekannt. Selbst die obligatorischen Skill-Videos auf Youtube sucht man bei Lavalee vergebens. Was wir aber wissen: Der 23-Jährige hat seine Jugend beim exzellenten Ausbilderklub Standard Lüttich verbracht, wo er 2019 der Sprung in die A-Mannschaft aber nicht wirklich gelungen ist.

Eine Leihe in die zweite niederländische Liga zu MVV Maastricht brachte 2018/19 die nötige Spielpraxis. Zurück bei Lüttich konnte sich Lavalee letzte Saison nicht als Stammspieler etablieren. Fünf von 29 möglichen Spielen stand er auf dem Platz, davon dreimal in der Startelf. Ansonsten pendelte er zwischen Bank, Tribüne und Reservemannschaft. Immerhin gab es einen 90-minütigen Einsatz in der Europa League gegen Eintracht Frankfurt im vergangenen Oktober.

So etwas wie Jugendländerspiele für Belgien finden sich in der Vita Lavalees nicht.

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Der Belgier soll Hakimi beim BVB ersetzen, ist aber ein anderer Spielertyp. Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein. Der Einstiegswert bei Comunio ist happig, hat aber jede Menge Potenzial nach oben.

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Einstiegsmarktwert: 160.000. Der neue Mainzer kommt – etwas überraschend – am unteren Marktwertende rein und kostet damit exakt so viel wie etwa Nachrücker aus der A-Jugend.

Situation: Lavalee kommt ganz klar Entwicklungsspieler, an dem noch ordentlich gefeilt werden muss. Die Anlagen sind ohne Zweifel vorhanden, doch wer in Belgien schon keinen Stammplatz hatte, wird es in der Bundesliga auch nicht unbedingt ganz einfach haben.

Während in der Innenverteidigung das Duo um Moussa Niakhate und Jeremiah St. Juste gesetzt sein sollte, fallen die beiden Alternativen Stefan Bell (Vertrag läuft aus) und Alexander Hack (bisweilen spielerisch begrenzt) in den Planungen des Klubs wohl eher ein wenig ab.

Lavalee hat deshalb gute Chancen, sich als dritter Mann in der Reihe anzubieten, wenn in der Innenverteidigung Verletzungen oder Sperren anfallen. Auf der Sechser-Position ist Mainz derzeit hingegen mit Danny Latza, Leandro Barreiro, Kunde Malong und Edimilson Fernandes recht breit besetzt.


Marktwertpotenzial: Den Bonus als einer der bisher noch sehr wenigen Bundesliga-Neuzugänge wird Lavalee schon noch mitnehmen. Er bietet sich als günstiger Einsteiger natürlich als absolut risikofreies Spekulationsobjekt nahezu an. Trotzdem: Wenn der Ball rollt, wird sich der Belgier wohl kaum über der Marke von 1 Mio. halten können. Es wäre eine große Überraschung, wenn ihm schon kurzfristig der Durchbruch gelingen sollte.

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Autor: Karol Herrmann

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