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Der VfB Stuttgart hat sich mit einer starken Saison in der Bundesliga zurückgemeldet, aber das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist bekanntlich das schwerere. Nun gilt es, die Leistungen zu bestätigen und dabei müssen wohl mindestens drei Leistungsträger ersetzt werden. 

Mit einer jungen Mannschaft und erfrischendem Fußball absolvierte der VfB Stuttgart eine Saison ohne Abstiegssorgen, vielmehr war bis zuletzt die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb in greifbarer Nähe. 

Kaderplaner Sven Mislintat und Trainer Pellegrino Matarazzo haben einen exzellenten Job gemacht und junge Spieler wie Sasa Kalajdzic, Silas Wamangituka und Borna Sosa entdeckt und weiterentwickelt. Die ersten Neuzugänge lassen zudem vermuten, dass der VfB den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen wird. 

Das Gerüst für 2021/22

Doch die guten Leistungen wecken immer auch Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Das ist nichts Neues. So wechselt der überragende Keeper Gregor Kobel zu Borussia Dortmund. Abwehrchef Konstantinos Mavropanos wurde vorerst zurück zum FC Arsenal beordert.

Zwar bekundete der griechische Nationalspieler, dass er gerne bei den Stuttgartern bleiben möchte, aber nun soll sich Lazio Rom ins Werben um Mavropanos eingestiegen sein. Und auch um Marc-Oliver Kempf und Waldemar Anton gibt es Wechselgerüchte. Schlimmstenfalls müssen die Stuttgarter also ihre gesamte Abwehr erneuern. 

Im Mittelfeld hat man durch die nicht erfolgte Verlängerung mit Kapitän Gonzalo Castro einen weiteren Führungsspieler verloren, auch wenn die Schwaben hier qualitativ wie quantitativ weiterhin gut aufgestellt sind. In der Offensive gilt es die Qualität in der Breite auszubauen. 


Diese Youngster könnten durchstarten

Der Kader der Stuttgarter ist durch die Bank jung. Da besteht bei allen Spielern noch jede Menge Entwicklungspotenzial. Tanguy Coulibaly wäre jemand, der die nächste Entwicklungsstufe nehmen könnte.

Der 20-Jährige pendelte bis zu seiner Verletzung zwischen Bank und Startelf, könnte aber bis zur Rückkehr des am Kreuzband verletzten Wamangituka eine gewichtige Rolle spielen. 

Teamcheck Greuther Fürth: Jung und viel zu beweisen

Die SpVgg Greuther Fürth hat sich überraschend zurück in die Bundesliga gekämpft. Mit einem der kleinsten Etats und dem jüngsten Kader grenzt dies an ein Wunder. Nun gilt es, die Mannschaft zusammenzuhalten und für die Bundesliga zu rüsten. 

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Das passiert noch auf dem Transfermarkt

Mit Ömer Beyaz haben die Schwaben eines der größten türkischen Talente ablösefrei verpflichten können. Es würde nicht wundern, wenn der Offensivallrounder direkt eine Rolle spielen würde. Mit Alou Kuol kommt zudem ein 19 Jahre altes Talent aus Australien, der schon in jungen Jahren eine Duftmarke in der A League hinterlassen hat. 

Auch Naouirou Ahamada ist nun fest verpflichtet. Der Sechser konnte sich im letzten Saisondrittel immer mehr Spielzeit erkämpfen und könnte nun den nächsten Schritt machen. 

Der VfB braucht in jedem Fall noch einen neuen Torwart, zudem bleibt abzuwarten, welche Innenverteidiger auch in der kommenden Saison noch in Stuttgart sind. Letztlich gilt es auch die Schwaben, Transfererlöse zu erzielen. Zudem braucht es eine Alternative im Sturm zu Kalajdzic. 

Zugänge: Ömer Beyaz (Fenerbahce), Alou Kuol (Central Coast Mariners), Jordan Meyer (eigene U19), Jakov Suver (eigene U19), Nikolas Nartey (SV Sandhausen, Rückkehr nach Leihe), Pablo Maffeo (CD Huesca, Rückkehr nach Leihe), Maxime Awoudja (Türkgücü München, Rückkehr nach Leihe), Naouirou Ahamada (Juventus U23)

Abgänge: Gregor Kobel (Borussia Dortmund), Marcin Kaminski (FC Schalke 04), Gonzalo Castro (unbekannt), Konstantinos Mavropanos (FC Arsenal, Rückkehr nach Leihe), 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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