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Bo Svensson hat den sicheren Absteiger Mainz sensationell gerettet. Was kann der Coach jetzt noch aus der Mannschaft herausholen?

Kaderwert: 50.530.000
Comunio-Platzierung: 15
Bester Spieler der Vorsaison: Jean-Paul Boetius (94 Punkte)

Die Situation

Als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht musste der 1. FSV Mainz 05 noch ins neue Jahr gehen. Lediglich sechs Zähler hatte die Mannschaft nach 15 Spieltagen gesammelt. Ein eigentlich sicherer Abstieg. Doch nach dem Missverständnis mit Achim Beierlorzer hat Bo Svensson den Club noch souverän auf Platz 12 geführt.

Was also wäre nur möglich gewesen, wenn Svensson das Zepter bereits am 1. Spieltag übernommen hätte? Diese Chance hat der Ex-Profi nun also und es dürfte eine spannende Frage werden, ob er das Pensum der letzten Saison weiterhin halten kann. Fakt ist: Unter Svensson ist Mainz eine Mannschaft, die sich sogar unter das erste Tabellendrittel mischen kann.

Der dänische Übungsleiter kann im Grunde auf das gleiche Korsett vom letzten Jahr zugreifen. Mit Robin Quaison wurde zwar ein Top-Stürmer abgegeben, der Schwede hatte unter Svensson aber ohnehin einen schweren Stand. Ähnliches gilt für Pierre Kunde (Olympiakos Piräus), Robert Glatzel (HSV) und Danny Latza (Schalke 04). Getroffen haben da schon eher die Abgänge der beiden Stamm-Außenverteidiger Danny da Costa (Rückkehr zu Frankfurt) und Philipp Mwene (PSV Eindhoven).

Hier haben die Verantwortlichen um Martin Schmidt aber schon reagiert: Für die rechte Abwehrseite kommt der erfahrene Schweizer Nationalspieler und EM-Fahrer Silvan Widmer. Als Pendant für die linke Seite kommt Anderson Lucoqui von Arminia Bielefeld. Und auch im zentralen, offensiven Mittelfeld, wo Svensson weder mit Jean-Paul Boetius noch mit Kevin Stöger so richtig glücklich war, hat er mit Jae-sung Lee aus Kiel einen Wunschspieler bekommen, der sich endlich in der Bundesliga beweisen darf.

Es dürfte aber schon noch einiges passieren. Der Mannschaft, die wie nahezu jedes Jahr mit vielen interessanten Comunio-Spielern bestückt ist, mangelt es an einem Mittelstürmer, der auch mal für 15 plus X Saisontore gut ist.

Alle Saisonvorschauen im Überblick

Mögliche Stammaufstellung

Zentner (Dahmen) – St. Juste, Bell, Niakhate – Widmer, Barreiro, Kohr (Stach), Lucoqui (Brosinski)  – Lee (Boetius) – Burkardt, Onisiwo

Die 18 Aufsteiger der Saison

Bild 3 von 18

Borussia Dortmund: Jude Bellingham (76 Punkte). Spielt, als wäre es bereits sein zehntes Bundesliga-Jahr. Ist aber immer noch 17. © imago Images /Team2

 

Comunios Player to watch

Jonathan Burkardt hat gerade zum Saisonende eine starke Entwicklung genommen. Der vielseitige Offensiv-Spieler genießt das Vertrauen von Bo Svensson und hat noch ein enormes Potenzial nach oben. Der Trainer hat ihm bei einer entsprechenden Entwicklung bereits mehr Einsatzzeiten in Aussicht gestellt. Am Engagement mangelt es dem 21-Jährigen sowieso nicht, jetzt müsste er vor dem gegnerischen Tor aber noch ein wenig zielstrebiger werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass er hier den nächsten Schritt geht, ist groß und dann sind die aktuell rund drei Millionen auch gut angelegt.

Youngster to watch

David Nemeth wurde erst im letzten Sommer für die Reserve verpflichtet und direkt zu Sturm Graz nach Österreich verliehen. Dort hat der 20-jährige Innenverteidiger aber eine derart starke Entwicklung genommen, dass er als Stammkraft immerhin dritter in der dortigen Bundesliga wurde. Für diese Saison wird er folgerichtig zu den Profis befördert. Dem Duo um Moussa Niakhate und Jeremiah St. Juste wird er noch nicht das Wasser reichen können, aber das Potenzial, um Stefan Bell und Alexander Hack den internen Kampf anzusagen, ist in jedem Fall gegeben.

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Prognose

Wenn Mainz so weiterspielt wie bisher unter Svensson, sind die hinteren Europapokal-Ränge keine Träumerei. Realistischer ist natürlich eher eine Einordnung im grauen Mittelfeld, eiin einstelliger Tabellenplatz ein realistisches Ziel. Mit dem Abstiegskampf werden die Mainzer diesmal nichts zu tun haben.

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Anton Stach (Greuther Fürth), Silvan Widmer (FC Basel), Jae-sung Lee (Holstein Kiel), Dominik Kohr (Eintracht Frankfurt, Leihe), Anderson Lucoqui (DSC Arminia Bielefeld), Ronael Pierre-Gabriel (Stade Brest, Leihe endet), Jonathan Meier (SG Dynamo Dresden, Leihe endet), Aaron Martin (Celta Vigo, Leihe endet), David Nemeth (eigene U23)

Abgänge: Dong-won Ji (FC Seoul, vorher an Eintracht Braunschweig verliehen), Robin Quaison (Al-Ettifaq), Abass Issah (HNK Rijeka, Leihe), Kunde Malong (Olympiakos Piräus), Florian Müller (VfB Stuttgart, zuvor an SC Freiburg verliehen), Erkan Eyibil (Antalyaspor), Marlon Mustapha (FC Flyeralarm Admira Wacker Mödling, Leihe), Philipp Mwene (PSV Eindhoven), Levin Öztunali (1. FC Union Berlin), Dimitri Lavalee (VV St. Truiden, Leihe, war bereits ausgeliehen), Danny Latza (FC Schalke 04), Robert Glatzel (Cardiff City, Leihe endet), Danny da Costa (Eintracht Frankfurt, Leihe endet)

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