Alvaro Odriozola (r.) spielt in der Rückrunde für den FC Bayern München.

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Der FC Bayern hat den von Trainer Hansi Flick geforderten Rechtsverteidiger verpflichtet. Von Real Madrid wird Alvaro Odriozola ausgeliehen. Der 24-Jährige könnte das noch fehlende Puzzle-Teil im System von Bayern-Coach Flick sein. Dieses Comunio-Potenzial hat Odriozola.

Position: Alvaro Odriozola hat sich bei seiner Vorstellung am Mittwoch selbst als Verteidiger beschrieben. Allerdings ist der Baske kein gelernter Abwehrspieler. „Bis vor vier Jahren habe ich eine viel offensivere Position gespielt“, sagte Odriozola auf der Pressekonferenz: „In der Zwischenzeit habe ich aber die Automatismen und die Spielweise eines Rechtsverteidigers verinnerlicht – und sehe mich selbst auch als Verteidiger.“

Der 24-Jährige ist also kein klassischer Abwehrspieler. Er hat seine Stärken im Offensivspiel, weil er dort seine Schnelligkeit und seine Flankenstärke ausspielen kann. Probleme hat er mit dem Geschehen in seinem Rücken. Die Süddeutsche Zeitung beschrieb ihn als den „speigelverkehrten Bernat“. 

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Tor: Yann Sommer | Borussia Mönchengladbach | 4.680.000 | 65 Punkte | Stand: 5.1.20 | Bildquelle: imago images / Matthias Koch

Bisherige Karriere: Der Baske wurde bei Real Sociedad San Sebastian ausgebildet. Dort spielte er bis zum Sommer 2018, wurde Nationalspieler und empfahl sich für höhere Aufgaben, weshalb Real Madrid 30 Millionen Euro Ablöse zahlte. In der spanischen Hauptstadt schaffte er aber den großen Durchbruch nicht und absolvierte in der aktuellen Spielzeit lediglich fünf Spiele für die Königlichen.

Bayern-Neuzugang Alvaro Odriozola im Comunio-Check: Das fehlende Puzzle-Teil

Insgesamt vier Mal trug er das spanische Nationaltrikot, dabei gelang ihm ein Treffer. Bei der WM 2018 gehörte der damals 21-Jährige zum Kader der „Furja Roja“, wurde aber beim Turnier in Russland nicht eingesetzt. Sein letztes Länderspiel absolvierte er im Juni 2018 gegen Tunesien.  

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Einstiegsmarktwert: Der liegt bi 5.750.000 und ist damit verhältnismäßig günstig. Im Vergleich zu Benji Pavard, David Alaba oder den anderen gesetzten Verteidigern ist das wirklich preiswert. Joshua Kimmich wird zwar noch als Abwehrspieler geführt, dürfte nach dem Odriozola-Deal aber nun wirklich nur noch im Mittelfeld eingesetzt werden. 

Im Vergleich zu den anderen Abwehrspieler in der Bundesliga sind die gut 5 Millionen natürlich ein stolzer Preis, aber für einen vermeintlichen Stammspieler beim FC Bayern ist dieser Wert natürlich noch sehr gering. 

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Tor: Gautier Larsonneur (Stade Brest) - 108 Punkte | Bildquelle: imago images / PanoramiC

Situation: Odriozola könnte das fehlenden Puzzle-Teil im System von Bayern-Coach Hansi Flick sein. Er ist der gewünschte Rechtsverteidiger, der das von Flick geforderte Tempo mitbringt. Kimmich und Pavard waren gute Optionen, aber hatten ihre Stärken woanders – und werden in der Innenverteidigung oder auf der Sechs benötigt.

Bayern-Neuzugang Alvaro Odriozola im Comunio-Check: Darum könnte er durchstarten

Am Beispiel Davies sieht man, welch ein Spieler-Typ Flick als Außenverteidiger vorschwebt. Sollte sich Odriozola schnell integrieren und die nötige Fitness mitbringen, könnte er von Beginn an auf der rechten Seite gesetzt sein. Dass Odriozola bei Real so wenig zum Einsatz kam, ist Fluch und Segen zugleich.

Zum einen wäre er nicht zu haben gewesen, wenn er in Madrid eine Stammplatz gehabt hätte. Zum anderen fehlt ihm nun die Matchpraxis. Aber vielleicht kann er sich diese bis Mitte Februar holen, wenn es dann für den Rekordmeister ans Eingemachte geht. 

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Marktwertpotenzial: Das ist enorm. Die 5,5 Millionen, die er aktuell kostet, könnten sich als absolutes Schnäppchen herausstellen. Immerhin war es der sehnliche Wunsch von Hansi Flick, dass ein Rechtsverteidiger an die Säbener Straße kommt. Insofern wird der FCB-Coach seine Vorstellungen haben.  

Odriozolas Preis könnte sich schon bald in die Sphären von Davies und Co. bewegen, falls er denn einschlägt. Möglicherweise wird er in den ersten Wochen noch etwas Zeit brauchen, um die Abläufe beim FC Bayern kennenzulernen und nicht von Beginn an überragen. Aber im Februar, wenn die Eingewöhnungszeit vorbei ist, dürfte sich das auch in den Comunio-Punkten widerspiegeln – und dann den Marktwert deutlich anheben.

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Autor: Florian Schimak

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