Alario: Neu bei Eintracht Frankfurt

Foto: © imago images / HJS
Häufig wechseln Spieler ligaintern für einen Stammplatz. Doch Adamyan, Alario und Förster müssen sich auch im neuen Verein dem harten Duell um die Einsatzzeit stellen. Welches Potenzial haben die internen Wechsler?

Lucas Alario: Vom Superjoker zum Superstar?

Bayer Leverkusen hat seinen Superjoker abgegeben. Lucas Alario wechselt zu Eintracht Frankfurt. Bei der SGE könnte Alario nun zum absoluten Superstar werden. Denn seine Quoten bei Leverkusen waren immer stark. Rechnet man seine erzielten Tore auf seine Einsatzzeiten, traf er in den fünf Saisons unterm Bayerkreuz alle 137 Spielminuten. Einen Peak hatte er letztes Jahr: 2021/22 traf er alle 92 Spielminuten, also etwa einmal pro Spiel.

Bei der Eintracht werden seine Qualitäten klar gesucht. Rafael Borre ist zwar ein starker Spieler gegen den Ball und auch für das Umschaltspiel wichtig, seine Torquote bisher aber nicht herausragend. In der Europa League traf er in den wichtigsten Spielen jeweils einmal – doch in der Liga standen acht Tore in 2.391 Minuten zu Buche – somit nur ein Treffer alle 300 Spielminuten.

Alario soll als „echte Neun“ und Strafraumstürmer nun für mehr Torgefahr sorgen. Die große Frage steht jedoch: Kann er sich bei der Eintracht die entsprechende Spielzeit erarbeiten, die er bei Leverkusen nicht sichern konnte? Die Konkurrenz mit Borre und Neuzugang Randal Kolo Muani ist groß. Schafft er es auf regelmäßige Spielzeit, könnte Alario endlich vom Superjoker zum Superstar reifen.

Sargis Adamyan: Hoffen(heim) auf den Modeste-Abgang

Als Sargis Adamyan 2019 von Jahn Regensburg zur TSG Hoffenheim wechselte, hatte er von Beginn an ein schwieriges Standing. Er kam als Backup und arbeitete sich in der Hinserie in die Startelf. Am Höhepunkt seiner Zeit – und auch derzeitigen Karriere – brachte ihn eine Sprunggelenksverletzung mit folgender Operation aus dem Schwung. Seitdem schaffte es Adamyan nicht wieder, sich langfristig zu etablieren. Häufiger als zwei Spiele am Stück stand er nicht in der Startelf.

Doch eine Leihe zum FC Brügge zeigte sein Potenzial auf. Sechs Tore in 700 Spielminuten sind eine gute Quote. Das Problem dabei ist, dass er für alle sechs Tore nicht besonders viel tun musste. Abstauber oder letztes Einschieben waren die Regel. Diese Treffer muss man auch erstmal erzielen, jedoch reicht das für die Bundesliga normalerweise nicht. Und der Konkurrenzdruck in Köln ist hoch.

Mit Anthony Modeste ist eine von maximal zwei Sturmpositionen besetzt. Sebastian Andersson (wenn fit), Steffen Tigges und Jan Thielmann streiten sich mit Adamyan um den zweiten Platz – wenn es ihn gibt. Vergangene Saison wechselte man ungefähr zur Hälfte von einem 4-1-3-2 auf ein 4-2-3-1. In letzterem könnte Thielmann zwar auf den Flügel ausweichen, doch der Konkurrenzdruck ist immer noch enorm. Nun gilt es, zu hoffen, dass Köln Modeste abgeben kann, damit ein weiterer Stammplatz geöffnet wird. Ansonsten dürfte es für Adamyan eine Saison mit viel Zeit auf der Bank werden.

 

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Ein Beitrag geteilt von Comunio (@comunio)

 

Philipp Förster: Die Hoffnung auf den Stammplatz?

Beim VfB Stuttgart verlor Philipp Förster in der vergangenen Saison seinen Stammplatz. Während der Zweitliga-Saison und nach verletzungsbedingten Startschwierigkeiten auch der ersten Bundesliga-Saison war er beim VfB Stammspieler und trug mit guten Leistungen zum Erfolg nach dem Aufstieg bei. Eine zweite Saison dieser Art konnte er jedoch nicht spielen. Während er in der Hinrunde noch viel Einsatzzeit bekam, mangelte es an Leistung.

In der Rückrunde 2022 stand Förster nur drei Mal in der Startelf – zwei Mal verlor man, das dritte Spiel war ein 0:0 gegen Absteiger Fürth. Keine befriedigende Bilanz für Förster, der nun in Bochum ein neues Kapitel aufschlagen wird. Doch die Konkurrenz kann sich auch beim VfL sehen lassen. Mit Kevin Stöger hat man einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler unter Vertrag genommen, der Stammplatzansprüche stellen dürfte.

Neuzugänge Oliver Burke, Jordan Siebatcheu und Jens Stage im Comunio-Check
Stage: Neu bei Werder Bremen

Stage, Siebatcheu und Burke sind neu in der Liga. Ihre Vereine versprechen sich viel von den Neuzugängen. Doch was können sie leisten und welche Erwartungen darf man an sie haben? Drei potentielle Stammspieler im Comunio-Check!

weiterlesen...

Anders als Alario und Adamyan befindet sich Förster in einer neuen Rolle: Der Kampf um die Startelf. Beim VfB war er lange gesetzt und konnte den Platz nicht zurückerobern. Qualitativ dürfte das Duell zwischen Stöger und Förster eine 50-50-Entscheidung sein. Spätestens mit der Fest-Verpflichtung von Konstantinos Stafylidis, der sich mit Anthony Losilla und Jacek Goralski ums defensive Mittelfeld streiten wird, dürfte auch ein 4-3-3 vom Tisch sein, bei dem Stöger und Förster beide einen Platz finden. Die harte Realität wird also das Stammplatzduell sein. Ausgang unbekannt.

Du spielst noch nicht Comunio? Hier entlang – kostenlos!