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Mit 28 Jahren landet Jae-sung Lee endlich in der Bundesliga. Reif dafür wäre er schon viel früher gewesen. Aber lohnt er der neue Mainzer auch bei Comunio?

Position

Jae-sung Lee ist der Inbegriff eines polyvalenten Offensivspielers. Er kann als Zehner, Mittelstürmer oder Außenstürmer agieren, ebenso als Schienenspieler. Der technisch versierte Linksfuß dürfte bei Mainz aber ziemlich sicher für das offensive, zentrale Mittelfeld vorgesehen sein.

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Bisherige Karriere

Bis 2018 verdiente der Südkoreaner seine Brötchen in der heimischen K-League. Dort wurde er mit den Jeonbuk Hyundai Motors viermal koreanischer Meister, zweimal Ostasienmeister, gewann die asiatische Champions League AFC und wurde 2017 zum Spieler der Saison in der K-League gewählt.

Dass er nach all den Erfolgen so spät den Weg ins Ausland suchte und dann ausgerechnet bei Holstein Kiel landete, war umso überraschender, schließlich hatte er zu jenem Zeitpunkt schon knapp 40 Länderspiele auf dem Buckel und hatte gerade als Stammspieler mit Südkorea die WM 2018 gespielt.

Für die Kieler war der ohnehin sehr günstige Lee (Ablöse etwa 900.000 Euro) ein absoluter Transfercoup, avancierte er in den letzten drei Jahren zu den besten Spielern der 2. Bundesliga. In 93 Ligaspielen kam er auf 19 Tore und 22 Assists. Die Wege hätten sich aber wohl auch mit einem Kieler Aufstieg getrennt, denn potenzielle Abnehmer standen reihenweise Schlange: Hoffenheim, Crystal Palace, HSV, am Ende machte der 1. FSV Mainz 05 das Rennen, vielleicht auch, weil der Klub seit jeher gute Erfahrungen mit Koreanern gemacht hat.

Einstiegsmarktwert

4 Millionen. Und ja, damit ist Lee direkt der teuerste Mainzer. Der Marktwert kratzte zwischenzeitlich an der 5-Millionen-Marke, fällt aktuell aber wieder auf das Ausgangsniveau zurück.


Situation

Die beiden schärfsten Stammplatzkonkurrenten heißen Jean-Paul Boetius und Kevin Stöger. Zu beiden hatte Bo Svensson aber im letzten halben Jahr kein blindes Vertrauen. Möglich, dass der Coach auf dieser Position deshalb nachbessern wollte. „Er ist unheimlich offensivstark und im Angriff flexibel einsetzbar. Neben seiner feinen Technik bringt Jae-sung auch eine Menge Herz mit“, schwärmte Svensson bereits. Eine Tugend, die dem bisweilen wechselwilligen Boetius und Stöger nicht immer nachgesagt werden kann.

Aber auch sportlich braucht sich Lee vor diesem Duo nicht zu verstecken. Boetius und Stöger können an einem guten Tag zwar ein Spiel alleine entscheiden, lassen ihre Klasse aber in der Summe zu selten aufblitzen. Lee hingegen überzeugte in den letzten Jahren auch mit Konstanz.

Marktwertentwicklung

Die Chancen auf viel Einsatzzeit von Beginn an stehen also gut, aber trotzdem ist das kein Selbstläufer. Vor allem in Anbetracht des hohen Marktwerts ist hier Vorsicht geboten. Der Peak ist aber schon erreicht und sollte Lee zunächst noch als Joker kommen, sind hier ein bis zwei Millionen schnell verbrannt. Trotzdem hat Lee bei einem idealen Verlauf das Potenzial, einen Marktwert von 5 Millionen auch dauerhaft zu halten. Bei Comduo legte er letzte Saison satte 125 Punkte aufs Parkett.

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Autor: Karol Herrmann

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