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Posse um Lewandowski, Witz-Angebot für Mane, stockende Vertragsverhandlungen: Der FC Bayern München ist nach langer Zeit mal wieder der FC Hollywood. Kann die Unruhe im Verein der Konkurrenz Hoffnung machen?
Keine Frage: Der FC Bayern München hatte schon bessere Sommer. Nachdem in der Champions League und im DFB-Pokal die Ziele verfehlt wurden, war die Stimmung trotz der zehnten Meisterschaft in Folge bereits getrübt. Vor allem drei Themen sorgen dieser Tage für ordentlich Gesprächsstoff.
Da wäre die Posse um Robert Lewandowski, der seinen Vertrag nicht verlängern und die Bayern sofort verlassen möchte. Der Pole ist nicht das erste Transferziel des FC Barcelona, das im Zuge seines Wechselwunsches plötzlich all seine Manieren vergisst. Lewandowski wettert bei jeder Gelegenheit gegen seinen aktuellen Verein, um einen Transfer zu erzwingen und die Ablöse zu drücken.
Allerdings ist Lewandowski nicht der einzgie Star, der sich nicht zum FC Bayern bekennt. Nach dem Abgang von Niklas Süle zögert auch Serge Gnabry mit seiner Vertragsverlängerung. „Mangelnde Wertschätzung“ ist hier das neue Dauerstichwort. Dazu kommt ein weiteres hausgemachtes Problem: Das seltsame Angebot für Liverpools Sadio Mane, das absurde Bonuszahlungen beinhaltete.
So machen sich Teile Fußball-Deutschlands Hoffnungen, dass die Konkurrenz mal wieder anklopfen könnte, insbesondere der neu aufgestellte BVB. Allerdings ist jetzt schon klar: Mit oder ohne Lewandowski wird der FC Bayern wieder den besten Kader der Liga stellen, mit Mane wäre ein weiterer Weltklasse-Stürmer dabei. Vielleicht ist der FC Hollywood ein Verein, der nur in diesem Sommerloch für Furore sorgt, bevor die elfte Meisterschaft nacheinander klargemacht wird.
Das Gerüst des FC Bayern München für 2022/23
Manuel Neuer hat seinen Vertrag verlängert und wird natürlich weiter zwischen den Pfosten des FC Bayern stehen. Upamecano, Pavard und Hernandez kämpfen um die Plätze in der Innenverteidigung, Neuzugang Mazraoui und Davies besetzen die Seiten. Überzeugt Mazraoui nicht, könnte Pavard auch wieder nach rechts rücken.
Mit Kimmich und Goretzka ist die Doppelsechs top besetzt, Gravenberch soll dazukommen und Goretzkas Platz angreifen. Auf dem Flügel hängt vieles noch von Mane und Gnabry ab. Sane, Coman und Musiala sind Top-Optionen, die auf jeden Fall bestehen. Als hängende Spitze bleibt Thomas Müller unverzichtbar.
Wer stürmt, ist erstmals seit Jahren offen. Vielleicht wird Mane der Zentrumsstürmer, wenn Lewandowski geht, vielleicht kommt noch ein Neuzugang – oder die Bayern bleiben wirklich hart und bringen den Polen doch dazu, noch ein Jahr lang alles für seinen Verein zu geben.































