Marco Rose im Gespräch mit den BVB-Spielern

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Eine turbulente Saison 2020/21 endete für Borussia Dortmund mit dem Erreichen aller Ziele. Nun folgt Marco Rose auf den beliebten Edin Terzic – und will mit taktischer Flexibilität mehr Konstanz in die Ergebnisse bringen. Passt das zusammen?

Kaderwert: 173.240.000
Comunio-Platzierung: 1
Bester Spieler der Vorsaison: Erling Haaland (226 Punkte)

Die Situation

Am Ende war Edin Terzic fast zu gut. Der Interimstrainer sicherte Borussia Dortmund den Titel im DFB-Pokal und den Einzug in die Champions League, den zwischenzeitlich niemand mehr für möglich gehalten hatte. Bei alldem machte der Trainer, der sich enorm mit dem BVB identifiziert, auch noch eine sehr sympathische Figur.

So haderten einige Fans der Schwarz-Gelben ein wenig damit, dass die Verpflichtung von Marco Rose bereits abgeschlossen war, zumal dieser mit Borussia Mönchengladbach das internationale Geschäft verpasste. Kurzerhand wurde Terzic doch nicht Co-Trainer unter Rose, sondern technischer Direktor. Eine clevere Lösung der BVB-Verantwortlichen, um potenziellen Dauerdiskussionen um den Trainerposten etwas vorzubeugen.

Auf Rose kann man sich in Dortmund trotz seines enttäuschenden zweiten Bundesliga-Jahres freuen. Mit Gladbach ging es erst bergab, als sein Wechsel bereits verkündet war. Seine Fachkenntnisse und seine taktische Flexibilität sind unbestritten. Rose ist ein hervorragender Trainer, der den BVB sehr bereichern kann – auch ohne einen der wichtigsten Spieler.


Jadon Sancho und seine 54 Torbeteiligungen in den letzten zwei Bundesliga-Jahren werden fehlen. Dennoch muss den BVB-Fans um ihre Offensivpower nicht bange werden: Erling Haaland bleibt wohl noch ein Jahr, Donyell Malen ist eine sinnvolle Verstärkung und Marco Reus, Giovanni Reyna, Thorgan Hazard und der junge Ansgar Knauff wissen auch, wie man Tore schießt und vorbereitet.

Haaland wird besonders motiviert in die Saison gehen. Im kommenden Sommer kann er für 75 Millionen Euro wechseln, es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit sein letztes Bundesliga-Jahr. Seine letzte Chance, mit dem BVB die Meisterschaft zu gewinnen. Seinen Auftrag an Malen hat er bereits klar formuliert: „Er muss mir Vorlagen liefern!“

Für Comunio-Manager ist Dortmund indes Fluch und Segen zugleich. Viele starke Spieler werden gerade unter dem Rotations-Liebhaber Rose immer mal plötzlich draußen bleiben. Für Fußballfans wird es hochinteressant, denn der neue Trainer hat bereits angekündigt, verschiedene Systeme von der Mittelfeldraute bis zur Dreierkette auf dem Schirm zu haben. Bleibt die Frage, ob dadurch die Konstanz eintritt, die der BVB benötigt, um Deutscher Meister zu werden.

Alle Saisonvorschauen im Überblick

Mögliche Stammaufstellung

Kobel – Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel – Bellingham, Dahoud (Can / Reyna) – Reus – Malen (Hazard), Haaland

 

 
 
 
 
 
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Jude Bellingham. Nach einer guten ersten Saison wird der Mittelfeldspieler eine noch größere Rolle einnehmen. Der Engländer ist nach Dortmund gekommen, um zu einem Weltklasse-Spieler zu reifen, und hat schon viele sehr starke Ansätze gezeig. Diese muss er nun öfter wiederholen, um mehr Konstanz in sein Spiel zu bringen und Dortmund somit auch zum Kandidaten für die Meisterschaft zu machen.

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Ansgar Knauff. Unter Terzic sorgte der 19-Jährige schon in der vergangenen Rückrunde phasenweise für Furore, er könnte langfristig der Sancho-Nachfolger werden. Rose hat bereits angedeutet, Knauff dahingehend weiterentwickeln zu wollen, ihm mehr Qualitäten im Eins-gegen-eins vermitteln zu wollen. Seine Konkurrenz ist groß, aber es gibt genug Spiele, in denen Knauff wieder wirbeln wird.

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Prognose

Der Traum von der Meisterschaft scheiterte zuletzt an zu starken Bayern und zu vielen uneingeplanten Rückschlägen. Auf Letzteres kann Dortmund selbst Einfluss nehmen, doch Rose wird eine Findungsphase benötigen, bis die Mannschaft mehrere Systeme eingespielt hat. Dabei kann wieder der eine oder andere Punkt auf der Strecke bleiben.

Die Qualität des Kaders ist enorm, das Erreichen der Champions League ohne ein Drama wie im Vorjahr ein Muss. Wenn Malen und Haaland gut harmonieren und der Norweger weniger kleine Verletzungen hat als bisher, hat Dortmund das Zeug dazu, den Kampf um die Meisterschaft wieder spannender zu gestalten. Zumindest, wenn die Bayern nach dem Trainerwechsel und dem EM-Turnier Angriffsfläche bieten.

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Donyell Malen (Eindhoven, 30 Mio.), Gregor Kobel (Stuttgart, 15 Mio.), Abdoulaye Kamara (PSG U19, ablösefrei), Soumaila Coulibaly (PSG U19, ablösefrei), Marius Wolf (Köln, Leih-Ende)

Abgänge: Jadon Sancho (Manchester United, 85 Mio.), Lukasz Piszczek (Goczalkowice, ablösefrei)

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