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Werder Bremen verpasste das selbst gesteckte Saisonziel nur knapp und trotz des Abgangs von Max Kruse sind die Macher an der Weser optimistisch, dass der Aufwärtstrend fortgesetzt wird. Das liegt sicher auch an Trainer Florian Kohfeldt, der seinen Vertrag langfristig verlängerte. 

Kaderwert: 59.540.000 Millionen
Comunio-Platzierung: Platz 11
Bester Spieler der Vorsaison: Max Kruse (195 Punkte)

Die Situation

Werder Bremen verpasste das selbst gesteckte, aber auch ambitionierte Ziel „Europäischer Wettbewerb“ knapp, blickt aber dennoch auf eine positive Spielzeit zurück. Die Bremer zeigten über weite Strecken attraktiven und taktisch durchdachten Fußball. 

Im DFB-Pokal scheiterten sie erst im Halbfinale nur knapp an Bayern München. Der Rekordmeister benötigte für den Sieg einen schmeichelhaften Strafstoß. 

Auch wenn Trainer Florian Kohfeldt, der seinen Vertrag unlängst bis 2023 verlängerte und versprach diesen auch zu erfüllen, noch kein Saisonziel ausgegeben hat, dürfte dieses ähnlich ambitioniert wie im Vorjahr lauten. 

Dabei haben die Bremer mit Kapitän Max Kruse ihren wohl wichtigsten Spieler verloren. Doch Kohfeldt und Manager Frank Baumann betonten, dass die Abhängigkeit vom Freigeist Kruse zuletzt nicht mehr so groß war und sie dadurch keinen Knick in der Entwicklung erwarten. 

Die zehn besten Bremer der Saison

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Platz 10: Yuya Osako (Sturm), 59 Punkte, Bildquelle: imago images / Nordphoto

Künftig soll Yuya Osako diese Rollen einnehmen. Der Japaner macht vor seiner zweiten Saison in Bremen einen hervorragenden Eindruck, was auch daran liegen dürfte, dass er auf die Copa America, bei der Japan als Gast dabei war, verzichtete.

Neben dem fest von Bayern München verpflichteten Marco Friedl kam noch Niclas Füllkrug zurück nach Bremen. Der wuchtige Ex-Hannoveraner verkörpert einen Typ Stürmer, den die Bremer so noch nicht im Kader hatten. 

Gesucht wird zudem noch ein Außenverteidiger, der auf beiden Seiten agieren kann, und ein oder zwei Mittelfeldspieler. Der Name von Benjamin Henrichs hält sich dabei hartnäckig. Werder würde den Verteidiger gerne für zwei Jahre leihen, sein Verein AS Monaco möchte dagegen (bislang) nur verkaufen. 

Werder zeigte sich in den Vorjahren hartnäckig und bekam so Spieler, die eigentlich eine Nummer zu groß waren. Serge Gnabry, Kruse oder auch Davy Klaassen sind da die Beispiele. Das könnte sich nun wieder auszahlen, zumal sich Henrichs auf Werder festgelegt haben soll. 

Auch „Trainer des Jahres“ Kohfeldt ist mittlerweile ein gutes Argument, wenn es darum geht, Spieler von Bremen zu überzeugen. 

voraussichtliche Aufstellung Werder Bremen

voraussichtliche Aufstellung Werder Bremen

Comunios Player to watch

Yuya Osako. Wenn das Gespräch auf den Japaner kommt, gerät Trainer Kohfeldt geradezu ins Schwärmen. „Ein Spieler mit dieser Vororientierung, das ist ja der Wahnsinn, wie er sich anbietet, wie er das Spiel weiterverlagert“, lobte der Coach nach dem Test gegen Everton. 

Osako soll künftig die Rolle von Kruse einnehmen und aus zentraler Position das Spiel der Bremer lenken. Bislang wird er diesen Erwartungen auch gerecht, denn anders als im Vorjahr ist der Japaner fit und hat kein Turnier mit der Nationalmannschaft in den Knochen. Für 3,95 Millionen ist er derzeit zu haben und damit ein absolutes Schnäppchen. 

Youngster to watch

Josh Sargent. Der US-Amerikaner musste zum Ende der Saison mit einigen Enttäuschungen leben. Zum einen fiel er in der Stürmer-Hierarchie nach seinem zwischenzeitlichen Aufstieg wieder zurück und bekam wenig bis keine Spielzeit, zum anderen wurde er nicht in den US-Kader für den Gold Cup nominiert.

Sargent zog die richtigen Schlüsse daraus, gab in der Vorbereitung richtig Gas und macht nun Füllkrug die Position im Angriff streitig. Der Angreifer könnte den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Das haben auch die Comunio-User längst bemerkt. Mit einem Marktwert von aktuell 2,45 Millionen ist er nicht mehr günstig. 

Werder Bremen nach Saisonende: Entwicklung passt, jetzt müssen Ergebnisse folgen

Das eigentliche Saisonziel wurde verpasst, aber die Wahrnehmung ist trotzdem durchweg positiv. Keine Abstiegssorgen und eine erkennbare spielerische Entwicklung. Das reicht nun aber nicht mehr, Erfolge müssen her. 

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Prognose

Ob es in dieser Saison weiter nach oben gehen kann und es mit der Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb klappt, hängt sicher auch davon ab, ob den Bremern ein ähnlicher Transfercoup wie in den vergangenen Jahren gelingt. 

Unter Trainer Kohfeldt ist aber eine klare Entwicklung zu erkennen, viele Spieler sind unter ihm signifikant besser geworden. Dennoch wird es nicht leicht werden, sich zu steigern. Dafür müssen auch ein oder zwei Mannschaften mit besseren fiannziellen Voraussetzungen straucheln. 

Bisherige Transferaktivitäten

Zugänge: Niclas Füllkrug (Hannover 96), Marco Friedl (Bayern München, war bereits ausgeliehen), Benjamin Goller (FC Schalke 04), David Philipp (eigene U19), Luc Ihorst (eigene U19), Simon Straudi (eigene U23), Ilia Gruev (eigene U23)

Abgänge: Max Kruse (Fenerbahce), Ole Käuper (Carl-Zeiss Jena, Leihe), Aron Johannsson (Hammarby), Thanos Petsos (unbekannt), Thore Jacobsen (1. FC Magdeburg, Leihe), Jonah Osabutey (Royal Mouscron, Leihe), Jannes Vollert (Hallescher FC), Jan-Niklas Beste (FC Emmen, Leihe), Jean Manuel Mbom (KFC Uerdingen, Leihe), Boubacar Barry (KFC Uerdingen, Leihe), Niklas Schmidt (VfL Osnabrück, Leihe), Michael Zetterer (PEC Zwolle, Leihe)

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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