Foto: © imago / Sven Simon
Comunios größtes Ärgernis: Ein aufgestellter Spieler zeigt eine schwache Leistung und wird mit der Note 4,5 bis 6 abgestraft. Diese sechs Akteure fuhren in den letzten Saisonspielen oft Minuspunkte ein!
Andreas Christensen (Borussia Mönchengladbach):
Das kennen wir von Andreas Christensen eigentlich gar nicht. Als der Youngster von Borussia Mönchengladbach zuletzt in zwei aufeinanderfolgenden Einsätzen Minuspunkte einfuhr, war er gerade erst in die Bundesliga gekommen. Am 29. und 30. Spieltag der laufenden Saison war es zum zweiten Mal soweit.
Schon beim 3:5 in Hoffenheim gab Christensen keine gute Figur ab – bei fünf Gegentoren erscheint die Note 4,5 für einen Innenverteidiger fast positiv. Schlechter war da schon die Note fünf, die Christensen eine Woche später gegen Dortmund erhielt. Zwei Patzer, die er mit der Durchschnittsnote gegen Mainz nicht ganz geradebügeln konnte. Dennoch hat Christensen noch beste Chancen, die 100-Punkte-Marke zu knacken – mit acht Punkten in den kommendendrei Partien.
Luiz Gustavo (VfL Wolfsburg):
Man könnte die Metapher einer Pralinenschachtel bemühen, um Luiz Gustavo zu beschreiben. „Man weiß nie, was kommt.“ Aber Pralinen schmecken in der Regel gut, daher passt eher der Vergleich mit Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung. Wirklich jeder. Statistik gefällig? -8 Punkte gegen Schalke, 4 gegen Ingolstadt, 6 gegen Hertha BSC, -9 gegen die Bayern. Macht -7 aus den letzten vier Spielen, wobei die negativen Ausschläge -17 Punkte ergeben. Jetzt muss Gustavo eine Sperre absitzen. Also gibt’s keine Minuspunkte – aber auch nichts Positives.
Yannick Gerhardt (VfL Wolfsburg):
Weniger krass sind die Ausschläge bei Yannick Gerhardt. Der Neuzugang aus Köln spielt eine sehr durchwachsene Saison, konnte seine Ablösesumme von 13 Millionen Euro noch nicht rechtfertigen. Für den 23-Jährigen, der anstatt im zentralen Mittelfeld immer wieder auf der Linksverteidiger-Position eingesetzt wird, nieselte es zuletzt zweimal in Folge ein paar Minuspunkte. Dennoch könnte Gerhardt in den entscheidenden Wochen zu einem wichtigen Faktor des VfL Wolfsburg werden. Seine Einsatzchancen stehen jedenfalls nicht schlecht.
Florian Niederlechner (SC Freiburg):
Rechnet man alle Werte zusammen, kommt Florian Niederlechner in den letzten vier Spielen noch ohne Punkt davon. Doch nur eine dieser Partien beendete Freiburgs Stürmer Nummer eins mit einer guten Ausbeute. Am 29. und 31. Spieltag rutschte der neunfache Torschütze dieser Saison in den roten Bereich. In Leipzig blieb Niederlechner komplett blass – Note fünf. In Darmstadt lief es nur unwesentlich besser. Es ist nicht Niederlechners erste Durststrecke in dieser Saison. Aber nach diesen Durststrecken trifft der Ex-Mainzer gerne auch mal mehrfach.
Die größten Flops der Saison 2016/17
Renato Sanches (FC Bayern München, 6 Punkte): Trotz seiner erst 19 Jahre hat sich der Neuzugang seine Debüt-Saison sicher anders vorgestellt. Schließlich schimpft man sich Europameister. Die nüchterne Bilanz: Nur 15 Bundesliga-Einsätze, davon fünf in der Startelf. Dafür, dass Sanches in Carlo Ancelottis Plänen praktisch keine Rolle spielt, sind 35 Millionen Ablöse plus X dann doch ein bisschen viel. Foto: Picture Alliance































