Die deutsche Gruppe ist anspruchsvoll, doch danach könnte es zügig ins Halbfinale gehen. Deutschland lechzt nach dem viertem WM-Titel – geht in Brasilien der Traum endlich in Erfüllung?

Qualifikation:

Souverän spielte die deutsche Nationalmannschaft die Quali für die WM in Brasilien runter. Zehn Spiele, neun Siege – keine einzige Niederlage. Mit insgesamt 36 Treffern stellte das DFB-Team zudem die beste Offensive aller Qualimannschaften des europäischen Kontinents. Dennoch bleibt ein Spiel besonders in Erinnerung: Das legendäre 4:4 gegen Schweden, bei dem Schweinsteiger und Co. eine 4:0-Führung verspielten, war Wind auf den Mühlen der vielen Kritiker. Schonungslos zeigte es auf, dass die Mannschaft an guten Tagen jeden Gegner zerreißen kann, allerdings auch häufig die Möglichkeit besteht, in kürzester Zeit zusammen zu sacken.

Comunio2014-Kader:

Der Kader kostet in der Spitze richtig viel Kohle. Vielleicht liegt es daran, dass fast alle im deutschen Oberhaus spielen und somit vielen Comunio-Managern aus unserem Bundesliga-Ableger bekannt sind. Lediglich Shkodran Mustafi und Ron-Robert Zieler kosten unter eine Million Euro. Danach wird es allerdings ziemlich zügig preisintensiv. Selbstverständlich weist die deutsche Mannschaft in der Offensive die teuersten Spieler auf. Ob Götze, Kroos, Özil oder Müller: Für alle muss ein zweistelliger Millionenbetrag investiert werden. Insgesamt knacken sechs Akteure der DFB-Auswahl die magische Zehn-Millionen-Euro-Grenze. Zum Vergleich: Beim Titelverteidiger Spanien sind es fünf Spieler, der momentane Titelfavorit Brasilien hat gar sieben, die mehr als zehn Millionen Euro kosten.

Teuerster Spieler:

Thomas Müller. Deutschlands Allzweckwaffe ist aus der ersten Mannschaft nicht wegzudenken. Zwar mag der 24 Jahre alte Münchner nicht die allerfeinste Technik haben, doch sein Gespür für Situationen und Räume ist schlicht Weltklasse. Müller ist immer unterwegs, wenn es sein muss, kämpft, kratzt und beißt er sich in jede Partie. Das kann in Brasilien ein entscheidender Faktor sein, Löw rief das Turnier in Brasilien unlängst zu einer Willensleistung aus. Vor der WM gibt sich Müller gegenüber der „Augsburger Allgemeine“ selbstbewusst: „Wir fahren auf jeden Fall nach Brasilien, um den Titel zu holen. Das ist unser Ziel. In jedem Spiel, in jeder Minute, in jeder Sekunde wollen wir das zeigen.“ Um auf den Punkt zu kommen: Comunio2014-Manager müssen über 13 Millionen Euro auf den Tisch legen, um sich seine Dienste zu sichern.

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Comunio-Schnäppchen:

Sicher: Bei sechs Millionen Euro von einem Schnapper zu reden, ist ein wenig überzogen. Allerdings könnte eine Investition in Lukas Podolski während der Weltmeisterschaft richtig Früchte tragen. Der Gunner hat sich in den Testspielen gegen Kamerun und Armenien in blendender Verfassung präsentiert: Podolski strotzt nur so vor Selbstvertrauen, Kraft und Leidenschaft. Und auch wenn es hart klingt: Der Ausfall Marco Reus‘ hat die Chancen auf einen Einsatz in der Startelf im Auftaktspiel gegen Portugal nicht verschlechtert. Kann der 29-Jährige seine Form aus der Vorbereitung mit ins Turnier nehmen, könnte Podolski ein Star der Weltmeisterschaft werden. Wünschenswert wäre es.

Trainer: 

Mittlerweile ist Joachim Löw zehn Jahre im Kreise der Nationalmannschaft. Erst als Co-Trainer und verlängerter Arm Jürgen Klinsmanns, seit 2006 als Hauptverantwortlicher. Das DFB-Team hat sich unter Löw weiterentwickelt, vor allem nach dem dritten Platz bei der WM 2010 war der 54-Jährige Liebling der Medien. Doch durch die gestiegene Erwartungshaltung und der 1:2-Niederlage im EM-Halbfinale gegen Italien vor zwei Jahren sieht ihn die Öffentlichkeit skeptischer. Auch beim Turnier in Brasilien steht Löw unter großem Druck. Schafft er es, nach 1996 wieder einen großen Titel nach Deutschland zu holen?

Erfolge:

Nach wie vor gehört Deutschland zu den erfolgreichsten Nationen im Weltfußball. Jeweils dreimal sackte eine DFB-Mannschaft einen EM- oder WM-Pokal ein. Doch seit mittlerweile 18 Jahren gab es keinen Titel mehr. Zwar erreichte Deutschland seitdem zwei Finals, doch Brasilien 2002 und Spanien 2008 waren zu stark für die Nationalmannschaft. Vielleicht machen die letzten Turniere ein wenig Hoffnung. Seit 2006 erreichte das DFB-Team bei allen vier Endrunden mindestens das Halbfinale. Darauf ließe sich aufbauen. By the way: Vor 60 Jahren gab es den ersten WM-Titel, vor 40 Jahren den zweiten. Wäre doch ’ne runde Sache, 2014 wieder zu gewinnen.

Kuriositäten:

Eine Statistik, die Hoffnung macht! Gastgeber Brasilien und Italien wurden jeweils 24 Jahre nach ihrem dritten WM-Titel zum vierten Mal Weltmeister. 1990, Matthäus und so, ’ne?

Prognose:

Gar nicht mal so einfach. Die Gruppe ist anspruchsvoll, bei voller Konzentration für die DFB-Auswahl aber sicherlich keine unüberspringbare Hürde. Danach könnte der Nationalmannschaft im etwas gemäßigterem Klima im Süden Brasiliens die günstige Auslosung entgegen kommen. Wird Deutschland Gruppenerster, geht es wahrscheinlich gegen Russland oder Belgien, die zwar unangenehm, für den ganz großen Wurf allerdings zu alt (Russland) oder zu jung (Belgien) sind. Wird Argentinien zusätzlich in der Gruppe mit Bosnien-Herzegowina, Iran und Nigeria seiner Favoritenrolle gerecht, müsste Deutschland bei einem erfolgreichen Achtelfinale in der Runde der letzten Acht womöglich gegen die Schweiz, Frankreich oder Bosnien-Herzegowina antreten. Zum Vergleich: Läuft Brasilien in Gruppe A als Erster ins Ziel, wartet im Achtelfinale gleich mal Spanien, die Niederlande oder Chile. Gelingt dem DFB-Team also eine gute Gruppenphase, ist durchaus ein langes Turnier drin. Für den WM-Titel muss allerdings einiges zusammenkommen.

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Autor: Sebastian Schramm

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