Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach. imago images / DeFodi

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Der Transfer des 21-jährigen Franzosen zog sich ein wenig wie Kaugummi, am Montag konnte Max Eberl dann endlich Vollzug melden. Damit hat die Borussia den Nachfolger von Thorgan Hazard gefunden. Marcus Thuram ist allerdings ein gänzlich anderer Spielertyp als der Belgier – auch wenn er dieselbe Position spielt. Das ComunioMagazin stellt den Flügelstürmer vor.

Zugegeben: Auch Marcus Thuram greift am liebsten über die linke Flanke an, aber da enden die Parallelen zu seinem Vorgänger eigentlich schon. Während Hazard flink und quirlig unterwegs ist, besticht Thuram eher durch seine unglaubliche Wucht. 1,92 Meter Körpergröße und ein Gewicht von 90 Kilogramm sind eher untypisch für einen Flügelstürmer. Er ist sicher nicht so wendig wie der deutlich kleinere Belgier, dafür aber mindestens genauso schnell.

Thuram ist nur schwer vom Ball zu trennen

Ist der Neu-Gladbacher erst einmal in Fahrt, gibt es kein Halten mehr. Dabei wirken seine Bewegungsabläufe überraschend geschmeidig und der Ball ist durchaus sein Freund. Neben der Sprintstärke versteht Thuram es aber auch exzellent, die Kugel gegen einen oder mehrere Gegenspieler zu behaupten. Hat er einmal den Ball, ist es für den Gegner schwer, ihn ihm abzuluchsen.

Sein rechter Fuß ist der stärkere und so zieht er auch gerne von der linken Seite ins Zentrum und sucht selbst den Abschluss. Allerdings sind seine Flanken mit links auch absolut brauchbar und der Gegenspieler muss sich darauf einstellen, dass es für Thuram im Dribbling immer mehrere Optionen gibt. Darüber hinaus ist auch ziemlich kopfballstark und deshalb auch nach Standards torgefährlich.

„Er ist ein schneller, robuster und torgefährlicher Angreifer, der sehr gut in unseren Kader passt und wir sind sicher, dass er in der Bundesliga seinen Weg gehen wird“, lobte Sportdirektor Max Eberl den neuen Mann nach der Verpflichtung. Sollte die Borussia in der neuen Saison tatsächlich in einem 4-4-2-System mit Raute an den Start gehen, gäbe es seine Idealposition allerdings gar nicht.

Vielseitigkeit als Trumpf im Konkurrenzkampf

In Frankreich hat er ab und zu auch im Sturmzentrum agiert. Das ist aufgrund seiner Statur kein großes Problem. Sein Leistungsmaximum hat er aber auf dem Flügel abgerufen, wo er seine Schnelligkeit am besten ausspielen kann. Egal, ob auf links oder im Zentrum: Seine Chancen auf einen Stammplatz stehen sicherlich ziemlich gut. Da ist der Einstiegsmarktwert von 5.000.000 sicher fair.

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Soviel zu seinen sportlichen Qualitäten, aber beim Namen Thuram taucht natürlich eine Frage auf: Ist er mit Frankreichs Rekordnationalspieler und Welt- und Europameister Lilian Thuram verwandt? Die Antwort ist ja. Marcus Thuram ist Lilians Sohn. Es sind also enorm große Fußstapfen, in die Marcus tritt. Wobei er wesentlich größere Füße haben dürfte als sein prominenter Vater. Schließlich ist er zehn Zentimeter größer.

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Autor: Florian Reinecke

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