Foto: © imago images / Goal Sports Images
Für Mats Rots legt die TSG Hoffenheim zwölf Millionen Euro auf den Tisch, Sean Dulic dagegen kommt ablösefrei. Wir nehmen die beiden Neuzugänge für die Abwehr unter die Lupe. Welches Talent hat bessere Stammplatzchancen?
Mats Rots: TSG Hoffenheim hat neuen Linksverteidiger
Position und bisherige Karriere: Mats Rots ist auf der linken Abwehrseite zu Hause, „ein Außenverteidiger moderner Prägung“, so TSG-Geschäftsführer Andreas Schicker. Der dynamische Linksfuß ist 1,90 Meter groß, körperlich stabil, hat aber auch ein gutes Passspiel sowie Qualitäten im Spiel nach vorne. Für dieses Komplettpaket legt Hoffenheim dem Vernehmen nach mindestens zwölf Millionen Euro auf den Tisch.
Zudem bringt Rots mit seinen 20 Jahren noch eine Menge Entwicklungspotenzial mit. In der letzten Saison spielte er sich bei Twente Enschede in der Stammelf fest, verpasste nur 85 Saisonminuten, erzielte dabei vier Tore und bereitete vier Treffer vor. Zudem hat er mehrere niederländische Juniorennationalteams durchlaufen. Nun verlässt er sein Heimatland erstmals, um das Abenteuer Bundesliga anzugehen.
Situation: Der Konkurrenzkampf in der Defensive der TSG Hoffenheim ist beachtlich. Mit Koki Machida kommt nun ein echter Geheimtipp dazu, der zuletzt verletzt war. Der Innenverteidiger ist insofern für Rots relevant, als dass Albian Hajdari weiterhin auf links spielen könnte, sollte Machida sich an der Seite von Ozan Kabak festspielen.
Zudem wäre da noch Bernardo. der über weite Strecken der vergangenen Saison auf links einen guten Job gemacht hat. Hennes Behrens wird wahrscheinlich eine neue Herausforderung suchen. Das ist das Stichwort: Rots ist im Kraichgau erst einmal der Herausforderer. Er hat Stammplatzpotenzial, ist aber noch ein unbeschriebenes Blatt, was den Sprung auf Bundesliga-Niveau betrifft.
Marktwert und Entwicklung: Rots wurde für stolze fünf Millionen bei Comunio freigeschaltet, steigerte seinen Wert kurz, seither sank er jedoch auf etwa vier Millionen. Der Einstiegsmarktwert war realistisch gesehen etwas ambitioniert. Zu ungewiss ist Rots‘ Stammplatz zum jetzigen Zeitpunkt des Sommers. Die Aussicht dürfte eher sein, dass es noch auf drei Millionen nach unten geht, ehe Rots wirklich die Chance bekommt, die Manager von sich zu überzeugen.
Sean Dulic: Abwehrtalent für die TSG Hoffenheim
Position und bisherige Karriere: Sean Dulic ist Innenverteidiger, beidfüßig, aber klar im Abwehrzentrum beheimatet. „Sean ist ein physisch starker, zweikampfstarker und dynamischer Innenverteidiger, der gleichzeitig großes Entwicklungspotenzial mitbringt. Er hat sich in einem schwierigen Umfeld durchgesetzt und in der 3. Liga auffällige Leistungen erbracht“, freut sich Sportdirektor Frank Kramer.
Tatsächlich verfügt Dulic über die Erfahrung von 43 Drittliga-Einsätzen für 1860 München in den letzten beiden Jahren. Zuvor hatte der 21-Jährige zehn Jahre lang in der Jugend des bayerischen Hauptstadt-Klubs gespielt. Darüber hinaus kam er sechsmal für die deutsche U20-Nationalmannschaft zum Einsatz. Eine Ablöse wird für die TSG Hoffenheim nicht fällig.
Situation: Während Rots sofort zum Herausforderer wird, ist Dulic – wenngleich ein Jahr älter – eher als Perspektivspieler zu sehen. Der Sprung von der 3. Liga in die Bundesliga ist größer als von der Eredivisie. Sein Ziel dürfte es sein, es schnell in den Kader zu schaffen und dem Profiniveau nahe zu kommen. Mit Ozan Kabak, Albian Hajdari, Koki Machida und Robin Hranac hat Hoffenheim namhafte Konkurrenz, die erst einmal vor Dulic steht.
Marktwert und Entwicklung: Von seinem Startmarktwert in Höhe von rund einer Million hat sich Dulic bislang kaum wegbewegt, und das dürfte perspektivisch erst einmal so bleiben. Im Juli sehen wir ihn eher im oberen sechsstelligen Bereich. Langfristig könnte der 21-Jährige spannend werden, angesichts der starken Konkurrenz sollte man jedoch zum Saisonstart tief stapeln.





























































