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In unserem neuen Format präsentieren wir euch jede Woche einen Preis-Leistungs-König, eine Zukunftsinvestition, einen bezahlbaren Top-Star und eine Verkaufsempfehlung.

Der Preis-Leistungs-König: Kevin Stöger

Dieser Spieler ist gemessen an seiner Punkteausbeute einfach viel zu günstig.

Viele werden es als absurd bezeichnen, einen Spieler, der 2021/22 nicht einmal in der Startelf gestanden hat, und immerhin 2,6 Millionen kostet, zu empfehlen. Aber dem kann man auch einiges entgegenhalten: Erstens sind 2,6 Mio. beim aktuellen Marktwertniveau praktisch nichts, zweitens reichen doch Jokereinsätze inzwischen locker, um mit vielen Stammspielern mitzuhalten. 

Im Falle vom Mainzer Kevin Stöger ist es sogar so: In 55 Einsatzminuten hat er in dieser Saison schon 17 Punkte gemacht. Von dieser Effizienz können selbst Haaland und Lewandowski nur träumen. 4,25 Punkte im Schnitt gibt es für Stöger pro Partie bei seinen Kurzeinsätzen, von denen immerhin vier noch in die Bewertung eingingen. Mehr Punkte zu diesem Preisschild gehen wohl kaum. Und weil Stöger einfach kein Startelf-Kandidat ist, dürfte sich die Konkurrenzsituation im Bieten auf dem Transfermarkt gewiss in Grenzen halten. 

Die Zukunftsinvestition: Patrick Osterhage

Dieser Spieler spielt aktuell keine Rolle, wird aber bald durchstarten.

Ähnlich leicht zu haben sein dürfte Bochums Patrick Osterhage. Der Mann für das defensive zentrale Mittelfeld ist mit 260.000 fast am unteren Marktwertende zu bekommen. Am 7. Spieltag hat er nicht nur sein Bundesliga-Debüt gefeiert, sondern auch ein Sonderlob von Trainer Thomas Reis erhalten: „Er hat sich diesen Einsatz durch gutes Training verdient“, so der Coach, der wiederum Osterhages direkte Konkurrenten in der Mittelfeldzentrale, wenn auch nicht namentlich, zuletzt öffentlich kritisierte.

Osterhage wiederum glänzte im Testspiel gegen Nijmegen mit einer Torvorlage und sammelte weiterhin Pluspunkte. Auf seiner Position gibt es mit Losilla, Rexhbecaj, Tesche, Löwen und Pantovic zwar viel Konkurrenz, doch der 21-Jährige wird künftig sicher mehr Einsatzzeit erhalten, was seinen Marktwert ganz sicher verfünffachen dürfte. 

Großer Name, kleiner Preis: Borna Sosa

Ein Top-Star, der aber verhältnismäßig günstig ist.

Der Comunio-Geheimtipp der Woche: Jordan Beyer von Borussia Mönchengladbach

An dieser Stelle präsentieren wir euch jede Woche einen Spieler, der noch unter dem Radar läuft und von dem in Kürze eine deutliche Marktwertsteigerung zu erwarten ist. Heute mit dem Gladbacher Jordan Beyer.

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Spätestens seit letzter Saison ist Borna Sosa im Konzert der Großen in der Bundesliga angekommen, was natürlich hauptsächlich an seinen enorm präzisen Flanken und Standards liegt. Nach bärenstarkem 1. Spieltag (12 Punkte) und zwei Vorlagen tauchte Sosa aber etwas unter. Viel hängt auch damit zusammen, dass es im Sturmzentrum durch die Verletzung von Sasa Kalajdzic keinen wirklichen Abnehmer mehr gibt. 

Dennoch: In dieser Saison hat ligaweit nur David Raum mehr Flanken geschlagen als der Stuttgarter Linksverteidiger, der mit aktuell nur 6,3 Millionen im letzten Jahr selten günstiger war. Und das beim aktuell so hohen Marktwertniveau. Und trotz vermeintlicher Formschwäche bringt es Sosa immerhin noch auf 3,4 Punkte pro Spiel. 

Die Verkaufsempfehlung: Dominik Szoboszlai

Dieser Spieler hat einen Marktwert erreicht, dem er nicht mehr gerecht wird.

Ohne Zweifel ist Dominik Szoboszlai ein toller Spieler, der eine große Zukunft haben wird. Jedoch nicht kurzfristig bei RB Leipzig. Dafür sind seine Konkurrenten Emil Forsberg und vor allem Christopher Nkunku im Moment einfach zu stark. Und jetzt kehrt mit dem wiedergenesenen Dani Olmo ja auch noch einer zurück, der in der Hierarchie ebenfalls vor dem Ungar stehen dürfte. 

Szoboszlai profitiert mit einem Marktwert jenseits der 12 Millionen aktuell noch immer von seinem sagenhaften Auftritt am 2. Spieltag mit einem Doppelpack gegen Stuttgart (19 Punkte). Er wird gewiss auf seine Teilzeiteinsätze kommen, bei keinem Bundesliga-Spiel wird man sich aber sicher sein können, dass er von Anfang an spielt, Und dafür sind 12 Millionen einfach zu viel. Was aber viel schwerer wiegt: Seine vermeintlich größte Waffe, die Standards, muss er sich bei Leipzig mit einigen Spielern teilen, die das auch sehr gut können. Auch hier wären in erster Linie Nkunku und Forsberg, aber auch Angelino zu nennen. 

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Autor: Karol Herrmann

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