Foto: © imago/Hübner
Der VfL Wolfsburg will nach einer abermaligen Horror-Saison endlich wieder in ruhiger Gewässer gleiten. Allerdings verlief die Vorbereitung bislang alles andere als vielversprechend, insofern stehen die Wölfe wieder vor einer Spielzeit mit vielen Fragezeichen. Die Comunioblog-Vorschau.
Kaderwert: 64.140.000
Kaderpunkte: 713
Comunio-Platzierung: 16
Bester Spieler: Mario Gomez (Sturm, 9.470.000, 110 Punkte) Die Tormaschine hat zwar lange gebraucht, um in Fahrt zu kommen (sein erster Treffer gelang Gomez erst am 8. Spieltag), doch am Ende knipste er in gewohnter Manier. Vor allem unter Jonker läuft es für den Nationalspieler. Als der Niederländer am 23. Spieltag die Wölfe übernahm, traf Gomez in acht der elf Spiele unter dem neuen Coach. Schon beim FC Bayern traf der 32-Jährige in jeder Partie unter Jonker.
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Die Situation: Eigentlich sollte nach der mehr als missratenen vergangenen Saison so etwas wir Aufbruchstimmung bei den Wölfen herrschen. Doch irgendwie läuft die Vorbereitung bislang auch eher schleppend, Jonker scheint seine Formation noch nicht gefunden zu haben und die Automatismen passen noch nicht.
Im Tor ist nach dem Abgang von Kapitän Diego Benaglio (AS Monaco) Koen Casteels die unumstrittene Nummer eins. Das ist dann aber auch fast die einzige Position, die nicht umkämpft ist.
In der Innenverteidigung ist Neuzugang John Anthony Brooks noch gesetzt, sein Nebenmann wird sehr wahrscheinlich Robin Knoche, da Jeffrey Bruma mit einem Knorpelschaden noch länger ausfallen wird. Rechts wird Paul Verhaegh verteidigen, links U21-Europameister Yannik Gerhardt.
Ignacio Camacho, der für 15 Millionen vom FC Malaga kam, dürfte anfangs gesetzt sein. Spannend wir sein, wer sich den Platz neben ihm sichern wird. Joshua Guilavogui könnte den Verein noch verlassen, Riechedly Bazoer hat in der Vorbereitung meist das Vertrauen von Jonker bekommen, verletzte sich nun aber gegen Kassel im letzten Test am Knie. Maxi Arnold stieg aufgrund der U21-EM erst spät ins Training ein und wird sich nicht ohne Murren auf die Bank setzen.
Auch der Kampf um die Zehn ist mehr als umkämpft, dort streiten sich Yunus Malli und Daniel Didavi um den Startplatz – derzeit scheint der Ex-Stuttgarter die Nase vorne zu haben. Malli sieht die ganze Situation im “kicker” ganz entspannt: „Das macht den Erfolg im Endeffekt aus, dass nicht nur die elf Spieler, die spielen, zufrieden sind, sondern der ganze Kader. Die Saison ist lang, jeder wird gebraucht. Nur so kann man auf Dauer Erfolg haben.” Möglich, dass Malli auf den linken Flügel ausweicht – allerdings funktionierte diese Variante in der vergangenen Saison schon nicht wirklich.
Interessant wird auch zu sehen sein, wer auf dem rechten Flügel zum Einsatz kommt. Der erfahrene Jakob Blaszczykowski oder doch Youngster Kaylen Hinds? Vieirinha scheint den Verein noch in Richtung Griechenland verlassen zu wollen und im Sturmzentrum ist Mario Gomez sowieso unumstritten. Jonker hat nach der langen Vorbereitung immer noch nicht sein Team zusammen, zumal seine vermeintliche A-Elf im letzten Test gegen Hessen Kassel in der zweiten Hälfte auch nicht vollends überzeugen konnte.































