Josuha Guilavogui, Oliver Glasner, Maxence Lacroix

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Erst zweimal Relegation, dann zweimal Europa League: Der Trend des VfL Wolfsburg zeigt in die richtige Richtung. Glanzjahre wie 2009 und 2015 scheinen aber weit entfernt. Wo landet Wolfsburg 2021? Die Saisonvorschau

Kaderwert: 65.430.000
Comunio-Platzierung: 9
Bester Spieler der Vorsaison: Wout Weghorst (160 Punkte)

Die Situation

Nach dem 16. Platz in den Saisons 2016/17 und 2017/18 hat sich der VfL Wolfsburg gefangen. Auf zweimal Relegation folgte zweimal der Einzug in die Europa League – zunächst Platz sechs unter Bruno Labbadia, anschließend Platz sieben unter Oliver Glasner.

Die Wölfe haben stabile Fahrwässer erreicht, ohne dabei zu glänzen. Spielerisch agiert Glasners Mannschaft zumeist unscheinbar, auch in der Europa League war man letztes Jahr eher eine graue Maus. In der Bundesliga profitierte der VfL auch von der Schwäche der anderen. 49 Punkte hätten in den beiden Jahren zuvor nicht für den Einzug in das internationale Geschäft gereicht.


Der Kader ist indes recht ausgewogen, ohne richtige Schwäche. Die meisten Positionen sind doppelt gut besetzt, in der Innenverteidigung muss man zunächst den Ausfall von Marin Pongracic verkraften. Gut möglich, dass Kapitän Josuha Guilavogui ganz hinten mit aushilft – Neuzugang Maxence Lacroix patzte im Pokal, John Anthony Brooks ist beim Trainer ohnehin angezählt.

Während Maximilian Arnold und Wout Weghorst als absolute Stützen immer stark performen und individuell die Champions League anvisieren könnten, reicht die Qualität der anderen Spieler eher nur für die Europa League. So gesehen performen die Wölfe bereits nahe am Rande ihrer Möglichkeiten. Und damit dürfte man nach dem katastrophalen Absturz vor zwei bis vier Jahren erst einmal zufrieden sein.

Langfristig träumt Wolfsburg aber wieder von mehr. Schließlich liegen zwei goldene Mini-Äras nicht so lange zurück. Die Magath-Mannschaft mit Misimovic, Grafite und Dzeko wurde 2009 sensationell Meister, die Hecking-Truppe mit de Bruyne, Perisic und Gustavo 2015 Pokalsieger und Vizemeister. Von jenem Glanz ist man inzwischen weit entfernt.

Der VfL Wolfsburg in der Saison 2020/21

Comunios Player to watch

Xaver Schlager. Mit seiner ersten Saison, in der er auch einige Wochen verletzungsbedingt verpasste, dürfte der Neuzugang aus dem Sommer 2019 nicht ganz zufrieden sein. Auch viele Comunio-Manager hatten sich mehr als 52 Punkte ausgerechnet.

Die Schonzeit ist nun vorbei, Schlager muss liefern. 15 Millionen Euro hatte der VfL hingelegt, um Glasner in die Autostadt zu lotsen. Oliver Glasner wollte und will den 22-Jährigen zu seinem Dreh- und Angelpunkt machen. Im Managerspiel seid ihr für knapp drei Millionen dabei.

Youngster to watch

Maxence Lacroix. Der 20-Jährige kam für fünf Millionen Euro aus Sochaux und soll auf Anhieb Stammspieler werden. Lacroix bringt mit seiner Schnelligkeit eine neue Komponente ins Wolfsburger Abwehrspiel. Dass zu Saisonbeginn noch nicht alle Abläufe passen, ist normal. Im Laufe der Saison dürfte Lacroix aber zu einem wichtigen Baustein reifen.

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Prognose

Weder die spielerische Entwicklung noch die Transfers lassen darauf schließen, dass Wolfsburg das Potenzial hat, weiter oben anzugreifen, zumal die Dreifachbelastung immer ein Hemmnis in der Liga ist. Es geht somit wieder einmal um den Einzug ins internationale Geschäft. Dabei haben die Wölfe gute Karten. Wir erwarten den VfL zwischen Platz sechs und neun.

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Bartosz Bialek (Zaglebie Lubin, 5 Mio.), Maxence Lacroix (Sochaux, 5 Mio.), Yunus Malli (Union Berlin, Leihe beendet), Jeffrey Bruma (Mainz, Leihe beendet), John Yeboah (Venlo, Leihe beendet)

Abgänge: Robin Knoche (Union Berlin, ablösefrei), Ismail Azzaoui (Vereinslos)

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