Was Comunio Spieler in den Wahnsinn treibt

Foto: © Kay Nietfeld/dpa
Comunio macht das Fußballgucken noch spannender, als es sowieso schon ist. Eigentlich. Es kann aber auch vorkommen, dass es einem das gesamte Wochenende versaut. Fünf Comunio-Desaster, die jeder schon mal erlebt hat.

„F***, ich bin ja im Minus!“

Am Samstagnachmittag hockst Du mit deinen Freunden zusammen vor dem Fernseher: Bundesliga-Konferenz, Bier, Pizza. Und Comunio. Bei jedem noch so überflüssigen Übersteiger deines gerade erst erworbenen Superstars prahlst Du mit deinem Fachwissen und beschwörst: „Der MUSS einfach ’ne gute Note kriegen!“

Aber es kommt noch besser. Dein Star dreht voll auf, aus Übersteigern werden Tore und Vorlagen, Du bist im siebten Himmel. Wieder mal alles richtig gemacht. Du zückst dein Smartphone, um allen deine Weltklasseaufstellung unter die Nase zu reiben. Und siehst plötzlich dieses Minus vor deinem Kontostand. Du fühlst dich um deinen verdienten Lohn betrogen. Den Rest des Abends willst du nicht mehr über Comunio sprechen.

„Der ist sonst immer soooo schlecht!“

Freitagabend, Du bastelst an deiner Aufstellung für den kommenden Bundesliga-Spieltag. Im Mittelfeld nimmst Du eine Änderung vor: Zu sehr hat dich Spieler X in den letzten Wochen enttäuscht. Diesmal bist Du schlauer und nimmst ihn aus dem Team.

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Einen Tag später hast Du zwar keine Zeit, um dir die Spiele anzuschauen, checkst aber regelmäßig wie es steht. Natürlich interessieren dich vor allem die Torschützen – hier geht es immerhin um Punkte! Bei einem 4:4 zweier mittelmäßiger Mannschaften guckst Du genauer hin und siehst: Doppelpack X, die beiden anderen Tore hat er vorbereitet, in der 94. Minute auf der Linie gerettet – eine Supershow! Dich erreichen Nachrichten deiner Freunde: „WAHNSINN! Hast Du den nicht?!“ Du entscheidest, nicht zu antworten. Bis Mitte der folgenden Woche loggst Du dich nicht mehr bei Comunio ein.

„Das ist halt unfair…“

Beim Spitzenspiel am Samstagabend hat dein Freund nichts Besseres zu tun, als die bestenfalls mittelmäßigen Aktionen seines Topstürmers abzufeiern. Du gibst Kontra und erklärst, dass er in Wirklichkeit gar nicht so stark sei, da gebe es deutlich Bessere (zum Beispiel deine Stürmer, so ein Zufall!)

Bei einem Tor des Stürmers hast Du als Einziger gesehen, dass er „eigentlich im Abseits“ stand. Vor einem genialen Schnittstellenpass hat er vorher „ganz klar seinen Gegenspieler umgerissen“ und beim nächsten Tor wird sein Tempodribbling durch die gesamte Abwehr zu Unrecht gehyped („da muss halt mal einer richtig angreifen!“) Bei Comunio kriegt der Spieler 20 Punkte, dein Freund zieht dadurch in der Tabelle an dir vorbei. Du witterst eine Verschwörung.

„Soll der den halt in der Champions League draußen lassen!“

Du hast dir am Anfang der Saison den Spitzenstürmer einer absoluten Spitzenmannschaft gegönnt. Er kostet zwar mehr als der Rest deines Teams zusammen, aber Du bist sicher: Der Typ ist es wert! Und Du liegst richtig: Dein Stürmerstar trifft und trifft – wenn er denn spielt.

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Aber der Trainer der Spitzenmannschaft ist ein Freund der Rotation und lässt deinen Stürmer nach Spielen in der Champions League regelmäßig auf der Bank schmoren. Für dich sind das verschenkte Punkte. Du hoffst, dass die Mannschaft möglichst bald aus der Champions League fliegt – oder der Trainer entlassen und durch einen erklärten Rotationskritiker ersetzt wird.

„Misch! Dich! Da! Nicht! Ein!“

Auf dem Rasen läuft ein hitziges und hartes Derby – und Du hast einen Abwehrspieler einer beteiligten Mannschaft in deinem Team. Aber Du hast Glück: Der Trainer seiner Mannschaft hat ihn nicht aufgestellt und Du denkst: Besser null Punkte als Minuspunkte und eine Verletzung, so wie die es sich hier auf die Hölzer geben!

Erst nach der 70. Spielminute wird dein Verteidiger eingewechselt. Kein Problem, denkst Du, ab jetzt gibt es keine Punkte mehr – und dementsprechend auch keine Minuspunkte. Doch dann passiert es. Kaum fünf Minuten nach seiner Einwechslung bricht auf dem Platz eine Rudelbildung los; es wird geschubst, gezerrt und gemotzt. Dein Abwehrspieler steht zwar 30 Meter weit weg vom Geschehen, spurtet aber plötzlich wie wild los, wirft sich mitten ins Gemenge und greift einem Gegner dabei ins Gesicht. Der Schiedsrichter zeigt ihm Rot, sechs Minuspunkte für dich. Zu Hause angekommen, setzt Du den Spieler auf den Transfermarkt – Preis egal.

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Autor: Marcus Erberich

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