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Peru ist bei der Copa America wohl am schwierigsten einzuschätzen. An guten Tagen gewinnt die Mannschaft gegen den Vize-Weltmeister klar, dann verliert sie gegen Kanonenfutter. Wir machen den Check.    

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Comunio-Copa-America-Kader: Die beiden wichtigsten Spieler sind noch hinlänglich aus der Bundesliga bekannt, sind beide aber inzwischen schon Mitte 30. Die Rede ist vom Ex-Schalker Jefferson Farfan und von Paolo Guerrero, der in jungen Jahren – die Älteren werden sich erinnern – mal für Bayern und den HSV spielte. Sie stehen ganz oben in der Hierarchie.

Die meisten Spieler im Kader verdienen ihr Geld in Brasilien, Argentinien, Mexiko, Peru oder in den USA in der Major League Soccer. So wie etwa der vielversprechende Mittelstürmer Raul Ruidiaz (Seattle Sounders). Rechtsverteidiger Luis Advincula war in der vergangenen Saison immerhin Stammspieler beim spanischen Erstligisten Rayo Vallecano.

Verhältnismäßig hohe Marktwerte haben auch Außenstürmer Andre Carillo, der von Benfica zuletzt nach Saudi-Arabien verliehen war und Mittelfeldspieler Christian Cueva vom FC Santos. Ansonsten hält sich die Qualität dann aber doch in Grenzen.

Fun-Fact: Selbst über die Rückkehr des 40-Jährigen Claudio Pizarros wurde zuletzt diskutiert. Der Werder-Stürmer wäre gerne dabei gewesen, wurde aber, wie schon bei der WM 2018, ignoriert. Viele Fans forderten zudem sein Comeback. Trainer Ricardo Gareca verwies auf einen Rücktritt Pizarros. Der jedoch stellte auf Twitter prompt klar, nie aus der Nationalelf zurückgetreten zu sein.

Player to watch: Paolo Guerrero ist und bleibt der Unterschiedsspieler. Der nunmehr 35-Jährige hat in 91 Länderspielen – viele davon als Kapitän – 36 Tore erzielt. 2017 wurden in seinem Blut Spuren von Kokain gefunden, er wurde bis April 2019 gesperrt, durfte die WM im vergangenen Jahr jedoch noch wegen eines laufenden Revisionsverfahrens spielen. Guerrero ist derzeit bei Porto Alegre in Brasilien unter Vertrag, wo er in den verbleibenden fünf Partien nach seiner Dopingsperre mit zwei Toren gleich bewies, dass mit ihm noch immer zu rechnen ist.

Die Gruppengegner im Check:

>>> Copa-Vorschau Bolivien
>>> Copa-Vorschau Venezuela (folgt)
>>> Copa-Vorschau Brasilien

Youngster to watch: Renato Tapia. Der 23-Jährige steht bei Feyenoord Rotterdam unter Vertrag. 2018/19 war er an den Konkurrenten Willem II ausgeliehen, wo er zum Stammpersonal gehörte. Insgesamt kommt der zentrale Mittelfeldspieler auf 77 Einsätze in der niederländischen Eredivisie (darunter neun Tore) und hat außerdem Erfahrung in der Champions- und Europa League.  

Copa-America-Vorschau Bolivien: Siege nur bei dünner Luft

An dieser Stelle stellen wir Euch fortan die Teams für die Copa America vor. Bolivien ist mit nahezu ausschließlich unbekannten Spielern aus der Heimat bestückt. Doch immer wieder gelingen der Mannschaft Achtungserfolge gegen große Nationen. Das dürfte es bei der Copa America wohl kaum geben.

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Erfolge: Zwei Mal hat Peru die Copa America gewonnen. Dafür muss man aber weit zurückblicken: Die Titel wurden 1939 und 1975 eingefahren.   

Prognose: Peru bewegt sich zwischen Genie und Wahnsinn: Die WM-Qualifikation 2018, wo man unter anderem Chile hinter sich ließ, darf schon als großer Erfolg gewertet werden. Wenngleich nach der Gruppenphase in Russland Schluss war. Trotzdem hat die Mannschaft im vergangenen Jahr Vize-Weltmeister Kroatien recht deutlich geschlagen und auch Deutschland in vergangenen Herbst beim 1:2, als Nico Schulz den späten Siegtreffer erzielte, das Leben ziemlich schwer gemacht. Zuletzt gab es aber auch vor heimische Kulisse eine klare Pleite gegen El Salvador. Dennoch: Im Rennen um Platz in Gruppe A, der direkt für das Viertelfinale qualifiziert, dürfte Peru hinter Brasilien beste Chancen haben.

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Autor: Karol Herrmann

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