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Der FC Bayern ist Herbstmeister und stand im ersten halben Jahr unter Carlo Ancelotti die meiste Zeit auf Tabellenplatz eins – und dennoch ist man beim Rekordmeister nicht rundherum zufrieden. Allerdings hat man ein großes Ziel ganz fest im Visier, worunter Comunio-Manager leiden könnten.

Kaderwert: 111, 610 Mio.
Kaderpunkte: 955
Comunio-Platzierung: 1
Bester Spieler: Robert Lewandowski – 104 Punkte

Die Situation: 16 Spiele, zwölf Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage. Drei Punkte auf den Zweiten, neun auf den Dritten. So liest sich das Halbjahreszeugnis von Carlo Ancelotti beim FC Bayern München in der Bundesliga. An und für sich keine schlechten Werte, wäre der Italiener nicht Trainer an der Säbener Straße und wäre sein Vorgänger nicht Pep Guardiola gewesen.

So ist man in München durchaus zufrieden, wirklich begeistert ist man allerdings noch nicht von den Darbietungen der Elf. Ancelotti setzte von Beginn an auf Rotation, ließ auch arrivierte Spieler öfters auf der Bank, als diese es vielleicht gewohnt waren. Philipp Lahm beispielsweise durfte bislang lediglich elf Mal ran, was seiner Leistung allerdings keinen Abbruch tat (59 Punkte).

Auch Franck Ribery oder Arjen Robben, inzwischen schon jenseits der 30, bekamen von Carletto ihre Verschnaufpausen, sodass es den einen oder anderen Comunio-Manager geärgert haben dürfte, wenn sein teurer Star mal wieder auf der Bank saß und keine Zähler holte. Aber das ist eben die Crux bei Bayern-Spielern.

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Sommerneuzugang Mats Hummels hat sich sofort zum Abwehrchef aufgeschwungen, Jerome Boateng hingegen fiel in ein kleines Leistungstief (lediglich 20 Punkte), wurde von Karl-Heinz Rummenigge öffentlich kritisiert und fehlt nun wegen einer Schulter-OP bis Mitte März. Wenigstens Javi Martinez blieb endlich einmal weitestgehend verletzungsfrei.

Überragender Thiago – Sorgenkind Müller

Im Mittelfeld zeigte nun Thiago Alcantara endlich, warum Pep ihn vor drei Jahren unbedingt wollte. Hinter Comunio-Monster Robert Lewandowski ist der Spanier mit 96 Punkten der beste Bayern-Akteur, allerdings verletze er sich im Trainingslager und konnte in Dubai kaum mit der Mannschaft trainieren.

In der Wüste zeigten vor allem die Oldies Ribery und Robben, der seinen auslaufenden Vertrag nochmals um ein Jahr bis 2018 verlängert hat, dass sie für die Bayern immer noch unersetzlich sind. Mit Douglas Costa und Kingsley Coman stehen zwar ihre Nachfolger bereit, an die Klasse von „Robbery“ kommen sie noch nicht ran.

Ein kleines Sorgenkind in der Hinrunde war Thomas Müller, der erst am 14. Spieltag seinen ersten Saisontreffer erzielte und mit 33 Zähler seine bislang schlechtestes Halbserie spielte, weil er in Ancelottis System noch nicht seinen Platz gefunden zu haben scheint.

Trotz der nicht vollständigen Zufriedenheit im Umfeld ist die Stimmung innerhalb der Truppe bestens. Auffällig oft erwähnen die Spieler, wie gut sie mit Ancelotti zurechtkommen. Vor allem menschlich scheint es zwischen ihm und seinen Spielern zu passen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Italiener den Champions-League-Titel als erstes Saisonziel im Visier hat, wodurch Liga und Pokal eher eine untergeordnete Rolle spielen und die Rotation eher auf den Triumph in der Königsklasse ausgelegt ist. Kein leichtes Los für Comunio-Manager.

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Das sagten wir vor der Saison: Der FC Bayern war auch im Sommer schon das Nonplusultra. Daran hat sich – logischerweise – auch jetzt nichts geändert. Das Dilemma für die Comunio-Manager bei Bayern-Akteuren hatten wir vor dem Saisonstart auch schon erwähnt.

Comunio-Player to watch: Franck Ribery. Der Franzose wirkte im Trainingslager fit und spritzig wie lange nich, deutete seine starke Form auch in den Testspielen an, wo er vor allem beim Telekom Cup ordentlich Party feierte. Ribery wird vermutlich auch in der Rückrunde seine Pausen bekommen und nicht in jedem Spiel zum Einsatz kommen. Aber wenn er spielt, dürfte er fit und ausgeruht sein – und somit auch fett punkten. Gleiches gilt für Robben.

Prognose: Der FC Bayern wird auch in diesem Jahr Meister werden. Zum einen, weil der Kader es zulässt, dass man auf drei Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann und zum anderen gibt es in der Liga leider (noch) keinen ernsthaften Konkurrenten. RB Leipzig ist noch nicht soweit, die Hertha als Tabellendritter schon mal gar nicht und der BVB muss schauen, dass er zunächst Konstanz in sein Spiel bekommt.

Zugänge:

Abgänge: Holger Badstuber (FC Schalke 04, Leihe), Julian Green (VfB Stuttgart, 0,3 Mio.)

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Autor: Florian Schimak

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