leverrkusen kader analyse

Bayer Leverkusen steckt nicht in einer Krise, aber es läuft auch nicht alles nach Plan: Nach acht Spielen steht die Werkself auf Platz sieben der Tabelle. Eines der Kernprobleme ist die Offensive. Wir nehmen den Kader unter die Lupe.

Vielleicht hat Bayer Leverkusen die Länderspielpause einfach gebraucht. Und wer könnte es ihnen verdenken?

Innerhalb von nur neun Tagen erlebte die Werkself ein ziemliches Auf und Ab: Zuerst gewann die Mannschaft in Bremen souverän mit 3:0, dann unterlag sie in der Champions League nur knapp dem FC Barcelona – und kam gegen den FC Augsburg fünf Tage später nicht über ein unbefriedigendes 1:1 hinaus.

Der Eindruck des letzten Spiels ist bei vielen Fans haften geblieben – aber er verzerrt ein wenig das Bild. Denn in der Bundesliga steht Leverkusen mit 13 Punkten derzeit zwar nur auf Platz sieben, Hertha BSC auf Platz vier hat allerdings gerade mal einen Punkt mehr.

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Wie schwer wiegen die Abgänge?

Soweit hätten sie in Leverkusen also keinen Grund, schlecht gelaunt zu sein. Was die Stimmung jedoch etwas trüben dürfte, ist die Tatsache, dass Bayer bisher drei seiner acht Bundesligaspiele verloren hat – gegen Bayern München, Darmstadt 98 und Borussia Dortmund.

Zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison hatte Bayer Leverkusen ebenfalls 13 Punkte auf dem Konto, allerdings hatten sie da erst eine Niederlage wegstecken müssen.

Die etwas schwächere Form im Vergleich zum Vorjahr könnte man nun auf die Abgänge der Spieler Heung-Min Son und Gonzalo Castro zurückführen; Son hatte in der Saison 2014/2015 elf Tore geschossen und drei vorbereitet, bei Castro waren es zwei Tore und neun Vorlagen.

Andererseits hat Leverkusen auch starke Spieler eingekauft: Chicharito kam von Manchester United, Kevin Kampl von Borussia Dortmund, Admir Mehmedi aus Freiburg und Charles Aranguiz aus Porto Alegre, er hatte sich allerdings im August einen Achillessehnenriss zugezogen.

Nur Durchschnitt in allen Mannschaftsteilen

Beim Blick auf den Comunio-Kader der Leverkusener fällt schnell auf: Es fehlen die Highlights. Bester Spieler aus Comunio-Sicht ist derzeit Lars Bender mit 30 Punkten. Im Ranking der besten Mittelfeldspieler steht er damit gerade mal auf Platz 16. Zum Vergleich: Auf den Plätzen eins und zwei stehen Yunus Malli vom FSV Mainz 05 und Douglas Costa vom FC Bayern München mit jeweils 62 Punkten.

Benders Kollegen haben bisher noch weniger mitgenommen: Hakan Calhanoglu ist Zweitbester mit 24 Punkten, ihm folgen Kevin Kampl und Christoph Kramer mit je 22 Punkten.

Ein ähnliches Bild gibt die Bayer-Abwehr gegenwärtig ab, die mit neun Gegentoren bisher eigentlich nicht sonderlich viele zugelassen hat. Hier ist Neuzugang Jonathan Tah stärkste Kraft mit 22 Punkten, Kyriakos Papadopoulos hat 18 Punkte, der Brasilianer Wendell 16.

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Torschützenkönig mit zwei Toren

Auch im Angriff fehlen bei Bayer Leverkusen gegenwärtig Spieler, die voran gehen. Das zeigt sich auch beim Blick auf die Tabelle: Acht Tore hat die Offensivabteilung bisher zustande gebracht, im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 16 gewesen – exakt das Doppelte.

Mannschaftsinterner Torschützenkönig ist aktuell Linksaußen Julian Brandt mit gerade mal zwei Toren, ihm folgen sechs Spieler mit je einem Treffer: Chicharito, Mehmedi, Kampl, Bellarabi, Calhanoglu und Stefan Kießling.

Da ist es nicht wirklich eine Überraschung, dass die Comunio-Punkteausbeuten der Bayer-Angreifer nicht sonderlich groß sind. Stärkste Kraft ist Zwei-Tore-Mann Brandt mit 22 Punkten.

Gerade im Angriff scheinen sich die Abgänge von Son und Castro also durchaus bemerkbar zu machen. Aber die Saison ist noch jung und die Neuzugänge haben noch Zeit, ihren Platz in der Mannschaft zu finden. Die Länderspielpause wird ihnen jedenfalls ganz recht gewesen sein.

Du spielst noch nicht Comunio? Dann fang jetzt damit an!

Autor: Marcus Erberich

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