Welches Potential hat Matthias Ginter beim SC Freiburg?

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Ob ungenutztes Potenzial auf der Bank oder durch Mannschaftsleistungen gehemmte Comunio-Punkte: Ligainterne Wechsel können Spieler zu Comunio-Topspielern machen. Wieviel Potential haben Ginter, da Costa, Barkok und Seguin?

Matthias Ginter: Eine Feel Good-Story mit Star-Potenzial

Die vergangene Saison von Borussia Mönchengladbach war keine leichte. Das musste auch Matthias Ginter bemerken, der selbst in einer Formkrise war. Nach Abgangsgerüchten im Sommer und später im Winter entschied er sich, ablösefrei zu gehen – und zu seinem Heimatverein, dem SC Freiburg, zurückzukehren.

Beim Sport-Club wird Ginter gesetzt sein. An der Seite von Philipp Lienhart hilft er dabei, den Abgang von Nico Schlotterbeck aufzufangen. Auch wenn Ginter kein Linksfuß ist, lobte Christian Streich in einer Pressekonferenz dessen schwachen Linken. Des Weiteren schätze er es so ein, dass Ginter überspielt sei und er zu seinen Topleistungen zurückkehren wird, wenn er etwas Ruhe bekommt.

Trotz der schwachen Saison schafft Ginter über seine fünf Saisons bei der Borussia auf rund 4 Punkte pro Spiel. Kann er an seine Topleistungen anknüpfen, kommt er sogar auf 5 Punkte pro Spiel (5,2 PPS in der Saison 17/18). Schlotterbecks 5,59 Punkte pro Spiel könnten gebührend ersetzt werden – und Ginter wieder zum Top-Verteidiger evancieren.


 

Danny da Costa: Funktioniert die späte Festverpflichtung?

Wie Ginter kehrt auch Danny da Costa zu einem alten Verein zurück. Das 1. FSV Mainz 05 ist jedoch nicht sein Jugendverein, sondern war eine Leihstation in der Rückrunde 2020/21. In der Halbserie wirkte er entscheidend dabei mit, das Ruder in Mainz vom sichergeglaubten Abstieg zu einer der Topmannschaften der Rückrunde rumzureißen.

In einer Wohlfühloase bei Trainer Bo Svensson und weiterhin in seiner „neuen Heimat“, dem Rhein-Main-Gebiet, konnte er Topleistungen abliefern und sammelte alle 47 Punkte seiner Saison – 2,94 im Schnitt. In den ersten acht Einsätzen schaffte er sogar 4,25 Punkte pro Spiel. Wenn er sich wieder einen Startelf-Platz erkämpfen kann, ist er ein echter Punktehamster für jede Comunio-Mannschaft.

Doch das kann schwierig werden. Nachdem er im vergangenen Sommer unter neuem Sportvorstand und Cheftrainer einen weiteren Anlauf bei Eintracht Frankfurt nehmen wollte, kaufte Mainz Silvan Widmer, der den rechten Flügel stark bearbeitet. Hier wäre er wohl eher ein Rotationskandidat. Seit der Winterpause trainiert er in Frankfurt jedoch auch als Innenverteidiger. Möglicherweise kann er beim Auffangen des Abgangs von Jeremiah St. Juste mithelfen.

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Platz 10: Moussa Diaby (Bayer 04 Leverkusen) - 143 Punkte in 32 Spielen | Foto: imago images / RHR-Foto

Aymen Barkok: Kitzelt Svensson sein Potenzial heraus?

Das Frankfurter Eigengewächs Aymen Barkok schaffte es bei seinem Jugendklub nicht, langfristig gute Leistungen zu zeigen. Immer wieder ließ er sein Potential aufblitzen,a uch schon bei seiner zweijährigen Leihe zu Fortuna Düsseldorf. Doch so richtig zündete er nicht.

Bei Comunio hatte er seine beste Phase in der Hinrunde 2020/21, als er innerhalb von fünf Spielen drei Topleistungen brachte (9, 11 und 12 Punkte zwischen Spieltag 7 und 12, kein Einsatz an Spieltag 9). Auch sonst sind seine Comunio-Leistungen selten richtig schlecht. Spielt er, wird er Auffüller-Punkte sammeln.

Bei Mainz werden Jean-Paul Boetius und Kevin Stöger den Verein verlassen. Vor allem Boetius hatte immer wieder Startelf-Einsätze, die es zu ersetzen gilt. Wechselt Jonathan Burkardt den Verein, könnte Barkok außerdem auf einer Halbposition im 5-2-2-1 zum Einsatz kommen.

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Paul Seguin: Prömel-Ersatz oder Bankwärmer?

Paul Seguins Vertrag lief aus. Mit 27 Jahren ist er das perfekte Beuteschema von Union Berlin. Dass der Hauptstadtklub bei Seguin zuschlagen konnte, war also keine Überraschung. Besonders mit dem ebenfalls ablösefreien Abgang von Grischa Prömel zur TSG Hoffenheim. Abseits von Verletzungen und Sperren war er Stammspieler bei der Spielvereinigung.

Seine Punkte bei Greuther Fürth litten stark unter den Teamleistungen. Bei diversen hohen Niederlagen sammelte er bei Comunio Minuspunkte. Diese werden bei Union Berlin vermutlich nicht mehr vorkommen, denn deren 44 Gegentore sind nur etwas mehr als die Hälfte der 82 Gegentore Fürths. Stabilität des Vereins wird auch seinen Punkten gut tun. Von Spieltag 16 bis 20 konnten er und Fürth gut abliefern und er sammelte im Schnitt fünf Punkte.

Doch fraglich ist, ob er einen Stammplatz ergattern kann. Grischa Prömels Stammplatz wird von mehreren Spielern attackiert werden. Neben Seguin verpflichtete man auch Freiburgs Janik Haberer. Im Winter holte man den ungarischen Nationalspieler Andras Schäfer für die Achter-Position. Auch Kevin Möhwald und Levin Öztunali wollen mehr Spielzeit. Gut möglich also, dass Seguin einer der vielen Flops bei Union wird, der in der Menge der guten Transfers untergeht.

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Autor: Niklas Staiger

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