Franco di Santo verlässt den SV Werder Bremen – und wird sich wohl dem FC Schalke 04 anschließen. Für Schalke ist der Transfer ein gelungener Coup. Für Werders Thomas Eichin bedeutet er vor allem eins: Stress.

Lieber Herr Heldt, lieber Herr Eichin, bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Was lange währt, wird endlich … ?

Die Antworten der beiden Bundesliga-Manager auf diese Frage dürften derzeit ziemlich unterschiedlich ausfallen. „Gut“, würde wahrscheinlich Schalkes Horst Heldt sagen. „Eher mäßig“, Werders Thomas Eichin.

Auf Eichin kommt ein Haufen Arbeit zu

Denn alles deutet seit Samstagmittag darauf hin, dass Franco di Santo Werder Bremen verlassen und sich dem FC Schalke 04 anschließen wird. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend, Werder hat offiziell mitgeteilt, dass di Santo den Verein mit sofortiger Wirkung verlässt.

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Für Schalke ist der Transfer ein guter Deal: Für eine Ausstiegsklausel, die laut „Kicker“ bei sechs Millionen Euro liegt, wechselt ein Stürmer nach Gelsenkirchen, der in der Vorsaison 13 Tore und zwei Vorlagen beigesteuert hat – und dessen Marktwert deshalb deutlich höher sein dürfte.

Für Werder Bremen dürften die drei Wochen bis zum Start der neuen Saison hingegen stressig werden: „Wir müssen noch einen Stürmer holen“, beschreibt Eichin seine Situation. Alleine kann es Neuzugang Anthony Ujah schließlich nicht richten – Youngster Melvyn Lorenzen ist angeschlagen und wird bis zum Saisonstart vermutlich nicht fit sein.

Schalke hat sich sauber verhalten“

Thomas Eichin bescheinigt seinem Kollegen Horst Heldt zwar, sich im Werben um di Santo „sehr sauber verhalten und uns rechtzeitig über die Verhandlungen informiert“ zu haben. Der Zeitpunkt des Transfers dürfte ihm aber dennoch nicht schmecken.

Immerhin war er bereit, di Santo zu Werders am besten bezahlten Profi zu befördern. Laut „Bild“ wäre für den Stürmer ein Vierjahresvertrag mit jährlich drei Millionen Euro Gehalt drin gewesen. Beim FC Schalke soll sein Salär laut „Transfermarkt“ noch eine Million mehr betragen, die Laufzeit des Vertrages soll dieselbe sein.

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Zuletzt hatte di Santo noch aus dem Urlaub nach Bremen gekabelt und angegeben, sein Management und der SV Werder seinen nah beieinander. Rückblickend wirkt das wie Maskerade.

Breitenreiter „möchte einen, der oft trifft“

Wie auch immer: Dass Fußballspieler den Arbeitgeber wechseln, ist legitim – und mit dem FC Schalke 04 hat sich di Santo für eine neue Herausforderung entschieden. Er tritt dort in Konkurrenz mit Namen wie Klaas-Jan Huntelaar und Eric Maxim Choupo-Moting.

Dass er sich auf Schalke behaupten wird, ist derweil nicht unwahrscheinlich. Dass er über eine große Qualität verfügt, muss er niemandem mehr beweisen. Und Schalkes Trainer André Breitenreiter formulierte zuletzt glasklar, welchen Stürmertyp er gerne noch im Kader hätte: „Ich möchte einen, der oft trifft, kopfballstark und schnell ist, die Bälle festmacht und viel laufen kann.“

Die Antwort ist nun Franco di Santo. Horst Held hat geliefert wie bestellt.

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Autor: Marcus Erberich

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