Foto: © imago images / Beautiful Sports
Kevin Schade, Roland Sallai und Lucas Höler haben in der bislang so erfolgreichen Hinrunde des SC Freiburg verletzungsbedingt nur eine Nebenrolle gespielt. Wie sind ihre Aussichten auf mehr Spielzeit im neuen Jahr?

Der SC Freiburg hat eine furiose erste Saisonhälfte hingelegt. In der Bundesliga steht der Sport-Club mit 30 Punkten auf Rang 2 und ist damit der erste Bayern-Jäger, bei Comunio liegt der Verein mit insgesamt 699 Punkten auf Rang 3. Trainer Christian Streich hat über weite Strecken der Saison überraschend wenig rotiert, obwohl der Verein in drei Wettbewerben vertreten ist. Seine so erfolgreiche Startelf baute er selten um – und wenn doch, dann nur auf wenigen Positionen.

Dabei bieten sich dem Trainer gerade in der Offensive hochkarätige Optionen. Insbesondere Roland Sallai, Kevin Schade und Lucas Höler hoffen darauf, im neuen Jahr wieder regelmäßiger zur Startelf zu gehören als zuletzt. Wir werfen einen Blick auf die drei Offenspieler und ihre Chancen im neuen Jahr.

 

Kevin Schade

Marktwert: 1.770.000
Punkte: 13
Punkte pro Spiel: 1,63

Der 21-Jährige hat in der Vorsaison den Durchbruch in der Bundesliga geschafft, kam zu 21 Einsätzen und erzielte dabei vier Tore. Gegen Ende der Saison setzte ihn eine Bauchmuskelzerrung außer Gefecht, die auch in der Anfangsphase der neuen Saison Einsätze verhinderte. Am 6. Spieltag sammelte er seine ersten Pflichtspielminuten. In der Startelf stand er seitdem nur zweimal: Bei der 0:5-Niederlage gegen die Bayern und im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel der Europa League.

Doch in Zukunft ist noch einiges vom Youngster zu erwarten, der zum Jahresabschluss noch ein Tor für die deutsche U21-Nationalelf gegen Italien erzielt hatte. „Ich bin superglücklich nach der Leidenszeit über sechs, sieben Monate“, sagte Schade danach. Nach einer kompletten Vorbereitung dürfte er im neuen Jahr zu deutlich mehr Einsatzzeit kommen, denn er ist unbestritten eines der größten deutschen Talente. Angesichts seines Marktwertes ist er ein überlegenswerter Einkauf.

Roland Sallai

Marktwert: 3.320.000
Punkte: 15
Punkte pro Spiel: 2,14

Zu Saisonbeginn war der Ungar gesetzt beim SCF, stand an den ersten fünf Spieltagen in der Startelf, bevor ihn ein Augenbogenbruch zu einer mehrmonatigen Pause zwang. In den letzten Spielen des Jahres 2022 kämpfte er sich über Einwechslungen langsam wieder heran. Die Gefahr besteht, dass ihm in der Zwischenzeit die Konkurrenz den Rang abgelaufen hat.

Streich beschrieb Sallai vor einigen Monaten als „emotionalen Spieler“, der „hohe Erwartungen an sich“ habe. Damit ist vielleicht auch zu erklären, dass jüngst Gerüchte aufkamen, dass Sallai den Sport-Club gerne spätestens im kommenden Sommer verlassen will. Sollte das stimmen, könnte es seinen Einsatzchancen nicht gerade zuträglich sein. Wenn er sich allerdings voll auf Freiburg konzentriert, ist mit ihm auch in 2023 zu rechnen, denn er kann in der Offensive auf allen Positionen eingesetzt werden, auf außen wie zentral.

Lucas Höler

Marktwert: 3.510.000
Punkte: 5
Punkte pro Spiel: 0,71

Auch Mittelstürmer Höler war in dieser Saison schon von Verletzungen geplagt, verpasste die ersten acht Bundesliga-Spieltage. In der Startelf stand er nur am 6. Spieltag der Europa League, als die Qualifikation schon längst geschafft war.

Hölers Problem heißt Michael Gregoritsch. Der Angreifer, der im vergangenen Sommer vom FC Augsburg verpflichtet wurde, ist im Breisgau voll eingeschlagen, bringt ähnliche Qualitäten mit wie Höler (Fleiß, Einsatzfreude, Laufstärke) ist aber deutlich torgefährlicher als der 28-Jährige, der bisher nie mehr als acht Pflichtspiel-Tore in einer Saison für Freiburg erzielt hat. Gregoritsch kommt schon jetzt auf zehn. Daher spricht viel dafür, dass er auch im neuen Jahr vorerst mit der Jokerrolle vorliebnehmen muss. Angesichts eines aktuellen Marktwertes von über dreieinhalb Millionen eher keine Kaufempfehlung.