Leonardo Bittencourt vom 1. FC Köln ist wieder für längere Zeit verletzt

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Der EffZeh steht vor den Wochen der Wahrheit. Mit aufstrebenden Schalkern, dem FC Bayern und RB Leipzig stehen nun drei Spiele an, in denen es vor allem auch offensiv passen muss, um etwas aus diesen Spielen mitzunehmen. Da kommt die Verletzung von Leonardo Bittencourt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Welche Spieler könnten nun für ihn in die Bresche springen?

Der 1. FC Köln spielt die erfolgreichste Saison seit Langem. Zuletzt stand der Effzeh in der Spielzeit 1996/97 nach dem 20. Spieltag mit genauso vielen Punkten (32) ähnlich gut in der Tabelle da (damals Platz 5), wie heute (7). Die Fans geraten ins Träumen über das internationale Geschäft und auch vereinsintern ist das Erreichen der internationalen Plätze längst das erklärte Ziel.

Auf dem Weg dahin darf der 1. FC Köln aber auch nicht allzu viel liegen lassen. Mit der erst vierten Niederlage beim 1:2 gegen den SC Freiburg am vergangen Sonntag ist der EffZeh weiterhin im Soll. Ein paar mehr Pleiten sind bis zum Saisonende aber nicht auszuschließen. Diese wären in Anbetracht der Bilanz 8/8/4 aber noch gut zu verkraften.

Um die internationalen Plätze zu erreichen muss der 1. FC Köln allerdings auch noch mindestens 20 Punkte holen. Dafür braucht es aktuell noch mehr offensive Akzente beim 1. FC Köln! Die gehen bisher hauptsächlich von Stürmerstar Anthony Modeste und dessen Sturmpartner Yuya Osako aus.

Offensivkraft Bittencourt fällt (wieder) länger aus

Auch Leonardo Bittencourt, der gerade erst wieder nach drei monatiger Pause, wegen einer Verletzung am Sprunggelenk, zur  Mannschaft zurückgekehrt war, galt als vielversprechende Verstärkung, in der ansonsten eher harmlosen Offensivabteilung des 1. FC Köln.

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Doch auf  Bittencourt kann Kölns Trainer Peter Stöger vorerst nicht mehr setzen. Der linke Mitteldfeldspieler zog sich im Training einen Sehnenanriss im linken Oberschenkel zu und fällt mindestens für sechs Wochen aus. Was bedeutet das nun für das offensive Mittelfeld des EffZehs?

Christian Clemens, der nach dem Ausfall von Marcel Risse im Winter vom Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 zurück an den Rhein geholt wurde, ist auf der rechten Außenbahn gesetzt.  Clemens erhielt im Pokal gegen den HSV eine Pause zur Schonung, da er ohnehin im Dauereinsatz für Köln ist.

Ein Wechsel von Clemens auf die linke Seite wäre nur eine Option, wenn Zoller die rechte Außenbahn beackert. Simon Zoller war unter Stöger zuletzt allerdings nur die zweite Wahl und sucht weiterhin nach seiner Form.

Für Bittencourts Position kommen daher auch in paar Kandidaten aus der zweiten Reihe infrage. Milos Jojic hat es zwar immer noch nicht über den Status des Ergänzungsspieler hinaus geschafft, doch könnte der Ausfall des Deutsch-Brasilianers seine (letzte) Chance sein, sich als Stammkraft beim 1. FC Köln zu empfehlen. Der technisch hochtalentierte Serbe könnte die richtigen Offensivakzente setzen, die das Kölner Spiel momentan vermissen lässt.

Auch der Dauerreservist Marcel Hartel könnt aufgrund der dünnen Personaldecke wieder eine Überlegung wert sein. Da Stöger gerade gegen offensivstarke Teams auf ein System mit fünf Abwehrspielern setzt, wird Konstantin Rausch weiterhin als Linksverteidiger auflaufen und damit der Posten vor ihm bis auf Weiteres vakant bleiben.

Hartel konnte sich in der Bundesliga noch nicht so recht durchsetzen und war in den letzten Spielen gar nicht für den Kader nominiert. Möglich, dass Stöger ihn als Einwechselspieler auf dieser Position vorsieht. Für einen Einsatz von Beginn an sind Hartels Leistungen noch nicht konstant genug.

Keine Option für das linke Mittelfeld ist aller Voraussicht nach Salih Özcan, der zwar auf der offensiven und zentralen Mittelfeldposition zu Hause ist, aber als Ersatz für den verletzten Marco Höger fest eingeplant ist.

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Die Alternativen für die Position im linken Mittelfeld sind also rar, bei aktuell sieben Ausfällen in einem der kleinsten Kader der Liga (25 Spieler).

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Neben Leonardo Bittencourt müssen die Kölner weiterhin auf Kapitän Matthias Lehmann, den Langzeitverletzten Marcel Risse, Stammtorhüter Timo Horn sowie die beiden Stürmer Sehrou Guirassy und Artjoms Rudnevs verzichten. Der Einsatz des Ex-Schalkers Marco Höger gegen seinen alten Verein am späten Sonntagnachmittag ist weiterhin offen.

Sollte Höger auch ausfallen könnte neben Jonas Hector der junge Serdar Özcan auflaufen, der bereits im Hinspiel einen Treffer beim 3:0-Sieg beisteuerte.

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