Florian Kohfeldt

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Der VfL Wolfsburg hat einen neuen Cheftrainer. Florian Kohfeldt war bei Bremen zuletzt zwar für den Versuch eines Defensiv-Bollwerks bekannt, steht aber langfristig durchaus für Offensivfußball und Action. Im Vergleich zu Mark van Bommel könnte sich damit auch einiges ändern – bei Spielweise und Personal.

Lukas Nmecha (Sturm, 10.110.000)

Schon vor Wout Weghorsts Corona-Erkrankung war in Wolfsburg die Suche nach der Lösung für das Formtief in vollem Gange – und so durfte Nmecha statt Weghorst in der Startelf ran, nachdem er im Testspiel gegen den HSV von dort drei Tore erzielt hatte. Gegen Union lief es zwar zunächst nicht gut, doch die Erkrankung Weghorsts sicherte ihm den Startelf-Platz, für den er sich gegen Salzburg mit einem Tor bedankte.

Jetzt ist der neue Cheftrainer da, Weghorst fehlt noch – und Nmecha kann sich zeigen. Wie lange sein Konkurrent noch ausfällt, ist offen, doch wenn er gegen Leverkusen oder im Champions League-Rückspiel gegen Salzburg überzeugen kann, könnte er sich unter dem neuen Coach vielleicht eine größere Rolle erobern.

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Jerome Roussillon (Abwehr, 2.370.000)

In Bremen war bei Florian Kohfeldt auffällig, dass er häufiger mit asymmetrischen Außenverteidigern spielen lies. Meist war eine Seite deutlich offensiver als die andere. Während Wolfsburgs rechte Abwehrseite mit Kevin Mbabu und Ridle Baku zwei offensivstarke Optionen hat, ist er auf links die defensivstärkere Variante zu Paulo Otavio und Yannick Gerhardt.

Trotz Verletzung Otavios konnte Roussillon zuletzt keine Fortschritte auf der Linksverteidiger-Position machen, teilweise wurde sogar eben Gerhardt ihm vorgezogen. Neuer Trainer, neue Chance – und eventuell besserer Systemfit.

Renato Steffen (Mittelfeld, 3.120.000)

Während Renato Steffen unter Glasner gesetzt war und sehr konstante Leistungen gebracht hatte (jeweils 88 Punkte in den beiden vergangenen Saisons), war er zuletzt unter van Bommel nur Rotationsspieler. Und nicht nur das – er punktete auch schwach. Bis auf den ersten Spieltag (6 Punkte) holte er in jedem Einsatz nur einen Punkt pro Spiel. In den beiden Vorsaisons waren es noch 4,19 PPS (20/21) und 3,38 PPS (19/20).

Unter Florian Kohfeldt wird der VfL vermutlich weiterhin beim 4-3-3 oder 4-2-3-1 bleiben, jedoch wird es wieder etwas klassischer gespielt und geht weg vom „niederländischen 4-3-3“, welches vor allem in der offensiven Dreierkette klare Stürmer-Typen bevorzugte, während Steffen etwas defensiver ausgerichtet ist. Er bekommt also die Möglichkeit, sich seinen Stammplatz zurückzuerobern – und seine Comunio-Leistungen zu steigern.

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Aster Vranckx (Mittelfeld, 2.670.000)

Aster Vranckx ist generell ein heißes Eisen. Ohne den verletzten Xaver Schlager suchte Wolfsburg zuletzt nach diesem wichtigen Element aus dem zentralen Mittelfeld, das Josuha Guilavogui bisher noch nicht liefern konnte. In einem letzten Versuch, das Ruder rumzureißen, stellte van Bommel von einem Dreier-Mittelfeld mit „Doppel-6“ auf eines mit „Doppel-8“ um, sodass ein Kaderplatz für Vranckx frei wurde. Während Schlagers Verletzung kann sich Vranckx nicht nur als Startelf-Kandidat empfehlen, er kann durchaus auch langfristig dafür sorgen, dass Kohfeldt ein 4-3-3 gegenüber des 4-2-3-1 (bzw 4-3-3 mit „Doppel-6“ und einem Achter/Zehner davor) bevorzugt, wenn Schlager zurückkommt.

 

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Autor: Niklas Staiger

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