Claudio Pizarro ist der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga.

Foto: © imago images / Sven Simon
Claudio Pizarro ist so etwas wie der ewige Torjäger in der Bundesliga. Er traf schon für den FC Bayern und tut dies aktuell zum x-ten Mal für den SV Werder Bremen. Vor über fünf Jahren trug der heute 41-Jährige das FCB-Trikot – und schenkte ausgerechnet seinen Bremern zwei Buden ein.

Fußball hat ja oft etwas mit Romantik zu tun. Wie man die Liebesbeziehung zwischen Claudio Pizarro und dem SV Werder Bremen in diesem Zusammenhang einordnen soll, steht allerdings noch nicht wirklich fest. 

Bereits fünfmal wechselte der Peruaner wieder zurück an die Weser. Dass er mit seinen Abstechern oder – um in der Beziehungssprache zu bleiben – seinen Affären auch immer mal wieder auf seine vermeintlich große Liebe traf, ist dabei nicht ungewöhnlich.

Im April 2014 verhielt sich Pizarro aber absolut nicht gentlemanlike, sondern zeigte den vollen Umfang seiner Qualitäten. Damals spielte er wieder einmal für den FC Bayern, der von Pep Guardiola trainiert wurde. 

Unter der Woche hatten die Münchner völlig unglücklich mit 0:1 im Champions-League-Halbfinale im Bernabeu bei Real Madrid verloren und wollten sich für das Rückspiel natürlich weiteres Selbstvertrauen holen, zumal sie am 32. Spieltag schon längst als Meister feststanden.

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Sturm: Karim Benzema (Real Madrid) - 116 Punkte | Bildquelle: imago images / Alterphotos

Allerdings schockte Werder die Bayern direkt nach zehn Minuten, als Theodor Gebre Selassie frei vor Neuer auftauchte und die Gäste aus dem Norden in Führung brachte. Dann aber schlug erstmals Pizarro zu und bediente sehenswert Franck Ribery, der in der 20. Minute den 1:1-Ausgleich erzielen konnte. 

Noch vor der Pause brachte Aaron Hunt den Außenseiter dann wieder überraschend in Front (36.). Im zweiten Durchgang war es dann aber vorbei mit der grün-weißen Herrlichkeit – und die Pizarro-Festspiele begannen. 

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In der 53. Minute stand der Oldie nach einer Ecke genau richtig und drückte die Kugel am langen Pfosten zum Ausgleich über die Linie, ehe er nur vier Minuten später nach einem tollen Alaba-Zuspiel gar das 3:2 erzielte!

Wiederum nur acht Minuten später sorgte Bastian Schweinsteiger nach einer Flanke von Philipp Lahm mit dem 4:2 für die Vorentscheidung (61.). Der eingewechselte Arjen Robben setzt in der 74. Minute den 5:2-Schlusspunkt.  

Mit zwei Treffern und einem Assist war natürlich Claudio Pizarro der Comunio-Mann des Spiels. 18 Punkte kassierte er für seine starke Leistung gegen seine eigentlich große Liebe. 

Quelle: ComStats

Quelle: ComStats

Insgesamt 80 Zähler sollte Pizarro am Ende der Saison haben. Einen Wert, den er erst 2015/16 wieder übertrumpfen sollte (100).

Am Samstag trifft Pizarro nun im Werder-Trikot auf den FC Bayern. So wie man das Schlitzohr mit seinen 41 Jahren kennt, wird er definitiv nicht davon zurückschrecken, den Münchnern auch die eine oder andere Bude einzuschenken…

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