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In der Winterpause gaben wir euch von jedem Club einen heißen Kandidaten für die Rückrunde an die Hand. Nun wird abgerechnet. Wir haben unsere Empfehlungen performt? Teil 2 von Schalke bis Darmstadt.

Von Bayern bis Gladbach: Hier geht es zum ersten Teil.

FC Schalke 04: Donis Avdijaj (15 Punkte, 590.000)

Auch wir können uns irren, und zwar gewaltig: Gewinner der Vorbereitung, Youngster und Edeljoker, so das Loblied auf den etwas eigenwilligen Schalker Angreifer. Gespielt hat Avdijaj in der Rückrunde genau zweimal. Ansonsten war er verletzt oder Stammgast auf der Tribüne.

Eintracht Frankfurt: David Abraham (79 Punkte, 3.120.000)

Auch hier haben wir nicht voll ins Schwarze getroffen. Abraham spielt zwar vielleicht seine beste Saison in der Bundesliga, das liegt aber hauptsächlich an seiner starken Vorrunde. Weder den Punkteschnitt von 3,56 noch die Ausbeute von 56 konnte er im neuen Jahr bestätigen. Noch nicht einmal die 100 wird er, wie prognostiziert, noch knacken. Schuld daran ist die Misere der Eintracht und sein Platzverweis der Kategorie dämlich am 21. Spieltag.

Bayer Leverkusen: Kevin Volland (56 Punkte, 6.610.000)

Gar nicht so einfach, einen guten Mann in einem Team zu empfehlen, bei dem es im freien Fall nach unten geht. Geschafft haben wir es trotzdem. Außer Volland und Keeper Bernd Leno blieb der Rest der Werkself enttäuschend. Der Nationalstürmer hingegen legte nach verkorkster Hinserie (Rote Karte, Handbruch) so richtig los, machte 44 seiner 56 Punkte und steigerte seinen Marktwert um gut 2,5 Millionen.

FC Augsburg: Ja-Cheol Koo (31 Punkte, 470.000)

Ohne die Ideen des Koreaners, das war klar, wird es Augsburg schwer haben, seine Ziele zu erreichen. 50 Punkte wären schon drin, so unsere Vorhersage zur Winterpause für den Rest der Saison. Koo legte sensationell los, um dann richtig auf die Schnauze zu fallen: Ab Spieltag 24 gab es nur noch Negativ-Punkte. Trauriger Höhepunkt: Gegen Köln flog der 28-Jährige mit der Ampelkarte vom Platz und verletzte sich dabei auch noch bis zum Ende der Saison.

Was wurde aus den Player to watch? Teil I von Bayern bis Gladbach
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In der Winterpause gaben wir euch von jedem Club einen heißen Kandidaten für die Rückrunde an die Hand. Wir haben unsere Empfehlungen performt? Teil 1 von Bayern bis Gladbach.

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FSV Mainz 05: Aaron Seydel (9 Punkte, 190.000)

Aaron wer? Der größte Spieler der Bundesliga machte am 12. Spieltag auf sich aufmerksam, als er gleich bei seinem Bundesliga-Debüt traf. Wir witterten bereits das nächste Jahrhundert-Talent. Nachdem es mit den Rheinhessen aber langsam Richtung Abstiegskampf ging, stürmte Seydel schon längst wieder regelmäßig über die Plätze in der 3. Liga  – in der Mainzer Reserve. Nun ist er am unteren Marktwertende angelangt. Immerhin saß er zuletzt wieder zweimal auf der Bank.

VfL Wolfsburg: Mario Gomez (92 Punkte, 9.230.000)

Durchaus mutig, euch den Nationalstürmer nach der miesen Hinrunde zu empfehlen, schließlich war er gleich acht Mal mit Minus aus dem Spieltag gegangen und hatte gerade einmal 23 Punkte vorzuweisen. Doch wir sollten bei keinem anderen „Player to watch“ so recht behalten: Gomez ballerte sich vom Chancentod zum fünftbesten Stürmer der Liga und wäre er nicht in Wolfsburg, würde es für die Niedersachsen ohne jeden Zweifel in die 2. Liga gehen.

Hamburger SV: Bobby Wood (37 Punkte, 3.980.000)

Gefühlt hat Bobby Wood eine gute Runde gespielt und sogar in das Interesse von Borussia Dortmund soll sich der US-Amerikaner gespielt haben. Allein bei Comunio ist noch Sand im Getriebe. 25 Punkte in der Rückrunde können ebenso wenig sein Anspruch sein wie fünf Saisontore bei einem Stürmer mit 25 Saison-Einsätzen. Wenigstens hat sich sein Marktwert um gut 1,5 Millionen gesteigert.

Die größten Flops der Saison 2016/17

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Renato Sanches (FC Bayern München, 6 Punkte): Trotz seiner erst 19 Jahre hat sich der Neuzugang seine Debüt-Saison sicher anders vorgestellt. Schließlich schimpft man sich Europameister. Die nüchterne Bilanz: Nur 15 Bundesliga-Einsätze, davon fünf in der Startelf. Dafür, dass Sanches in Carlo Ancelottis Plänen praktisch keine Rolle spielt, sind 35 Millionen Ablöse plus X dann doch ein bisschen viel. Foto: Picture Alliance

FC Ingolstadt: Florent Hadergjonaj (53 Punkte, 1.500.000)

„Was will man mehr für 1,26 Millionen?“, fragten wir vor der Rückrunde. Hadergjonaj hat noch einmal 31 Punkte seither draufgelegt, ist beim FCI unumstrittener Stammspieler und macht nie Minus. Wir reden hier immernoch von einem klaren Abstiegskandidaten. Der Schweizer war nicht zu Unrecht Stammgast in unseren Kaufempfehlungen. Und das Beste: Er ist kaum teurer geworden. Also: Was will man mehr?

SV Darmstadt 98: Aytac Sulu (44 Punkte, 1.320.000)

Dass der Lilien-Kapitän noch eine Schippe drauflegen würde, ahnten wir bereits. 34 Punkte machte er seit dem 18. Spieltag, alleine 19 davon in den letzten beiden Partien. Haben wir hier also noch einen heißen Tipp für den Saisonendspurt? Sulu war 2016/17 jedenfalls nie besser als jetzt.

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Autor: Karol Herrmann

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