Zählt der doppelt? Sebastien Haller ist der erfolgreichste Zweikämpfer der Liga.

Foto: © imago / Sven Simon
Gut durchgesetzt ist halb gepunktet: Zweikampfstärke ist natürlich auch ein Faktor für eine gute Note, egal, auf welcher Position. Wir verraten, welche Spieler bisher die meisten Zweikämpfe gewannen. Überraschung: Naldo ist nicht dabei!

Salif Sané (FC Schalke 04, Abwehr, 44 gewonnene Zweikämpfe)

Dass beim FC Schalke 04 der Saisonstart so komplett in die Hose gegangen ist, liegt auch an Salif Sané. Der Neuzugang von Hannover 96 hat sich zwar direkt in die Stammformation gespielt, ist damit aber auch ein Teil einer ungewohnt wackligen 04-Verteidigung. Im Spielaufbau greifen Sané und Co. überraschend konsequent auf oftmals wilde lange Bälle zurück, dazu ist die Schalker Hintermannschaft bisher sehr anfällig gegen Standardsituationen, zuletzt köpfte der nicht eben baumlange Matthias Ginter eine Ecke ein. Im Zweikampf dagegen macht Sané eine gewohnt gute Figur: Mit 44 gewonnen Duellen ist er der (geteilte) viertbeste Zweikämpfer der Liga und der erfolgreichste seines Teams.

Florian Grillitsch (TSG Hoffenheim, Mittelfeld, 44)

Am Wochenende noch verletzt unter der Woche dann Vereinsgeschichte geschrieben: Florian Grillitsch erzielte in Donezk das erste Champions League-Tor in der Hoffenheimer Historie geschrieben, nur wenige Tage nachdem sich der Mittelfeldspieler bei der 1:2-Niederlage in Düsseldorf eine schmerzhafte Schulterprellung zugezogen hatte – und trotzdem 90 Minuten durchspielte. Der Österreicher ist hart gegen sich und andere, das macht den 23-Jährigen in dieser Saison wertvoll für TSG-Coach Julian Nagelsmann – und zum viertbesten Zweikämpfer der Liga.

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Ihlas Bebou (Hannover 96, Sturm, 44)

In der Vorbereitung gerüchtete es, dass Hannovers Angreifer Ihlas Bebou bereit zum Absprung sei, 15 Millionen Euro Ablöse habe man erlösen wollen, Interesse aus England und Wolfsburg hätten bestanden. Der 24-Jährige selbst wischte schnell alle Konjunktive vom Tisch: „Ich habe es selber auch nur gelesen und kann dazu auch nur wenig sagen. Es gab bei mir nie den Gedanken, den Verein zu verlassen. Ich wollte nicht weg, fühle mich wohl hier!“ Und so spielt der Flügelstürmer auch, mit vollem Engagement, auch wenn es im Abschluss seit längerem hapert. Das letzte seiner bisher fünf Bundesligatore datiert aus dem Dezember, in dieser Saison steht immerhin schon eine Vorlage in den Büchern.

Lucas Torró (Eintracht Frankfurt, Mittelfeld, 45)

Nicht restlos begeistert sind sie in Frankfurt bisher von ihrem neuen Regisseur Lucas Torró. Der Spanier, als Ersatz für den nach Gelsenkirchen abgewanderten Omar Mascarell geholt, ist zwar auf der Sechs gesetzt, das aber vor allem mangels Alternativen, denn im Spiel nach vorne bietet der Neuzugang aus Osasuna noch zu wenig an und sammelt seine Pluspunkte vor allem im Spiel gegen den Ball. In einer Hinsicht erfüllt der 23-Jährige jedoch voll die Erwartungen: Mit 45 gewonnen Zweikämpfen ist er der zweiterfolgreichste Spieler seines Teams.

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Ignacio Camacho (VfL Wolfsburg, Mittelfeld, 46)

Der starke Wolfsburger Saisonstart (sieben Punkte aus den ersten drei Spielen) geht auch auf das Konto von Ignacio Camacho. Der Spanier, der in der vergangenen Saison so häufig angeschlagen oder verletzt war, absolvierte in der laufenden Runde bisher alle drei Spiele von Beginn an und lässt sich auch von Wehwehchen nicht stoppen. So lief der Spanier beim jüngsten 2:2 mit einer Prellung im Gesäßbereich bzw. am Oberschenkel über die volle Distanz auf, muskuläre Probleme zum Wochenstart sind inzwischen wieder überwunden. Und diese Härte tut den Wölfen gut, Camacho zeigt in Abwesenheit von Kapitän Joshua Guilavogui in der Mittelfeldzentrale seine ganze Klasse. Der Lohn für u.a. 46 gewonnene Zweikämpfe sind starke 14 Comuniopunkte.

Sebastian Haller (Eintracht Frankfurt, Sturm, 59)

Der erfolgreichste Zweikämpfer der Liga ist ein Stürmer: Frankfurts Sebastien Haller ist bärenstark in die Saison gestartet. Drei Spiele, drei Tore und dazu noch eine Vorlage lassen nicht nur die Herzen der SGE-Fans höher schlagen, sondern sorgen dank so bereits erspielten 25 Punkten auch bei findigen Comuniomanagern für Begeisterung. Und mit diesen Daten – dazu kommen auch noch beeindruckende 59 gewonnene Zweikämpfe für die 1.90-Kante – landet man natürlich auch schnell in diversen Notizbüchern. So lassen heute italienische Medien verlauten, dass Borussia Dortmund den 24-Jährigen für die Winterpause ins Visier genommen hätte, um neben dem kleinen Paco Alcacer auch noch einen weiteren, ganz anderen Stürmertyp in den Kader zu bekommen. Bis es so weit sein könnte, stehen aber noch eine Menge Zweikämpfe für die Eintracht an.

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Autor: Till Erdenberger

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