Gonzalo Castro ist neu beim VfB Stuttgart

Foto: © imago / Pressefoto Baumann

Mehr als 30 Spieler wechselten diesen Sommer bereits innerhalb der Liga. Im sechsten Teil beleuchten wir die Perspektiven von Diallo, Castro, Didavi, Ginczek, Mascarell und Barkok.

Abdou Diallo (Borussia Dortmund, Abwehr, 5.390.000)

Situation: Diallo war seit seinem Wechsel zum BVB ein großer Marktwertgewinner, inzwischen hat er sich irgendwo zwischen 5 und 6 Mio. eingependelt. Da Sokratis Dortmund definitiv verlassen wird und Dan-Axel Zagadou wohl verliehen werden soll, muss sich  der Kapitän der französischen U21 mit Manuel Akanji und Ömer Toprak um einen Stammplatz in der Innenverteidigung streiten.

Comunioblog-Prognose: Diallo hat in seiner Bundesliga-Premierensaison mehr als überzeugt und ist nicht nur – gemeinsam mit Andre Schürrle – ein Rekordtransfer des Vereins, sondern auch ein absoluter Wunschspieler von Lucien Favre. Er dürfte von allen drei Innenverteidigern also die besten Karten haben, zumal Diallo genau so gut auch auf der linken Seite verteidigen kann.

Gonzalo Castro (VfB Stuttgart, Mittelfeld, 5.000.000)

Situation: Castro hätte bei Dortmund nach dem Kauf von Thomas Delaney wohl nur noch wenig Perspektiven gehabt, auch wenn er mit Lucien Favre überhaupt noch nicht gesprochen hat, wie er auf der Pressekonferenz sagte. Es geht also auf der Karriereleiter im Alter von 31 Jahren nach unten. Dem VfB Stuttgart wird er mit seiner Erfahrung von 358 Bundesliga-Spielen aber definitiv weiterhelfen.

Comunioblog-Prognose: Castro ist als Stammspieler verpflichtet worden, dennoch tummeln sich im zentralen Mittelfeld der Schwaben derzeit viele gute Spieler. Er wird wohl seinen Platz auf der Doppelsechs neben Santiago Ascacibar oder auf der Acht gemeinsam mit Christian Gentner finden.  

Daniel Didavi (VfB Stuttgart, Mittelfeld, 5.850.000)

Situation: Der ewige Stuttgarter bekam nach zwei Jahren bei Wolfsburg heimweh und wollte zwingend wieder zurück. Nun ist es zwar durchaus bekannt, dass Didavi stets ein heißer Kandidat für das Lazarett ist, trotzdem kam er in der letzten Saison auf 30 Bundesliga-Spiele mit beachtlichen 15 Torbeteiligungen.

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Comunioblog-Prognose: Die Qualitäten Didavis – vor allem im Abschluss – sind hinlänglich bekannt und der 28-Jährige wird bei seinem alten Verein keine Eingewöhnungszeit brauchen. Im offensiven Mittelfeld ist sein einziger wirklicher Konkurrent der aufstrebende Erik Thommy. Doch hier sollte Didavi klar die Nase vorne haben. Dass er die Rückennummer 10 trägt, zeugt gleich sein Selbstvertrauen, das er mitbringt. Das einzige Problem könnte letztlich die Systemfrage sein, denn wenn es keinen klaren Zehner gibt, etwa in einem 4-3-3 oder in einem 4-4-2 mit offensiven Außen, gibt es für Didavi keine Idealposition.

Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg, Sturm, 4.320.000)

Situation: Der Tausch zwischen Didavi und Ginczek macht auf den ersten Blick für alle Beteiligten viel Sinn, schließlich suchte Stuttgart einen Mittelfeldspieler und Wolfsburg einen Stürmer. Ginczek geht damit der Konkurrenzsituation mit Mario Gomez aus dem Weg und wird sich zeitgleich auch noch di ein oder andere Mark hinzuverdienen. Wäre da nur nicht die ständige Verletzungsanfälligkeit: In den letzten fünf Jahren kam er nur einmal auf mehr als 20 Ligaspiele. Das war immerhin 2017/18.

Comunioblog-Prognose: Ginczek war ein Wunschtransfer der Wolfsburger. Er steht jedoch in direkter Konkurrenzsituation mit dem aufstrebenden Niederländer Wout Weghorst, der mit seiner wuchtigen Erscheinung ein ähnlicher Spielertyp ist. Beide werden wohl eher selten gemeinsam auf dem Platz stehen, da man ja mit Yunus Malli noch über einen klassischen Zehner verfügt. Es wird also letztlich davon abhängen, welcher Wolfsburger Stürmer sich als besserer Knipser erweist.

Omar Mascarell (FC Schalke 04, Mittelfeld, 4.270.000)

Situation: Kaum war Mascarell nach Schalke gewechselt, stieg sein Marktwert um gut eine Million an. Der Spanier ist der sinnvolle Nachfolger für Max Meyer, hatte jedoch in der Vergangenheit arge Verletzungssorgen. Die Qualitäten des bei Real Madrid ausgebildeten Sechsers sind jedoch unbestritten und so war er auch einer der Garanten, warum Frankfurt das DFB-Pokalfinale gegen Bayern so souverän gewann.

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Comunioblog-Prognose: Es wird eng in der Schalker Mittelfeldzentrale: Nabil Bentaleb, Weston McKennie, Suat Serdar und auch Johannes Geis kommt ja erst einmal zurück. Von allen genannten ist hat Mascarell aber gewiss die besten Karten auf einen Stammplatz und das in erster Linie weil er von all jenen der beste Defensivspieler ist. Sein Stammplatz sollte sicher sein.

Aymen Barkok (Fortuna Düsseldorf, Mittelfeld, 990.000)

 Situation: Der DFB-U21-Nationalspieler gilt immer noch als Riesentalent. Nachdem er in einem seiner ersten Bundesliga-Spiele gleich mit einem Traumsolo inklusive Tor glänzte, wurde er in seiner zweiten Saison bei Frankfurt nur noch neun Mal eingesetzt. Tendenz also: Rückschritt? Bei Düsseldorf sollten seine Einsatzchancen zumindest besser sein. Und das man noch an ihn glaubt, beweist alleine die Rückkaufoption, die sich die Eintracht gesichert hat.

Comunioblog-Prognose: Der spielerisch starke Barkok könnte beim Aufstieger das belebende Element sein und etwa die Lücke schließen, die Florian Neuhaus hinterlassen hat. Sein schärfster Konkurrent wird aber Kevin Stöger sein, der sich bei Bochum in der 2. Liga zuletzt richtig gut entwickelt hat. Und da auch etwa ein Marvin Ducksch im offensiven Mittelfeld spielen kann, wird Barkok wohl vorerst nur die Rolle des Edeljokers bleiben.

 

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Autor: Karol Herrmann

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