RB Leipzig: Reicht es für den Meistertitel?

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Holpriger Start, Trainerwechsel, neuer Sportchef. Inzwischen läuft die Saison 22/23 aber für RB Leipzig. Was bringt die Rückrunde für die Roten Bullen? Eine Vorschau!

Kaderwert: 106.510.000 (Stand: 18.01.23)
Kaderpunkte: 685
Bester Spieler: Christopher Nkunku (102 Punkte)

Die Situation bei RB Leipzig

RB Leipzig ist wie gewohnt mit den Ansprüchen in die Saison gestartet, das internationale Geschäft zu erreichen. Ein Blick auf die Tabelle verrät: Nach 15 Spieltagen sind die Sachsen auf Kurs. Mit sechs Punkten hinter dem Rekordmeister schielt man von Platz drei sogar ganz nach vorne.

Gegen jenen FC Bayern startet RB auch direkt nach der WM- und Winter-Unterbrechung in die „extralange Rückrunde“ – mit etwas Glück könnte der Rückstand also schon bald nur noch drei Punkte betragen. Es gibt jedoch zwei Wermutstropfen vor dem Spiel gegen die Münchner: Top-Stürmer Christopher Nkunku (Außenbandriss im Knie) und Kapitän Peter Gulacsi (Kreuzbandriss) fehlen dem Team von Marco Rose verletzt. Während Ersterer, der sich kurz vor der WM verletzte, bereits wieder auf dem Weg der Besserung ist, wird Keeper Gulacsi noch längere Zeit ausfallen.

Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Der im Sommer zu RB zurückgekehrte Timo Werner, der wie Nkunku die WM verletzt verpasste, hat seinen Syndesmosebandriss auskuriert und kann wieder voll angreifen. Ähnliches gilt für Linksverteidiger David Raum, der ebenfalls im Sommer-Transferfenster zu den Roten Bullen kam und zuletzt mit einer Sprunggelenksverletzung kürzer trat.


Ansonsten kann Marco Rose so ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Die Vorbereitung lief für RB fast reibungslos, abgesehen von der 2:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Der RB-Coach ordnete das Spiel so ein, dass „wir uns wieder ins rechte Licht rücken. Wir wussten zuletzt ja gar nicht mehr, wie es ist, Spiele zu verlieren.“ Das nötige Selbstvertrauen für eine erfolgreiche Rückrunde ist also definitiv vorhanden.

Es ist nun wichtig, dass vor allem Christopher Nkunku und Timo Werner wieder schnell bei 100 Prozent sein werden und auf Torejagd gehen können. Werner könnte bereits gegen den FC Bayern München wieder im Kader stehen, Nkunku wird im Februar zurück erwartet.

Alle Rückrundenvorschauen im Überblick

Mögliche Stammaufstellung von RB Leipzig

Blaswich – Simakan (Klostermann/Henrichs), Orban, Gvardiol, Raum (Halstenberg) – Laimer, Schlager – Szoboszlai, Olmo (Forsberg) – Nkunku (Silva), Werner

Info: Raum dürfte am 16. Spieltag nach seinen Sprunggelenksproblemen zunächst nur als Joker zum Einsatz kommen, generell aber die Nase vor Halstenberg haben. Nkunku fehlt zunächst noch verletzt.

Das sagten wir vor der Saison

Im Sommer schrieben wir: „Wenn Tedesco das Niveau seiner Mannschaft halten kann, ist Leipzig zwangsweise ein Titelkandidat. Seit er an der Seitenlinie steht, sind die Sachsen mindestens genauso stark wie Bayern.“ Zugegeben, mit dieser Einschätzung lagen wir nur so halb richtig: Ja, RB Leipzig gehört tatsächlich zu den Titelkandidaten. Domenico Tedesco steht jedoch schon seit Anfang September schon nicht mehr als Trainer von RB an der Seitenlinie – nach dem 1:4 gegen Schachtar Donetsk wurde Tedesco freigestellt. Mit Marco Rose kam der Erfolg und das nötige Selbstvertrauen zurück.

Ergänzend fügten wir im Sommer noch hinzu: „Ein Platz unter den ersten drei ist eigentlich Pflicht. Nach oben ist aber tatsächlich alles möglich.“ An dieser Aussage hat sich absolut nichts geändert – gerade mit einem Sieg direkt am 16. Spieltag wäre im wahrsten Sinne des Wortes alles möglich.

Player to watch

Konrad Laimer. Bei RB einen einzelnen Player to watch herauszupicken, ist eine richtig schwere Auswahl. Die Qualität ist auf jeder Position enorm hoch. Wir entscheiden uns für Konrad Laimer – der Mittelfeldmann fehlte aufgrund eines Syndesmosebandrisses seit Mitte September und verpasste den Großteil der Hinrunde. Nun ist der viel umworbene 25-jährige wieder fit und zeigte sich in der Vorbereitung in toller Form. Schon in der Vergangenheit wurde Laimer immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht – mit guten Leistungen in der Rückrunde könnte der Wechsel im kommenden Sommer dann über die Bühne gehen.

Die besten Torhüter der Hinrunde 2022/23

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Platz 10: Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen) - 35 Punkte | Stand: nach dem 15. Spieltag | Foto: imago images / Nordphoto

 

Prognose

Die Prognose haben wir unter „Das sagten wir im Sommer“ quasi vorweg genommen. RB Leipzig zeigte sich unter Marco Rose bockstark, mit Werner und Nkunku stehen zeitnah die zwei wohl besten Offensivakteure wieder zur Verfügung. RB Leipzig wird unter den Top 3 landen – nach oben ist aber alles möglich. Comunio-Manager, die bereits Leipziger im Kader haben oder noch relativ viel Budget übrig haben, um sich die nicht ganz günstigen Spieler ins Team zu holen, könnten in der Rückrunde viel Freude haben.

Und wer weiß, vielleicht landet der neue Sportchef Max Eberl ja direkt im Winter noch einen Transfer-Coup. Erste Transfers für den Sommer schwirren ja bereits durch die Medien – zuletzt fiel vermehrt der Name Kone, der als Nachfolger von unserem Player to watch Konrad Laimer für das zentrale Mittelfeld bei RB Leipzig gehandelt wird.

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Örjan Nyland (vereinslos), Caden Clark (New York RB, Leih-Ende)

Abgänge: Hugo Novoa (FC Basel, Leihe)

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