Woo-yeong Jeong vom SC Freiburg

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Am 18. Bundesliga-Spieltag der Saison 2020/21 gab es wieder einige Überraschungen in der Startelf mancher Klubs. Wer hat Chancen, seinen Platz zu verteidigen – und für wen wird es erst einmal die einzige Nominierung bleiben?

Stand der Marktwerte: 24. Januar 2021

Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg, 2.270.000, Abwehr):

Weil er sich im Sommer verletzte, wurde auf seiner Position nachgelegt. Kevin Mbabu ist hinter Ridle Baku nur die Nummer zwei auf der Rechtsverteidiger-Position des VfL Wolfsburg. Dennoch stand er nicht nur am 16., sondern auch am 18. Spieltag in der Startelf. Warum?

Offenbar ist Trainer Oliver Glasner mit den Leistungen seines Flügelspielers Josip Brekalo nicht allzu zufrieden. Deshalb zog er Baku am 16. Spieltag gegen Leipzig nach vorne und machte somit in der Abwehr Platz für Mbabu. Nachdem Brekalo in Mainz wieder startete, schien diese Maßnahme ein Einzelfall zu sein, doch die Partie in Leverkusen belehrte Brekalo eines Besseren.

Es bleibt dabei, dass Ridle Baku die Nummer eins auf der rechten Seite ist. Dies zementierte er mit dem goldenen Tor gegen die Werkself. Allerdings hat Mbabu Chancen, sich in der aktuellen Konstellation mit einem offensiven Baku festzuspielen. Denkbar ist aber auch, dass das die Variante gegen andere Top-Teams ist und Brekalo gegen Freiburg wieder den Vorzug erhält. Das nächste Spiel wird richtungsweisend.


Woo-yeong Jeong (SC Freiburg, 1.750.000, Sturm):

Aufgrund der Verletzungen von Roland Sallai und Chang-hun Kwon stand Woo-yeong Jeong am 18. Spieltag in der Freiburger Startelf, obwohl mit Lucas Höler eine namhafte Alternative bereitgestanden hätte. Für Jeong war es der erste Startelf-Einsatz seit dem Spiel gegen Stuttgart – richtig gelesen: Zuletzt war der Südkoreaner am 1. Spieltag gegen denselben Gegner von Beginn an gefragt.

Schon gegen Ende der Hinrunde hatte Jeong jedoch mit guten Auftritten als Joker Pluspunkte gesammelt. Das war gegen den VfB nicht anders; sein Treffer zum 2:1 war am Ende sogar spielentscheidend.

Wie häufig Jeong noch in der Startelf stehen wird, hängt zunächst einmal von Sallais Ausfalldauer ab. Noch ist ungewiss, wie schwer die Bänderverletzung des Ungarn ist, ganz ausgeschlossen ist aber sogar eine Rückkehr gegen Wolfsburg noch nicht. Sobald Sallai wieder voll im Saft steht, sollte er gesetzt sein.

Jeong hat seinen Aufwärtstrend jedoch erfolgreich fortgesetzt und sich als wichtiger Bestandteil des Kaders etabliert. Weitere Einsätze von Beginn an wären keine Überraschung mehr, mindestens als Joker wird er in der Rückrunde sicher noch auf seine Minuten kommen.

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Luca Netz (Hertha BSC, 1.190.000, Abwehr):

Nach vier Joker-Einsätzen feierte Luca Netz im Spiel gegen Werder Bremen sein Startelf-Debüt für Hertha BSC. Auf der Linksverteidiger-Position fehlte Marvin Plattenhardt verletzungsbedingt und Maximilian Mittelstädt wurde im Mittelfeld benötigt.

Durch die Labbadia-Entlassung hat der 18. Spieltag keine langfristige Aussagekraft. Pal Dardai soll nun die Mannschaft übernehmen – und mit ihm hat Plattenhardt die besten Chancen auf einen Stammplatz links hinten. Insbesondere zwischen 2016 und 2018 erlebte Plattenhardt unter Dardai seine besten Karrierejahre, die in die Teilnahme an der WM 2018 mündeten.

Ob der 28-Jährige nach Adduktorenbeschwerden schon am 19. Spieltag wieder mitwirken können wird, ist ungewiss. Kurzfristig könnte Netz noch als Vertretung zum Zug kommen, auf längere Sicht sind im Abstiegskampf aber wohl Plattenhardt und Mittelstädt gefragt.

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