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Schon jetzt haben ein gutes Dutzend Spieler in diesem Sommer das Trikot innerhalb der Bundesliga gewechselt. Was bedeutet das für ihren Wert bei Comunio? Teil 1 mit Bayern, Gladbach, Frankfurt, Hoffenheim und Hertha. 

Bayern München

Alexander Nübel (Tor, 1.010.000) 

Situation: Der Wechsel vom Schalke-Kapitän zum Herausforderer von Manuel Neuer hat für viel Kopfschütteln gesorgt. Nübel gilt immerhin als der deutsche Torwart mit dem größten Potenzial in der Ära nach Neuer. Dass der 23-Jährige von seinem Idol im täglichen Training lernen will, ist löblich, macht die Sache aber auch nicht besser.

Prognose: Es gibt nicht den geringsten Zweifel daran, dass Neuer auch weiterhin die Nummer eins bei Bayern bleibt. Egal, welche Lieder er in seinem Urlaub auch trällert. Für Nübel, der Neuer langfristig beerben will, bleibt nicht mehr als die Spekulation auf Verletzungen oder maximal ein paar Pokaleinsätze. Die Spielpraxis, die er in diesem Alter als Keeper dringend bräuchte, wird ihm in einigen Jahren fehlen, wenn es darum geht, die Nummer eins beim Rekordmeister zu werden. Bis dahin könnten sich längst andere in Stellung gebracht haben, Bei Comunio zahlt man hier für den Namen und sollte deshalb unbedingt die Finger davon lassen.

Borussia Mönchengladbach

Hannes Wolf (Mittelfeld, 6.140.000)

Situation: Mit viel Vorschusslorbeeren im letzten Sommer zu Leipzig gekommen, hätte die erste Saison in der Bundesliga viel schlechter nicht laufen können. Ein Fußbruch in der Vorbereitung und öffentliche Abwanderungsgedanken im Winter inklusive Rüffel des Trainers ließen Wolfs Aktie bei Leipzig rapide sinken. In Gladbach trifft Wolf nun auf seinen einstigen Mentor Marco Rose. Beide waren zusammen bei RB Salzburg erfolgreich.

Prognose: Die Konkurrenz im Gladbacher Mittelfeld ist riesig. Auf der Zehn muss es Wolf mit Stindl, Embolo, Neuhaus und auch Hofmann aufnehmen, auf den offensiven Außenbahnen sind mit Thuram, Herrmann oder Plea weitere Größen zu verdrängen. Dennoch könnte Wolf, dessen Potenzial die Bundesliga noch nicht im Ansatz gesehen hat, zu einem großen Gewinner der Saison werden. Die ersten Testspiel-Eindrücke waren äußerst überzeugend.


TSG Hoffenheim

Mijat Gacinovic (Mittelfeld, 4.300.000)

Situation: Der Tausch des Serben mit Steven Zuber hat bei vielen Frankfurter Fans für Enttäuschung gesorgt, schließlich ist Gacinovic als einer der Frankfurter Pokalhelden in die Geschichte eingegangen. Sportlich hingegen war der Abgang für die Eintracht sicher zu verschmerzen. In 23 Liga-Einsätzen erzielte der offensive Mittelfeldspieler 2019/20 nicht einen Treffer.

Prognose: „Wir gewinnen einen hochspannenden Spieler mit einem Profil, das wir so zuletzt nicht hatten“, sagte TSG-Sportdirektor Alexander Rosen nach dem Transfer und fügte hinzu: „Ich freue mich auf einen variablen, technisch guten, laufstarken und schnellen Mittelfeldspieler, der uns mit seinen Fähigkeiten sowohl im eigenen Ballbesitz als auch durch sein Pressing- beziehungsweise sein Gegenpressingverhalten viele Optionen gibt.“ Im offensiven Mittelfeld der TSG muss es Gacinovic mit vielversprechenden Talenten wie Christoph Baumgartner und Dennis Geiger aufnehmen. Auch auf Linksaußen ist die TSG mit Jacob Bruun Larsen und Sargis Adamyan nicht gerade schlecht besetzt. Einen Stammplatz hat Gacinovic deshalb noch längst nicht sicher. Er dürfte aber locker zu den ersten 13, 14 Spielern des Kaders gehören.

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Eintracht Frankfurt

Steven Zuber (Mittelfeld, 3.490.000)

Situation: Zuber ging den entgegengesetzten Weg Gacinovics und spielt fortan für Eintracht Frankfurt. Auf der linken Mittelfeldseite ist dort aber mit Filip Kostic der Eckpfeiler des Teams gesetzt. Noch.

Prognose: Alles hängt von der Frage ab: Wird Kostic noch wechseln? Ein Szenario, das durchaus wahrscheinlich ist, durch Corona aber auch nicht zwingend passieren muss. Schließlich hat der Serbe ein Preisschild um die 30 Millionen. Im zweiten Fall wäre Zuber lediglich als Entlastung oder Ergänzung zu Vielspieler Kostic gefragt. Würde Kostic doch gehen, hätte man bereits einen Ersatz mit viel Bundesligaerfahrung, aber nicht ganz so viel Klasse. Für zentrale Positionen kommt der Schweizer hingegen eher weniger in Frage. Dort ist Frankfurt ohnehin gut aufgestellt.

Hertha BSC

Alexander Schwolow (Tor, 4.120.000)

Situation: Lange sah es so aus, als würde Schwolow von Freiburg zu Schalke wechseln, doch die Hertha, selbst auf Torwartsuche, funkte den Königsblauen im letzten Moment erfolgreich dazwischen. Das macht Sinn für Schwolow, denn schließlich dürften Gehalt und sportliche Perspektiven in Berlin derzeit deutlich besser sein.

Prognose: Zwar soll sich Schwolow ein Duell mit dem langjährigen Stammkeeper Rune Jarstein liefern, doch der Norweger hat seinen Zenit längst überschritten. Der in den letzten Jahren so solide Schwolow wird die klare Nummer eins bei Hertha sein.

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Autor: Karol Herrmann

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