Vidal Ersatzbank Marktwertverlierer

Foto: © picture alliance / Laci Perenyi
Arturo Vidal ist der wohl prominenteste Name in unserem Ranking der Marktwertverlierer. Seine Geschichte gleicht dabei überwiegend der seiner Mitstreiter.

Verletzte und gesperrte Spieler haben wir wie immer außen vor gelassen.

Shinji Kagawa, Borussia Dortmund, Mittelfeld, 8.850.000, Verlust gegenüber der Vorwoche: 7,4%

Mit 98 Comunio-Punkten befindet sich Shinji Kagawa auf dem Weg zu einer hervorragenden Saison. Der Japaner hat in Dortmund endlich wieder Fuß gefasst und zu seiner alten Stärke zurückgefunden. Dennoch hat sich auch Kagawa dem Konkurrenzkampf der herausragenden BVB-Offensive zu stellen.

Diesen hat er in der Vorbereitung offenbar verloren. Denn zum Auftakt der Rückrunde fand sich Kagawa volle 90 Minuten auf der Bank wieder und musste mit ansehen, wie Weigl und vor allem Gündogan ihre Sache hervorragend lösten. Gonzalo Castro dagegen, der auf einer möglichen Kagawa-Position agierte, enttäuschte überwiegend.

Gut möglich also, dass der Japaner schon nächste Woche wieder in die Startelf rutscht. Für den Moment rutschte sein Martkwert dennoch um 7,4 Prozentpunkte nach unten.

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Arturo Vidal, FC Bayern München, Mittelfeld, 8.980.000, Verlust gegenüber der Vorwoche: 11,3%

Arturo Vidal und der FC Bayern, einwandfrei passt das bislang noch nicht. Der Chilene spielt keine schlechte Saison, aber gemessen an den Erwartungen ist noch deutlich Luft nach oben bei dem Mittelfeldmann. Schon alleine die Tatsache, dass er unter Pep Guardiola keine unersetzliche Stammkraft ist, spricht Bände.

Zum Auftakt der Rückrunde war Vidal einmal mehr genau das: Ersetzbar. Offenbar hatten andere Spieler in der Vorbereitung mehr geglänzt, weshalb Xabi Alonso den defensiven und Thiago den offensiven Part in der Schaltzentrale übernahmen. Vidal kam erst für die letzten 20 Minuten in die Partie.

So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass sich sein Marktwert um über eine Million Euro gesenkt hat und mittlerweile unter neun Millionen Euro liegt. Immer noch verdammt teuer, oder?

Iver Fossum, Hannover 96, Sturm, 2.460.000, Verlust gegenüber der Vorwoche: 18.3%

Wem der Name kein Begriff ist, dem sei gesagt: Iver Fossum ist ein gejagtes Top-Talent – bzw. war es. Doch anstatt zu Atletico Madrid oder einem englischen Topverein wechselte der 19-Jährige im Winter nach Niedersachsen zu Hannover 96. Offenbar traute sich der ambitionierte Mittelfeldmann den Sprung von Stromsgodset ID direkt zu einer internationalen Topteam nicht zu – im Gegensatz zu seinem guten Kumpel Martin Odegaard.

Aktuell benötigt Fossum noch Zeit sich einzugewöhnen, schließlich ist er gerade einmal einen Monat in Deutschland. Dass es der junge Mann zum Auftakt der Rückrunde jedoch nicht einmal in den Kader schaffte, war nicht unbedingt zu erwarten. So lässt sich wohl auch sein recht deutlicher Marktwertverlust von 18,3% erklären.

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Hotaru Yamaguchi, Hannover 96, Mittelfeld, 1.990.000, Verlust gegenpber der Vorwoche: 20,4%

Zwei Namen, ein Team, eine Geschichte. Hotaru Yamaguchi wagte diesen Winter den Sprung von Asien, genauer gesagt von Cerezu Osaka, in die Bundesliga. Hannover 96 hatte zugeschlagen und mit Yamaguchi eine weitere Option fürs Mittelfeld präsentiert.

Mit Ausnahme der Tatsache, dass Yamaguchi es immerhin in den Kader schaffte, gestaltet sich die Story des 25-Jährigen ähnlich wie die seines Mannschaftskollegen Fossum. Relativ betrachtet verminderte sich sein Marktwert sogar stärker als der des Norwegers.

Artem Kravets, VfB Stuttgart, Sturm, 3.000.000, Verlust gegenüber der Vorwoche: 20,4%

Viele Experten trauten Artem Kravets zu, direkt zum Auftakt der Rückrunde in die VfB-Startelf zu rutschen. Zwar wurde der Ukrainer erst in der aktuellen Transferperiode von Dynamo Kiew verpflichtet, aber aufgrund der Ausfälle der etatmäßigen Stürmer Daniel Ginczek und Martin Harnik räumte man Kravets gute Chancen ein – zumal er direkt in seinem ersten Testspiel traf.

Am Wochenende folgte dann die Ernüchterung. Kravets kam nicht zum Einsatz, was seiner Mannschaft jedoch nicht schadete: Timo Werner machte seine Sache im Sturmzentrum ganz hervorragend (ein Tor, eine Vorlage), sodass sich Kravets vorerst wohl hinten anstellen muss. Seinem Marktwert schadete dies merklich, er verringerte sich um gut ein Fünftel.

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Autor: Philipp Awounou

Leidenschaftlicher Schreiber und Student an der Sporthochschule Köln;)

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