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Union Berlin setzt bei den Verstärkungen für 2021/22 vornehmlich auf Erfahrung. In dieser Kategorie passt auch der Pole Pawel Wszolek, der schon viel herumgekommen ist. 

Position

Pawel Wszolek ist zuvorderst ein Rechtsaußen, der sich am wohlsten als Flügelstürmer fühlt, aber auch in einem System mit Dreierkette auf der Schiene spielen kann. Gelegentlich agiert er auch auf der linken Seite oder im zentralen offensiven Mittelfeld. „Er ist körperlich präsent und kann unser Offensivspiel in der neuen Saison noch variabler machen“, so Unions Geschäftsführer Oliver Ruhnert über die Vorzüge des 29-Jährigen.

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Bisherige Karriere

In jungen Jahren machte Wszolek in der polnischen Ekstraklassa bei Polonia Warschau auf sich aufmerksam und wechselte zu Saison 2013/14 in die Serie A zu Sampdoria Genua. Dort gelang es ihm nicht, Stammspieler zu werden. Nach einem Jahr bei Hellas Verona landete er 2016 schließlich in der zweitklassigen englischen Championship bei den Queens Park Rangers, wo er in drei Jahren über 100 Spiele bestritt. 2019 kehrte er zurück nach Polen zu Legia Warschau, wo er in den vergangenen zwei Jahren jeweils als Stammkraft Meister wurde. 

Obwohl Wszolek also schon viel herumgekommen ist, sind seine internationalen Erfahrungen überschaubar. Fünfmal spielte er in einer Europapokal-Quali, elfmal lief er für Polens A-Nationalmannschaft auf, zuletzt aber im Jahr 2017. 

Einstiegsmarktwert

Zwei Millionen zum Einstieg waren womöglich ein wenig hochangesetzt ,denn Wszolek hat inzwischen schon mehr als 500.000 an Marktwert verloren, was für einen Bundesliga-Neuzugang eher untypisch ist. 


Situation

Es ist klar: Ein 29-Jähriger kommt nicht mit dem Ziel sich zu entwickeln, er soll sofort weiterhelfen. Und dazu sollte er auch in der Lage sein. Eine große Eingewöhnungszeit braucht er gewiss nicht. Einen sicheren Stammplatz hat er aber keineswegs. Der pfeilschnelle Sheraldo Becker war auf Rechtsaußen in der letzten Saison der großer Senkrechtstarter bei Union. Auch Neuzugang Levin Öztunali, der viel Tempo mitbringt, dürften Ansprüche auf der rechten Seite anmelden, wenngleich der Mainzer Neuzugang sein Potenzial in den letzten Jahren nie dauerhaft abrufen konnte. 

Wszolek dürfte also einer für die Breite des Kaders sein, der der Konkurrenz etwas Druck macht, aber gewiss auch den Anspruch hat, regelmäßig zu spielen. Seine Erfahrung dürfte am Ende sein großer Trumpf sein. 

Marktwertentwicklung

Aktuell ist aufgrund des sinkenden Trends sowieso abzuraten. Aber auch wenn Wszolek sich als Stammkraft etablieren sollte, darf man hier kein Comunio-Monster erwarten. Für einen Außenstürmer schießt er verhältnismäßig wenig Tore. Etwa eines alle fünf Spiele. Einen dauerhaften Marktwert von mehr als drei Millionen halten wir also alleine aus diesem Grund für unwahrscheinlich. 

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Autor: Karol Herrmann

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