Foto: © imago images / Panoramic International
Schon im Dezember hat der VfL Wolfsburg sich die Dienste von Aster Vranckx gesichert, dem in Belgien eine große Zukunft vorhergesagt wird. Wir machen den Comunio-Check.

Position

Aster Vranckx ist ein zentraler Mittelfeldspieler, der jedoch vielseitig einsetzbar ist. Seine Idealposition war in der Vergangenheit auf der Acht in einem 4-3-3, er kann aber auch als Zehner oder als Sechser agieren. Vranckx gilt als zweikampf- und kopfballstark, hat aber auch Qualitäten im Passspiel und eine feine Technik. Ebenso ist er ein arbeitsintensiver Spieler, der sich nicht zu schade ist, für Andere zu laufen.

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Bisherige Karriere

Der 18-Jährige kommt aus der Jugend von KV Mechelen, einem mittelmäßigen belgischen Erstligisten. Dort debütierte er schon im Alter von 16 Jahren in der Jupiler Pro League und hat bis heute in 38 Erstligapartien immerhin fünf Tore und vier Assists geliefert. Eine starke Bilanz für jemanden in seinem Alter! Im September vergangenen Jahres schaffte er es ungewollt auch in die internationalen Medien, als er einen Meter frei vor dem Tor stehend den Ball an den Pfosten stolperte. 

Dennoch waren seine Leistungen in dieser Zeit so gut, dass Wolfsburg bis zu acht Millionen Euro nach Mechelen überweist – für die Belgier ein Rekordtransfer. Bitter für den Jungen: Als der Transfer im Dezember kommuniziert wurde, geriet Vranckx vom Stammspieler immer mehr zum Teilzeitarbeiter.

Dennoch ist er in Belgien eine große Hoffnung für die Zukunft. Seit Jahren ist er regelmäßig bei den belgischen U-Nationalmannschaften eingeladen, zuletzt bei der U21, obwohl er noch bei den jüngeren Jahrgängen spielen könnte.

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Einstiegsmarktwert

Zwei Millionen kostet Vranckx zu Beginn bei Comunio. Damit ist er der günstigste Wolfsburger Mittelfeldspieler.

Situation

Die Konkurrenz scheint übermächtig. Maxi Arnold und Xaver Schlager sind im zentralen Mittelfeld bei Wolfsburg praktisch gesetzt. Kapitän Joshua Guilavogui rechnet sich unter Mark van Bommel auch wieder mehr Chancen aus als unter Oliver Glasner, mit dem er keine gemeinsame Basis hatte. Und dann gibt es ja auch noch Yannick Gerhardt. 


Allerdings ist der Niederländer van Bommel – natürlich – ein Verfechter des 4-3-3. In seiner Zeit bei PSV Eindhoven ließ er immer in diesem System spielen. Das würde einen zusätzlich Platz im zentralen Mittelfeld schaffen, gerade auf der Idealposition von Vranckx. Die Wölfe werden im Gegensatz zur abgelaufenen Saison spätestens ab Herbst auch deutlich häufiger rotieren müssen, denn die Zusatzbelastung durch die Champions League wird an den Spielern nicht spurlos vorbeigehen. Das alles erhöht die Chance auf Einsatzzeit für Vranckx recht deutlich.

Marktwertentwicklung

Unter einem neuen Trainer ist vieles möglich, auch, dass sich ein 18-Jähriger, der zweifelsfrei sehr viel Talent mitbringt, in der Startelf etabliert. Dennoch wäre das – Stand heute – eine große Überraschung, mit der man nicht rechnen sollte. Es müsste sich – so unsere Vermutung – schon einer der gesetzten Spieler in der Zentrale noch verletzten, damit Vranckx auch dauerhaft eine Chance bekommt.

Langfristig gedacht ist dieser Spieler natürlich sehr interessant. Guilavogui ist nicht mehr der Jüngste und Wolfsburg, denen es zuletzt selten gelungen ist, junge Spieler heranzuführen, könnten in dieser Hinsicht mal wieder ihr Profil schärfen. Eines der seltenen positiven Beispiele war zuletzt Maxence Lacroix. 

Dass Vranckx den aktuellen Marktwert, der bisher kaum gestiegen ist, aber mittelfristig – sagen wir mal bis Weihnachten – noch steigern kann, gelingt nur mit regelmäßigen Einsätzen. Er dürfte behutsam an die Bundesliga herangeführt werden und muss dann die sich im zunächst wenigen bietenden Gelegenheiten mit Werbung in eigener Sache nutzen. 

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Autor: Karol Herrmann

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