Lilian Thuram gelangen gegen Kroatien im WM-Halbfinale 1998 seine einzigen zwei Länderspieltore.

Foto: © imago / Sven Simon
WM 1998, Halbfinale. Kroatien hatte Deutschland im Viertelfinale sensationell mit 3:0 nach Hause geschickt, während Frankreich nach kräftezehrenden 120 Minuten im Elfmeterschießen gegen Italien das Semifinale bei der Heim-WM erreichte. Nach einer torlosen ersten Hälfte schockte Davor Suker die Franzosen – ehe die Stunde von Lilian Thuram schlug.

Aufstellung Frankreich: Barthez – Thuram, Blanc, Desailly, Lizarazu – Deschamps – Karembeu (ab 31. Henry), Petit – Zidane – Djorkaeff (69. Trezeguet), Guivarc‘h (ab 75. Leboeuf)

Aufstellung Kroatien: Ladic – Simic (ab 90. Prosinecki), Slimac, Bilic – Soldo – Stanic, Jarni – Asanovic, Boban (ab 65. Maric) – Vlaovic – Suker  

Schiedsrichter: Jose Maria Garcia Aranda Encinar (Spanien)

Kroatien, das nach dem 3:0 über ein überfordertes DFB-Team voller Euphorie ins Halbfinale ging, wollte erstmals in der Geschichte des jungen Landes das WM-Finale erreichen. Zwar beschränkte sich die Mannschaft um Superstar Zvonomir Boban und Davor Suker gewohnt zunächst auf die Defensive und machte es so den müden Franzosen schwer.

So war Gastgeber Frankreich zwar überlegen, Torchancen gab es aber in der ersten Hälfte auf beiden Seiten kaum.

Bei der Equipe Tricolore war Zinedine Zidane einmal mehr der auffälligste Akteur. Aber auch ihm fehlte im Angriff der Spieler in der Box.

Absolute Gewinner KW 28: WM-Stars und zwei Ausgeruhte starten durch!
Bayern oder Real? James Rodriguez muss sich entscheiden

Wer sich bei der WM in den Fokus spielt, fährt meist auch bei Comunio Gewinne ein. Neben James und Co. sind aber auch zwei interessante Akteure dabei, die ausgeruht in die neue Bundesligasaison starten können.

weiterlesen...

Youri Djorkaeff und Stephane Guivarc’h begannen zwar als nominelle Stürmer, waren aber alles andere als was man heutzutage einen Neuner nennt.

Sahen die 80.000 Zuschauer im Pariser Stade de France in der ersten Hälfte also eine ereignisarme Partie, so kamen sie im zweiten Durchgang auf ihre kosten – und das direkt nach Wiederanpfiff.

Aljosa Asanovic bediente den einlaufenden Suker, die französische Hintermannschaft war offenbar mit den Gedanken noch in der Kabine und der Deutschland-Schreck schockte die Grande Nation mit dem 1:0 (46.).

Die Top-Elf des WM-Viertelfinales

Bild 1 von 11

Tor: Thibaut Courtois (Belgien) - 20 Punkte | Bildquelle: Imago

Dieser Schock hielt allerdings nur wenige Sekunden an, denn direkt nach dem Führungstreffer antwortete Frankreich. Lilian Thuram, eigentlich Rechtsverteidiger, erkämpfte sich am gegnerischen den Ball, wurde von Djorkaeff mustergültig wieder bedient und glich umgehend zum 1:1 aus (47.).

Der Ausgleich brachte Frankreich nun endgültig in die Partie und die Elf von Aimet Jacquet drängte vehement auf die frühe Entscheidung. Allerdings dauerte es bis zur 70. Minute, ehe das 2:1 fiel.

Abermals hieß der Torschütze – zur Überraschung aller – Lilian Thuram. Letztlich erzielte der Rechtsverteidiger in insgesamt 140 Länderspielen genau diese zwei Tore!

Dass diese beiden Treffer die Franzosen ins Finale brachte – um so besser. Einziger Wehrmutstropfen: Kapitän Laurent Blanc sah in der 74. Minute die Rote Karte (Tätlichkeit) und fehlte im Traumfinale gegen Brasilien.

Comunio-Gerüchteküche: Wer verlässt Bayern München?
Bleibt er bei den Bayern? Javi Martinez wird umworben

Nach dem Trainerwechsel könnte sich auch die Mannschaft der Bayern entscheidend verändern. Neben drei Münchnern stehen ein potenzieller Neu-Dortmunder sowie Schalkes Ex-Kapitän im Fokus der Transfergerüchte.

weiterlesen...

Da hinderte die Equipe Tricolore nicht am sensationellen Siegeszug, denn dank eines überragenden Zidane schlug man die Selecao mit 3:0.

Kroatien holte sich bei der WM 98 dann immerhin noch den dritten Platz. Während die Franzosen den ganz großen Triumpf feierten.

Wem gelingt dieser am Sonntagabend in Moskau? Frankreich oder Kroatien?

Du spielst noch nicht Comunio? Hier entlang – kostenlos!

Autor: Florian Schimak

Alle Beiträge von Florian Schimak »