Julian Nagelsmann bringt in Hoffenheim den Erfolg

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Seit Anfang Februar ist Julian Nagelsmann Trainer bei 1899 Hoffenheim. Der jüngste Coach der Bundesliga-Geschichte stellte bei der TSG vor allem im taktischen Bereich einiges um – drei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen sprangen seitdem heraus. Welche Auswirkungen hat das Nagelsmann-Engagement für die Hoffenheim-Kicker bei Comunio?

Eigentlich sollte er die TSG Hoffenheim erst zur Saison 2016/17 übernehmen, doch Julian Nagelsmann musste bereits früher in die Bresche springen und wurde am 11. Februar 2016 zum jüngsten Bundesligacoach der Geschichte.

Seitdem befindet sich die TSG auf dem aufsteigenden Ast. Startete Hoffenheim unter Nagelsmann noch mit einem Remis gegen Werder Bremen, so gab es in der Folge insgesamt drei Siege (zuletzten gegen Wolfsburg) und zwei Niederlagen (gegen den starken BVB und den wiedererstarkten VfB). Insgesamt reichte das zwar noch nicht für einen Nichtabstiegsplatz, doch beträgt der Rückstand inzwischen lediglich drei Punkte – zwischenzeitlich waren es mal zehn Zähler gewesen.

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Nagelsmann hat den Kraichgauern wieder neuen Mut und vor allem ein neues taktisches Konzept verpasst. Meist stellt der 28-Jährige eine Dreierkette auf, die sich je nach Spielsituation anpasst und zu einer Vierer- oder Fünferkette verschiebt. Flexibilität hat unter Nagelsmann Einzug gehalten. So lässt er mal mit zwei Stürmern spielen oder bringt drei Angreifer – je nach Gegner und Matchplan.

Amiri und Uth inzwischen wichtige Stützen

Das hat natürlich Folgen für das Personal. Nadiem Amiri ist unter Nagelsmann ein eminent wichtiger Spieler geworden und der 19-Jährige zahlt das in ihn gesetzte Vertrauen mit guten Leistungen zurück. 22 Punkte holte der offensive Mittelfeldspieler seit Nagelsmanns Amtsantritt (Marktwertsteigerung im Vergleich zum Vormonat um 93,3 %).

Auch Spieler wie Emir Bicakcic, Jeremy Toljan und vor allem Mark Uth (Marktwersteigerung von 716,2 % (!)) spielen unter dem jungen Coach eine wichtige Rolle und liefern in den letzten Wochen starke Leistungen ab. Vor allem Uth stand zuletzt immer in der Hoffenheimer Anfangself.
Insgesamt hat sich der Marktwert der TSG deutlich gesteigert. Bevor Nagelsmann kam, hatte Hoffenheim mit den geringsten Marktwert (knapp über 28.000.000), doch im letzten Monat hat sich dieser deutlich gesteigert. Inzwischen liegt er bei 36.210.000.

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Und das, obwohl Spieler wie Kevin Kuranyi, Pirmin Schwegler (auch verletzungsbedingt) oder Jonathan Schmid fast kaum noch eine Rolle spielen. Vor allem Kuranyi hatte sich mit dem Trainerwechsel sicherlich erhofft, endlich wieder in die Spur zu finden. Desolate -12 Punkte und einen Marktwert von nur noch lediglich 220.000 hat der Ex-Nationalspieler in dieser Saison vorzuweisen.

Es ist augenscheinlich, dass Nagelsmann bevorzugt auf jüngeres Personal setzt. Spieler, die taktisch hochwertig geschult sind und den hohen Anforderungen des jungen Trainers genügen. Unter Nagelsmann fand in Hoffenheim ein Paradigmenwechsel statt.

Nagelsmann erfüllt Erwartungen

Das ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass sich Hoffenheim mitten im Abstiegkampf befindet. Doch der Erfolg gibt den Verantwortlichen bisher Recht – und so stehen die Aktien der Hoffenheimer in Sachen Klassenerhalt gar nicht mal so schlecht.

Julian Nagelsmann wurde mit großen Vorschusslorbeeren geschmückt – bevor er überhaupt ein Bundesligaspiel als Trainer bestritt. Bisher scheint er diesen absolut gerecht zu werden. Vor allem ist es bemerkenswert, mit welchem Mut und mit welcher Selbstsicherheit der junge Coach seine Aufgabe bewerkstelligt. In ferner Zukunft bietet er sich dadurch natürlich für höhere Aufgaben an – aber das hat noch Zeit.

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Autor: Florian Schimak

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