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Borussia Dortmund hat nicht nur auf dem Transfermarkt bemerkenswert zugeschlagen, sondern geht auch ganz offen mit dem Saisonziel „Titel“ hausieren. Aber ist der BVB diesmal wirklich stärker als die Bayern? Die Comunio-Saisonvorschau.

Kaderwert: 147,35 Mio.
Comunio-Platzierung: 2. 
Bester Spieler der Vorsaison: Jadon Sancho (196 Punkte)

Die Situation

Schon kurz nach Ende der letzten Saison, als die Tränen aufgrund der knapp verpassten Meisterschaft noch nicht einmal trocken waren, verblüffte der BVB bereits mit spektakulären Transfers: Nico Schulz, Julian Brandt und Thorgan Hazard. Drei Spieler, die der Bundesliga in den letzten Jahren ihren Stempel aufdrückten.

Und dann kam plötzlich, womit wirklich niemand gerechnet hatte, auch noch Mats Hummels zurück, der je nach Sichtweise entweder vor Nico Kovac oder der Konkurrenzsituation bei Bayern floh. Vermutlich eine Mischung aus beidem.

Die zehn besten Dortmunder der Saison 2018/19:

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Platz 9: Manuel Akanji (Abwehr), 83 Punkte, Bildquelle: imago images / Eibner

Die Transfers wirken vor allem auch deshalb so clever, weil sie sich letztlich nahezu mit den Millionen durch die Verkäufe von Christian Pulisic (für 64 Millionen zum FC Chelsea) und Abdou Diallo (32. Mio zu PSG) finanzieren ließen. Beide spielten ohnehin keine zentrale Rolle bei den Schwarz-Gelben mehr. Wenn der Kader jetzt nach und nach noch verkleinert wird, könnten Zorc und Co. sogar mit einem Transferplus aus diesem Sommer gehen.

Mit den neuen Spielern, Außenverteidiger-Talent Mateu Morey soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, gilt es natürlich, neue Ziele zu formulieren. Und weil Dortmund bereits in der letzten Saison 21. Spieltage auf Platz eins stand, soll es jetzt endlich mit der Meisterschaft klappen. Hans-Joachim Watzke formulierte das Saisonziel bereits recht früh, der innere Antrieb dazu soll jedoch aus der Mannschaft selbst gekommen sein.

Der zentrale Spieler bleibt dabei weiterhin Marco Reus. Um ihn herum wurde die Mannschaft 2018/19 aufgebaut. Ihm zur Seite steht nun aber mit Axel Witsel und Mats Hummels, der neben seiner Erfahrung und seinem exzellenten Spielaufbau vor allem auch die Anfälligkeit bei Standards beheben soll, eine zentrale Achse mit enormer Qualität und Erfahrung. Garniert mit genialen Offensivspielern wie Brandt, Hazard, Guerreiro und Sancho braucht sich Dortmund qualitativ definitiv nicht hinter den Bayern zu verstecken.

Comunios Player to watch

Klar, Reus und Sancho haben locker das Potenzial, um punktbester Spieler der Saison zu werden. Nach jetzigem Stand der Dinge lohnt sich aber vor allem ein Blick auf Paco Alcacer. Der Spanier war in seiner Premieren-Saison oft verletzt und nie wirklich fit, und wenn er nicht gerade eines seiner 18 Saisontore erzielte, oft unsichtbar.

Die Vorbereitung und der Supercup haben aber gezeigt, dass Alcacer inzwischen voll im Saft steht. Er wird noch einmal deutlich einen draufsetzen können. Dafür, dass er mit 11 Mio. aktuell noch nicht einmal zu den zehn teuersten Stürmern gehört, fast schon eine Kaufpflicht.

Youngster to watch

Mateu Morey kommt vom FC Barcelona und soll langfristig den in die Jahre gekommenen Lukasz Piszczek ersetzen. Dass er aber schon viel früher als erst 2020 eine gute Rolle spielen könnte, hat er in den Testspielen bereits eindrucksvoll angedeutet. Nachdem Morey zunächst sehr teuer bei Comunio war, ist sein Marktwert aufgrund seiner Schulterverletzung, die ihn zunächst für zwei Monate außer Gefecht setzen wird, wieder stark gesunken. Er wird spätestens zur Rückrunde eine Rolle spielen – und wenn auch nur als Joker. 

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Prognose

Weil Bayern in einem Umbruch steckt und sich auf dem Transfermarkt schwertut, wittert man in Dortmund Morgenluft. Wenn alle Rädchen greifen, ist der Titel absolut möglich. Wenn sich Dortmund aber wieder so oft selbst im Wege steht, wie in diesem Frühjahr, dann werden am Ende nicht nur die Bayern, sondern sogar auch Leipzig vorbeiziehen.

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Mateu Morey (FC Barcelona), Mats Hummels (FC Bayern München), Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Tobias Raschl (eigene Jugend), Luca Unbehaun (eigene Jugend), Patrick Osterhage (eigene Jugend), Paco Alcacer (FC Barcelona, nach Leihe fest verpflichtet), Shinji Kagawa (Besiktas Istanbul, Leihe beendet)

Abgänge: Andre Schürrle (Spartak Moskau, Leihe, war an den FC Fulham ausgeliehen), Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt), Abdou Diallo (Paris Saint-Germain), Jeremy Toljan (US Sassuolo, Leihe, war zuvor an Celtic Glasgow ausgeliehen), Felix Passlack (Fortuna Sittard, Leihe, war zuvor an Norwich City ausgeliehen), Dzenis Burnic (SG Dynamo Dresden, erneute Leihe), Alexander Isak (Real Sociedad, zuvor an Willem II Tilburg verliehen), Christian Pulisic (FC Chelsea, Leihe beendet)

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