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Tomislav Piplica war definitiv ein ganz besonderer Keeper. Irgendwas zwischen Welt- und Kreisklasse. Bei Comunio hatte er eigentlich nur zwei richtig gute Spielzeiten – und dennoch wurde der Keeper des FC Energie Cottbus weit über die Bundesliga hinaus bekannt.
Herausragende Debüt-Saison mit Cottbus
Als der FC Energie Cottbus in der Saison 1999/00 den Aufstieg in die Bundesliga feierte, war die Freude in der Lausitz groß. Niemand hatte damit gerechnet, doch das Team von Ede Geyer schaffte tatsächlich den Sprung in die 1. Liga. Dort gingen die Cottbuser natürlich als krasser Außenseiter in die Saison 2000/01.
Am Ende sollte der Sensations-Aufsteiger auch dank einer bockstarken Debütsaison von Keeper Tomislav Piplica die Klasse halten. Der damals 31-Jährige glänzte auch bei Comunio und holte damals 130 Punkte. Zwar wechselten sich überragenden Leistungen mit teils katastrophalen Patzern ab, doch genau diese Schwankungen ließen ihn bereits in der Premieren-Saison zum Kult-Keeper werden.
6. April 2002 – als Piplica zum Kult-Keeper wurde
Auch in der anschließenden Spielzeit überzeugte Piplica phasenweise, kam aber nicht an seine starke Debüt-Saison ran. 96 Punkte und der abermalige Klassenerhalt mit Energie waren am Ende aber aller Ehren wert. Eine Aktion aber sorgte für ein absolutes Highlight in der bisherigen Bundesliga-Historie – es war eines der kuriosesten Eigentore in der Geschichte.
Am 6. April 2002 trafen die Lausitzer auf Borussia Mönchengladbach. Es war der 30. Spieltag, Energie führte in der 86. Minute mit 3:2. Dann zog Gladbachs Marcel Witeczek aus gut 18 Metern ab, Energie-Verteidiger Faruk Hujdurovic fälschte den Schuss noch ab und die Kugel senkte sich im hohen Bogen auf den Kasten von Piplica.
Dieser hätte den Ball problemlos aufnehmen oder einfach fangen können, doch stattdessen reagierte Piplica gar nicht. Der Torhüter dachte, die Kugel würde auf der Latte landen und so fiel sie dem regungslos dastehenden inzwischen 33-Jährigen direkt auf den Kopf – und vor dort ins Tor.
Durch diese Aktion erlangte Piplica endgültig absoluten Kult-Status. Er nahm sogar den „Raab der Woche“ in der TV-Show „TV Total“ persönlich entgegen. Zudem feierte er den abermaligen Klassenerhalt mit Cottbus.
































