Foto: Philipp Szyza / HOCH ZWEI
Sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge, zufriedene Spieler, der Trainer verlängert. Vollkommen untypisch verlief die Hinrunde des Hamburger SV. Was ist in der zweiten Saisonhälfte zu erwarten?

Die Situation: Eine bewegte Hinserie liegt hinter dem HSV: 0:5 zum Auftakt gegen die Bayern, später folgten beeindruckende Siege wie das 3:0 in Gladbach oder das 3:1 gegen den BVB. Unterm Strich stehen die Hamburger auf einem respektablen 10 Platz in der Liga. Nach Jahren erbitterten Abstiegskampf ist das durchaus beachtlich.

Nur unwesentlich schlechter lief es auf Comunio, wo die Mannschaft den elften Platz belegt. 474 Punkte haben die Profis des HSV in unserem Manager-Spiel erreicht, 259 davon auswärts. Somit sind die Hanseaten das fünftbeste Comunio-Team in der Fremde.

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Punktbester Akteur in den Reihen der Rothosen ist Lewis Holtby, der 66 Punkte und obendrein noch eine bronzene Spieler-des-Monats-Auszeichung (November) auf dem Konto hat. Dicht hinter ihm folgen René Adler (60) und Pierre-Michel Lasogga (56).

Interessant ist, dass sich die Punktspitzen des HSV nicht auf einen Mannschaftsteil, Offensive oder Defensive beschränken, sondern es in jedem Gebiet einen herausragenden Akteur gibt. Im Tor Adler, in der Verteidigung Johann Djourou (48 Punkte), im Mittelfeld Holtby und im Sturm Lasogga.

Nicht unwesentlich an der relativ konstanten HSV-Hinrunde war Coach Bruno Labbadia beteiligt, der die Mannschaft in der vergangenen Saison noch vor dem Abstieg rettete. Zur Belohnung wurde sein Vertrag nun vorzeitig bis 2017 verlängert.

Das sagten wir vor der Saison: Vor der Saison standen wir der Hamburger Spielzeit sehr kritisch gegenüber, vor allem aufgrund der Seuchenjahre 2013 und 2014 sowie wegen des Ausverkaufs der wenigen Talente (Tah, Beister). Bislang schlägt sich der HSV jedoch wacker und liefert das, was wir vor der aktuellen Spielzeit als „sehr gute Saison“ einstuften: Eine Performance im gesichterten Mittelfeld. Ganz ohne Chaos kommen die Hanseaten jedoch auch in diesem Jahr nicht aus, Stichwort: Rucksack-Affäre.

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Nicolai Müller. Der Relegationsheld erzielte 32 seiner 35 Zähler ab dem elften Spieltag, schloss die Hinrunde nach schwachem Start also mehr als solide ab. Sollte der Stürmer diese Form konservieren können, könnte er in der Rückserie bei über 50 Punkten landen. Mit aktuelle 2,6 Millionen Marktwert wäre Müller noch einigermaßen erschwinglich.

Prognose:

Saisonverläufe des HSV vorherzusagen ist in etwa so einfach wie das Finden der berühmten Nadel im Heuhaufen. Zu viel Unvorhersehbares geschieht an der Elbe. Solange das Unvorhersehbare nicht eintritt, gibt es jedoch keinen Grund daran zu zweifeln, dass die Hamburger ihre solide Saison fortsetzen. Die Qualität für den frühzeitigen Klassenerhalt ist defintiv gegeben, ernsthafte europäische Ambitionen sollte der Verein jedoch nicht wahren.

Auch wenn in dieser Saison nicht mehr als ein Mittelfeldplatz herausspringen wird, scheint der Verein nach Jahren der Orientierungslosigkeit wohl endlich auf dem richtigen Dampfer zu sein – mit dem richtigen Kapitän an Bord.

Zugänge: Dren Feka (eigene Jugend)

Abgänge: Ronny Marcos (Greuther Fürth)

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Autor: Philipp Awounou

Leidenschaftlicher Schreiber und Student an der Sporthochschule Köln;)

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