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Lukas Nmecha, schon mal gehört? Genau, das ist jener unbekannte Akteur, der diesen Sommer im Kader der U21 bei der EM stand. Comunio Magazin stellt die ManCity-Leihgabe vor.

Position: Nmecha ist vornehmlich Mittelstürmer, der zwar extrem gut mit dem Rücken zum Tor ist und somit perfekt als klassischer Neuner im Zentrum taugt, aber durch seine Schnelligkeit und feine Technik auch große Stärken besitzt, wenn er etwas Raum vor sich hat. Somit ist er auch absolut als Außenstürmer oder in einem Zweiersturm eine Option, etwa an der Seite von Wout Weghorst.

Bisherige Karriere: Der 20-Jährige wurde einer breiteren Öffentlichkeit hierzulande in diesem Sommer bekannt, als sein Name etwas überraschend im Kader der deutschen U21 für die EM in Italien auftauchte. Zuvor hatte er sämtliche U-Nationalmannschaften Englands durchlaufen.

Weil er aber in Hamburg geboren ist, und dort auch neun Jahre lebte, konnte ihn Trainer Stefan Kuntz nach einem Abendessen davon überzeugen, zum DFB zu wechseln. Inzwischen, so muss man ja leider feststellen, dürfte es ohnehin etwas einfacher sein, für den DFB zu spielen als für die Three Lions.

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Platz 10: Daniel Ginczek (Sturm), 72 Punkte - Foto: Imago Images/regios24

Ausgebildet wurde Nmecha bei Manchester City. Pep Guardiola beförderte ihn 2017 zu den Profis, nachdem er bei der U23 bereits am Fließband getroffen hatte. Bei den Citizens kam er aber insgesamt nur auf einen FA-Cup- und zwei Premier-League-Einsätze. Und auch, wenn Guardiola viel von Nmecha hält, sollte der erst einmal Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln.

Im letzten Jahr war das bei der Leihe zu Preston North End in die Championship (43 Einsätze, drei Tore) durchaus gegeben. Nun soll in Wolfsburg der nächste Schritt folgen. Die Wölfe sollen sich zudem eine Kaufoption in Höhe von einer Million Euro gesichert haben.

Einstiegsmarktwert: Mit zwei Mio. startet Nmecha sehr moderat für einen Neuzugang bei Comunio. So viel kostet derzeit selbst sein neuer Mannschaftskamerad Daniel Ginczek, der jedoch erst einmal bis zur Rückrunde ausfällt. Vergleichbar teurer Stürmer sind derzeit Dortmunds Marius Wolf oder der Bremer Josh Sargent.

Situation: Nmecha soll zunächst den verletzten Ginczek ersetzen. Doch im bevorzugten 3-4-3 von Oliver Glasner gibt es für zwei klassische Mittelstürmer eigentlich gar kein Platz. Und geht man davon aus, dass Wout Weghorst im Zentrum gesetzt ist und Glasners Lieblingsschüler Joao Victor auf der linken Flanke, muss sich Nmecha irgendwo mit Renato Steffen, Felix Klaus, Admir mehmedi und Josip Brekalo um den letzten verbleibenden Platz duellieren. Das wird trotz allem Talent sehr sportlich. Mehr als eine Jokerrolle wird es für Nmecha zu Beginn der Saison also nicht sein.

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Marktwertpotenzial: Ein Neuzugang, der obendrein deutscher U21-Nationalspieler ist und von Manchester City kommt, hat ein sehr großes Potenzial, den Einstiegsmarktwert von zwei Mio. zumindest mal zeitnah zu verdoppeln. Also schnell zuschlagen. Setzt sich Nmecha mittelfristig als regelmäßige Joker-Option durch oder wird sogar eine Option für die Startelf, ist mit dem Talent noch einiges möglich. Grundsätzlich sollte man aber nicht mit überhöhten Erwartungen an diese Personalie herangehen.

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Autor: Karol Herrmann

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